Die drei Küsten
Für die Windfrage genügt eine grobe Einteilung. Der Nordwesten zwischen
Andratx und Formentor ist Steilküste: wenig Sand, tiefes Wasser, bei
Tramuntana-Wind ungemütlich. Was es dort gibt, sind Einschnitte wie
Sa Calobra oder der Hafen von
Port de Sóller — geschützt, aber
selten leer.
Der Osten von Capdepera bis Santanyí ist Kalkstein voller Einschnitte: die
Calas. Klein, tief, klar, mit Kiefern bis ans Wasser — und im Sommer der am
stärksten überlaufene Küstenabschnitt der Insel. Wer dorthin will, fährt früh oder
gar nicht.
Der Süden zwischen Llucmajor und Colònia de Sant Jordi hat die weitesten
Sandflächen, Es Trenc voran, dazu
Dünen und Seegras. Flach, hell, windanfällig aus Südwest — und bei Nordwind die
ruhigste Küste der Insel.
Was auf den Ortsseiten steht
Jede Bucht im Mallorca-Atlas hat einen Saisonkompass: für jeden Monat, wie voll
es ist, was geöffnet hat und ob sich die Fahrt lohnt. Dazu die Felder
Untergrund, Zugang und was es hier nicht gibt. Das ist genau die
Information, die vor der Abfahrt zählt — und der Grund, warum in diesem Kapitel
keine Liste steht.
Ein Hinweis, der überall gilt: An vielen Calas sperrt die Gemeinde im Hochsommer die
Zufahrt, sobald die Parkplätze voll sind. Das ist keine Schikane, sondern der
einzige Weg, die Zufahrtsstraßen befahrbar zu halten. Wer um neun da ist, merkt
davon nichts.