Son Serra de Marina
Küstenort · Gemeinde Santa Margalida · 4 m
Ein Ort wie auf dem Reißbrett: Schachbrettstraßen, keine Hotels, höchstens zwei Stockwerke. Davor ein kilometerlanger, naturbelassener Strand mit geschützten Dünen — hier wäre beinahe ein zweites Rimini entstanden.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Santa Margalida
- Höhe
- 4 m
- Flughafen
- 62 km , rund 60 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer einen weiten Strand ohne Liegenreihen und ohne Bettenburgen sucht
- Wer sonntags mitbekommen will, wie Mallorquiner an den Strand gehen
- Kitesurfer und Windsurfer — der Abschnitt gilt als eines der besseren Reviere der Bucht
- Wer in Can Picafort oder Colònia de Sant Pere wohnt und einen ruhigen Tag will
Passt nicht, wenn
- Wer Infrastruktur braucht: Liegen, Duschen, Auswahl an Lokalen
- Wer abends etwas unternehmen will — hier passiert nach Sonnenuntergang nichts
- Wer ohne Auto anreist; der Bus fährt selten
- Wer im Winter kommt und erwartet, dass etwas geöffnet hat
Saisonkompass — wann Son Serra de Marina lohnt
Lohnt in März, April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober. Weitgehend geschlossen in Januar, Februar, März, November und Dezember.
Son Serra ist der Ort, den ich empfehle, wenn jemand sagt, an der Bucht von Alcúdia sei alles dicht bebaut. Hier steht nichts über zwei Stockwerke, es gibt kein einziges Hotel, und tagsüber ist es sehr still. Das klingt nach wenig und ist in Wahrheit der ganze Punkt: Der Strand ist so weit, dass selbst sonntags, wenn die Mallorquiner kommen, für alle Platz bleibt. Man muss nur wissen, was man nicht bekommt — Versorgung, Auswahl, Abendleben. Wer Handtuch, Wasser und Schatten selbst mitbringt, hat hier den ruhigsten Strandtag der ganzen Bucht.
Ein Ort auf dem Reißbrett
Son Serra de Marina ist keine gewachsene Siedlung, sondern eine geplante: Die Straßen liegen im Schachbrettmuster, die Häuser sind höchstens zweistöckig, Hotels gibt es keine. Tagsüber wirkt der Ort fast leer, weil ein großer Teil der Häuser Ferienhäuser sind und der Rest der Bewohner arbeitet.
Wer zum ersten Mal durchfährt, hält das für einen Mangel. Es ist eine Entscheidung.

Der Strand
Vom Ort aus führt jede Querstraße ans Wasser. Zum Baden fährt man am besten quer durch den Ort nach Osten — dort beginnt der lange, naturbelassene Abschnitt, der ohne Unterbrechung bis Richtung Colònia de Sant Pere zieht.
Der Strand ist so weitläufig, dass selbst am Sonntag, wenn die Einheimischen zum Sonnenbad kommen, genügend Platz für alle anderen bleibt. Was es nicht gibt: Liegen, Schirme, Duschen, Rettungsschwimmer. Und keinen einzigen Baum.
Direkt hinter der Strandlinie liegt die Dünenzone, die heute unter Naturschutz steht. Genau dieser Streifen ist der Grund, warum hier nicht gebaut wurde — ein geplantes Großprojekt mit Hotelanlagen im Stil von Rimini wurde von Naturschützern verhindert.

Der Hafen
Am westlichen Ortsende liegt ein kleiner Hafen mit einer Handvoll Boote und einigen Yachten, dazu ein Lokal an einer weiten Betonfläche. Es ist kein Hafen zum Flanieren, sondern einer zum Anlegen. Für einen Kaffee und den Blick über die Bucht taugt er trotzdem.

Was man mitbringen muss
Die Versorgungslage ist der Preis für die Ruhe: ein kleiner Laden, in der Saison eine Strandbar, ansonsten wenig. Keine Apotheke, kein Arzt, kein verlässlicher Geldautomat. Wer einen Tag hier verbringt, bringt Wasser, Verpflegung, Schatten und Bargeld mit — dann ist Son Serra der ruhigste Strandtag der gesamten Bucht von Alcúdia.

In der Nähe
Zwei Kilometer westlich liegt die Necròpolis de Son Real, eine vorgeschichtliche Begräbnisstätte direkt an der Küste, frei zugänglich und selten besucht. Can Picafort ist zehn Minuten entfernt, Colònia de Sant Pere eine Viertelstunde, Artà eine knappe halbe Stunde landeinwärts.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Son Serra de Marina tut
Drei Stunden
Am Ostrand des Orts parken, den Strand entlanggehen, bis niemand mehr da ist — das dauert keine zehn Minuten — und bleiben. Rückweg an der Wasserlinie.
Ein halber Tag
Vormittags Strand, mittags in den kleinen Hafen im Westen auf einen Kaffee an der Mole, nachmittags zurück ins Wasser, wenn der Wind aufkommt.
Ein ganzer Tag
Den Strand nach Osten Richtung Colònia de Sant Pere ablaufen, dort essen und zurück. Oder mit dem Auto weiter zur Necròpolis de Son Real, der vorgeschichtlichen Begräbnisstätte direkt an der Küste.
Bei Regen
Hier nichts. Dann nach Artà oder Alcúdia ausweichen, beide eine halbe Stunde.
Der Strand im Steckbrief
- Untergrund
- Feiner, heller Sand, zum Wasser hin fest
- Einstieg
- Flach abfallend, an manchen Stellen mit Steinen im Flachwasser
- Länge
- Mehrere Kilometer bis Colònia de Sant Pere, durchgehend unbebaut
- Schatten
- Keiner. Was man an Schatten will, bringt man mit
- Wind
- Nachmittags verlässlich auflandig — der Grund, warum Kiter herkommen
- Mit Kindern
- Gut, aber ohne Aufsicht und ohne Rettungsschwimmer
- Vor Ort
- Eine Strandbar am Ortsrand, saisonal · Kein Liegen- und Schirmverleih · Keine Rettungsschwimmer
Praktisch
- Parken
- Kostenlos an den Querstraßen; auch im Sommer findet man etwas
- Öffentlich
- Linie 331 hält an der Abzweigung, nicht im Ort
- Zeitbedarf
- Ein halber Tag als Strandbesuch, als Standort eine Woche für Ruhesuchende
- Hinweis
- Hinter der Strandlinie liegt eine geschützte Dünenzone. Bitte auf den Wegen bleiben — genau dieser Streifen war der Grund, warum die Bebauung hier verhindert wurde.
- Bus
- Linie 331 zwischen Can Picafort und Artà hält an der Abzweigung; von dort noch gut anderthalb Kilometer bis zum Wasser. Wenige Fahrten am Tag.
- Versorgung
- Supermarkt: Ein kleiner Laden im Ort, saisonal · Apotheke: Keine — nächste in Can Picafort oder Santa Margalida · Arzt: Keiner im Ort · Geldautomat: Nicht verlässlich vorhanden — Bargeld mitbringen · Tankstelle: An der Ma-12 Richtung Can Picafort
- Zugänglichkeit
- Asphaltierte Ortsstraßen, danach Sand · Kinderwagen: Bis zum Strandrand ja, im Sand nicht · Rollstuhl: Keine Strandzugangshilfen vorhanden · Hunde: Am Hauptabschnitt in der Saison nicht erlaubt
- Gibt es nicht
- Hotels · Liegen und Sonnenschirme · Rettungsschwimmer · Nachtleben · Souvenirläden
- Koordinaten
- 39.7375,3.2206 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Son Serra de Marina
Gibt es in Son Serra de Marina Hotels?
Nein, und das ist die Besonderheit des Orts. Son Serra besteht aus Wohn- und Ferienhäusern in einem schachbrettartigen Straßenraster, höchstens zwei Stockwerke hoch. Wer hier übernachten will, mietet ein Haus oder eine Wohnung. Hotelbetten gibt es in Can Picafort, zehn Minuten westlich.
Wie ist der Strand von Son Serra de Marina?
Weit, hell und naturbelassen: mehrere Kilometer Sand ohne Bebauung, dahinter eine geschützte Dünenzone. Es gibt keine Liegen, keine Duschen und keine Rettungsschwimmer. Der Einstieg ist flach, stellenweise liegen Steine im Flachwasser. Schatten gibt es keinen.
Kann man in Son Serra de Marina surfen?
Ja. Der Abschnitt gilt als eines der brauchbareren Kite- und Surfreviere der Bucht von Alcúdia, weil der Wind nachmittags verlässlich auflandig weht und der Strand weit genug ist, um sich nicht in die Quere zu kommen.
Warum ist Son Serra nicht bebaut?
Weil es verhindert wurde. Geplant war hier eine große Hotelanlage nach dem Vorbild von Rimini. Naturschützer setzten sich durch, die Dünenzone hinter dem Strand steht heute unter Schutz, und der Ort blieb, was er war — ein Raster aus niedrigen Häusern ohne Fremdenverkehrsindustrie.
Was gibt es in Son Serra de Marina zu essen?
Wenig, und im Winter nichts. In der Saison hat eine Strandbar geöffnet, dazu einige wenige Lokale im Ort und am Hafen. Wer Auswahl will, fährt nach Can Picafort oder Colònia de Sant Pere. Verpflegung für einen Strandtag bringt man besser mit.
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