Port de Sóller
Küstenort · Gemeinde Sóller · 5 m · 3.000 Einwohner
Eine fast kreisrunde, nach allen Seiten geschützte Bucht mit Sandstrand, zwei Leuchttürmen und einer Straßenbahn von 1913, die aus der Stadt herunterkommt. Der einzige natürliche Hafen der Nordwestküste.
- Region
- Serra de Tramuntana
- Gemeinde
- Sóller
- Einwohner
- 3.000
- Höhe
- 5 m
- Flughafen
- 45 km , rund 45 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen ganzen Aufenthalt
Passt zu dir, wenn
- Wer mit der historischen Straßenbahn anreisen will
- Familien; die Bucht ist geschützt und der Strand flach
- Wer wandern will — die Wege in die Tramuntana beginnen hier
- Wer Es Firó im Mai erleben möchte
Passt nicht, wenn
- Wer im August Ruhe erwartet
- Wer bequem parken will
- Wer einen unentdeckten Ort sucht
- Wer tiefes, klares Wasser direkt am Strand braucht
Saisonkompass — wann Port de Sóller lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Port de Sóller ist die einzige Stelle an der ganzen Nordwestküste, an der ein Schiff sicher liegen kann. Die Bucht ist fast kreisrund, an beiden Seiten von Bergen geschlossen, und die Einfahrt so schmal, dass man sie von See aus fast übersieht. Genau das hat den Ort gemacht: Bis der Straßentunnel kam, lief der ganze Handel des Tals hier durch. Heute liegen Yachten, wo früher die Orangen verladen wurden, es gibt einen Sandstrand, eine Promenade und zwei Leuchttürme auf den Landzungen. Anfahren sollte man mit der Straßenbahn aus Sóller — fünf Kilometer, seit 1913, mitten durch Orangengärten und dann über die Promenade. Und wer im Mai da ist, erlebt Es Firó: Dann landen an diesem Strand wieder die Mauren, und die halbe Stadt kämpft in Kostümen gegen sie an.
Die Bucht
Die Bucht von Port de Sóller ist fast kreisrund, an beiden Seiten von Bergen geschlossen, mit einer Einfahrt, die man von See aus fast übersieht. Auf jeder Landzunge steht ein Leuchtturm.
Es ist die einzige Stelle der ganzen Nordwestküste, an der ein Schiff sicher liegen kann. Deshalb lief hier bis ins 20. Jahrhundert der gesamte Handel des Tals durch.

Was hier verladen wurde
Das Tal von Sóller lebte von Orangen und Zitronen, und weil der Gebirgskamm nach Palma nur über eine Passstraße mit siebenundfünfzig Kehren zu überwinden war, ging die Ware nicht über Land. Sie ging über diesen Hafen.
Verschifft wurde vor allem nach Südfrankreich — Marseille, Sète, Nîmes. Und mit den Kisten fuhren die Menschen mit: Im 19. Jahrhundert wanderten ganze Familien aus dem Tal dorthin aus, gründeten Obst- und Handelshäuser und schickten die Gewinne zurück.
Davon stehen die breiten Fassaden oben in Sóller, davon wurde die Eisenbahn von 1912 bezahlt, und davon ist im Dialekt des Tals bis heute etwas hängengeblieben: Wörter, die aus dem Französischen stammen.
Wer heute am Kai steht, sieht Yachten. Bis vor hundert Jahren lagen hier die Frachtsegler, und der halbe Wohlstand der Tramuntana lief über diese Kaimauer.

Der Ort als Filmkulisse
Die runde Bucht mit den Bergen dahinter, die Promenade, die alte Straßenbahn — das ist eine fertige Kulisse, und entsprechend oft wird hier gedreht.
Deutsche Sender kommen regelmäßig her; das Hotel Espléndido an der Promenade taucht in Fernsehfilmen immer wieder auf. Im Oktober 2023 drehte das ZDF hier mit Heino Ferch und Jessica Schwarz.
Wer im Herbst da ist, kann es erleben: abgesperrte Promenadenabschnitte, Scheinwerfer am Kai, und ein Ort, der geduldig wartet, bis die Klappe fällt.

Die Straßenbahn
Seit 1913 fährt sie die fünf Kilometer aus Sóller herunter: durch Orangengärten, dann über die Promenade bis ans Wasser.
Sie ist dicht getaktet und ein echtes Verkehrsmittel, nicht nur eine Attraktion. In der Saison ist sie die entspanntere Anreise als das Auto.

Es Firó
Am zweiten Maiwochenende stellen die Sóllerer den Piratenüberfall von 1561 nach: Die Mauren landen mit Booten am Strand, die Christen kämpfen dagegen an, die ganze Stadt ist in Kostümen.
Sehenswert — und an diesem Tag kommt man nirgends durch.

Der Strand
Sand, flach abfallend, in einer nach allen Seiten geschützten Bucht. Für Familien ideal.
Kristallklar ist das Wasser am Hauptstrand nicht; dafür geht man an die Ränder der Bucht.
Weiter mit dem Boot
Im Sommer fährt ein Boot nach Sa Calobra und zur Cala Tuent — die entspannteste Art, dorthin zu kommen.

Wann man kommt
März und Oktober. Im Mai wegen des Firó, im Januar wegen der Orangenernte im Tal darüber.
Im August sind Zugtickets ausverkauft, der Tunnel staut und die Parkplätze sind belegt.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Port de Sóller tut
Drei Stunden
Mit der Straßenbahn herunterkommen, einmal um die Bucht gehen, am Strand bleiben.
Ein halber Tag
Zusätzlich hinauf zum Leuchtturm am Cap Gros für den Blick über die Bucht und die Küste.
Ein ganzer Tag
Zusammen mit Sóller, Fornalutx und Biniaraix — oder mit dem Boot nach Sa Calobra.
Bei Regen
Bedingt. Die Lokale sind offen, aber der Reiz ist die Bucht.
Praktisch
- Parken
- In der Saison mühsam; die Straßenbahn ist die bessere Anreise
- Öffentlich
- Straßenbahn ab Sóller, Buslinie durch den Tunnel ab Palma
- Zeitbedarf
- Ein halber Tag, als Standort länger
- Hinweis
- Im Sommer fährt ein Boot nach Sa Calobra und zur Cala Tuent — die entspannteste Art, dorthin zu kommen. Die Straßenbahn fährt dicht getaktet und ist auch ein Verkehrsmittel, nicht nur eine Attraktion.
- Bus
- Straßenbahn ab Sóller, Buslinie durch den Tunnel ab Palma
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere im Ort · Apotheke: Im Ort · Arzt: In Sóller · Geldautomat: Mehrere · Tankstelle: In Sóller
- Zugänglichkeit
- Promenade und Strandzugänge eben, zu den Leuchttürmen ansteigend · Kinderwagen: Auf der Promenade sehr gut machbar · Rollstuhl: Promenade weitgehend befahrbar, die Leuchttürme nicht · Hunde: Am Strand in der Saison nicht
- Gibt es nicht
- Ausreichend Parkplätze · Ruhe im Hochsommer · Kristallklares Wasser am Hauptstrand · Ursprünglichkeit
- Koordinaten
- 39.7961,2.6947 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Port de Sóller
Wie kommt man von Sóller zum Hafen?
Mit der Straßenbahn, die seit 1913 fährt: fünf Kilometer durch Orangengärten und dann über die Promenade. Sie ist dicht getaktet und ein echtes Verkehrsmittel, nicht nur eine Attraktion.
Was ist Es Firó?
Das Fest am zweiten Maiwochenende, bei dem die Sóllerer den Piratenüberfall von 1561 nachstellen. Die Mauren landen mit Booten am Strand, die Christen kämpfen dagegen an, die ganze Stadt ist in Kostümen. Sehenswert — und an diesem Tag kommt man nirgends durch.
Wie ist der Strand?
Sand, flach abfallend, in einer nach allen Seiten geschützten Bucht — gut für Familien. Kristallklar ist das Wasser am Hauptstrand nicht; dafür geht man zu den Rändern der Bucht.
Kann man von hier nach Sa Calobra?
Im Sommer fährt ein Boot dorthin und zur Cala Tuent. Das ist die entspannteste Art hinzukommen — die Straße über die Berge ist die andere.
Warum liegt hier der einzige Hafen der Nordwestküste?
Weil die Bucht fast kreisrund und die Einfahrt schmal ist. Sie ist die einzige Stelle dieser Küste, an der ein Schiff sicher liegen kann — und deshalb lief hier bis ins 20. Jahrhundert der ganze Handel des Tals durch.
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