Port d'Alcúdia
Küstenort · Gemeinde Alcúdia · 2 m
Fünf Kilometer heller Sandstrand, flach ins Wasser abfallend, dahinter eine durchgehende Reihe aus Hotels, Bars und Läden. Der klassische Standurlaub der Bucht von Alcúdia — und zwei Kilometer weiter die mittelalterliche Stadtmauer, die kaum jemand mit diesem Ort zusammenbringt.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Alcúdia
- Höhe
- 2 m
- Flughafen
- 58 km , rund 50 Minuten
- Mietwagen
- verzichtbar
- Lohnt für
- einen ganzen Aufenthalt
Passt zu dir, wenn
- Familien mit kleinen Kindern — der Einstieg ins Wasser ist über hundert Meter flach
- Wer eine Woche am selben Strand bleiben und abends kurze Wege haben will
- Wer ohne Auto anreist: der Flughafenbus fährt ganzjährig durch
- Wassersportler, Radfahrer, Segler
Passt nicht, wenn
- Wer Ruhe sucht — dafür liegt die Platja de Muro nebenan
- Wer mallorquinisches Ortsleben erwartet: das gibt es hier nicht, sondern in Alcúdia
- Wer im Winter kommt und Betrieb erwartet
- Wer Buchten mag statt Strandkilometer
Saisonkompass — wann Port d'Alcúdia lohnt
Lohnt in April, Mai, Juni, September und Oktober. Eher meiden in Januar, Februar und Dezember. Weitgehend geschlossen in Januar, Februar und Dezember.
Zwei Orte, ein Name
Wer eine Woche „Alcúdia“ bucht, landet fast immer hier: am Wasser, in einer Zeile aus Hotels, die sich über fünf Kilometer hinzieht. Die Stadt Alcúdia, die dem Ort den Namen gab, liegt zwei Kilometer landeinwärts hinter einer mittelalterlichen Stadtmauer, und viele Besucher fahren die ganze Woche nicht hinauf.
Das ist schade, aber verständlich. Port d’Alcúdia macht es einem leicht, zu bleiben. Der Strand liegt vor der Tür, die Promenade führt an allem vorbei, was man braucht, und der Weg vom Handtuch zum Abendessen dauert zehn Minuten. Genau dafür ist dieser Ort gebaut worden, und er erfüllt seine Aufgabe zuverlässig.
In der vortouristischen Zeit war das hier tatsächlich der Hafen der Stadt Alcúdia. Heute ist es ein Hafen für Besucher, und der eigentliche Umschlagplatz liegt weiter östlich, wo die Fähren nach Menorca ablegen und wo die Industrieanlagen stehen, an denen man vorbei muss, wenn man zu Fuß Richtung Alcanada geht.

Der Strand
Er ist der Grund, warum alle herkommen, und er ist tatsächlich außergewöhnlich — nicht wegen seiner Schönheit, davon hat Mallorca reichlich, sondern wegen seiner Form. Der Sand fällt so flach ab, dass man hundert Meter hinauslaufen kann und das Wasser reicht einem bis zur Hüfte. Für Familien mit kleinen Kindern gibt es auf der Insel keinen besseren Ort.
Der Sand ist fein und hell, steinfrei, und in der Saison jeden Morgen geglättet. Die Balnearis — die durchnummerierten Strandeinrichtungen mit Liegen, Schirmen und Duschen — sind derzeit neu gebaut worden. Ihre Nummern sind übrigens die brauchbarste Ortsangabe, die es hier gibt: „beim Balneari 4“ findet jeder, eine Straßenadresse niemand.
Ein Hinweis, den man nicht überlesen sollte: Bei Nordwind steht in dieser Bucht Brandung, und die täuscht in flachem Wasser. Die Rettungsschwimmer flaggen, und man tut gut daran, darauf zu achten, statt auf den eigenen Eindruck.

Wann er leer ist
Zweimal am Tag. Vor acht Uhr morgens, wenn die Schirme noch geschlossen sind und der Sand frisch gezogen ist — das ist die Stunde, in der dieser Strand aussieht wie im Prospekt. Und ab dem dritten Kilometer Richtung Norden, wo die Hotels aufhören und die Platja de Muro beginnt. Wer ein Handtuch und zwanzig Minuten Fußweg mitbringt, hat auch im August Platz.
Von November bis März ist er ohnehin leer. Dann steht das Seegras ungeräumt am Wasser, die Häuser sind verriegelt, und man geht kilometerweit allein. Schön ist das, aber es ist kein Urlaubsort mehr, sondern ein Strand vor einer geschlossenen Kulisse.

Die Promenade und der Hafen
Der Passeig Marítim führt vom Strand bis zum Jachthafen, breit gepflastert, palmengesäumt und durchgehend eben. Am Hafen liegen noch ein paar hölzerne Llaüts zwischen den Motorbooten — die alten mallorquinischen Fischerboote mit dem hohen, geschwungenen Bug. Ein Stück weiter ist der Weg überdacht, ein bogenförmiges Stahlgerüst, das im Sommer den einzigen Schatten weit und breit spendet.
Wer der Promenade weiter Richtung Osten folgt, kommt schließlich an eine Stelle mit Blick auf die Illa d’Alcanada, das kleine vorgelagerte Eiland mit dem Leuchtturm. Zu Fuß muss man dafür allerdings an den Industrieanlagen vorbei — mit dem Rad oder dem Auto über die Carrer Gabriel Roca und die Camí d’Alcanada ist es die deutlich schönere Strecke.

Was man leicht übersieht
Direkt hinter der Straße beginnt S’Albufera, das größte Feuchtgebiet der Balearen. Ein Naturschutzgebiet mit Kanälen, Schilfgürteln und über zweihundert Vogelarten, keine zehn Radminuten vom Handtuch entfernt. Die allermeisten Gäste fahren eine Woche daran vorbei, ohne zu wissen, dass es da ist.
Und die Stadt oben. Zwei Kilometer, fünf Busminuten: Stadtmauer, Gassen aus Sandstein, die römischen Ausgrabungen von Pollentia, dienstags und sonntags Markt. Wenn Sie nur einen einzigen Ausflug machen, machen Sie diesen.

Abends
Die Hauptstraße ist im Sommer laut, hell und voll. Leuchtreklame, Terrassen bis auf den Gehweg, Fahrradverleih neben Grillrestaurant, dazwischen Familien mit Kinderwagen um zehn Uhr abends. Das ist einfach das, was dieser Ort abends ist — und man sollte es vorher wissen, in beide Richtungen. Wer Ruhe sucht, findet sie zweihundert Meter weiter am Wasser oder gleich in einem anderen Ort. Wer Betrieb sucht, ist hier richtig.

Von hier aus
Port d’Alcúdia ist einer der besten Standorte der Insel, wenn man Ausflüge plant. Alcúdia liegt vor der Tür, Pollença und Port de Pollença sind mit einem Bus erreichbar, das Cap de Formentor in knapp einer Stunde, Artà und die Höhlen im Osten in gut einer. Nach Palma fährt die Linie 302 durch. Und wer die Tramuntana sehen will, hat sie den ganzen Tag vor Augen — abends geht die Sonne dahinter unter.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Port d'Alcúdia tut
Drei Stunden
Strand am Vormittag, dann die Promenade Richtung Hafen bis zum Sportboothafen und zurück. Wer will, geht die zwei Kilometer weiter in die Altstadt von Alcúdia.
Ein halber Tag
Vormittags Strand, mittags mit dem Bus nach Alcúdia hinauf: Stadtmauer, Gassen, Pollentia. Am späten Nachmittag zurück ans Wasser.
Ein ganzer Tag
Morgens früh an den Strand, solange er leer ist. Mittags nach Alcúdia oder zur Ermita de la Victòria. Nachmittags Radtour ins Naturschutzgebiet S'Albufera, das direkt hinter der Straße beginnt. Abends an der Promenade.
Bei Regen
Alcúdia mit Museu Monogràfic und den Ausgrabungen von Pollentia, danach die Markthalle. Regentage sind hier selten, aber wenn, dann gründlich.
Der Strand im Steckbrief
- Untergrund
- Feiner heller Sand, keine Steine
- Einstieg
- Sehr flach — bei ruhigem Wasser reicht es hundert Meter weit nur bis zur Hüfte
- Länge
- Rund fünf Kilometer, ohne Unterbrechung übergehend in die Platja de Muro
- Schatten
- Nur unter den gemieteten Schirmen und in der Kiefernreihe am Rand
- Wind
- Meist ablandig ruhig, bei Nordwind aber spürbare Brandung — auf die Beflaggung achten
- Mit Kindern
- Der flachste Badeeinstieg der Insel
- Vor Ort
- Durchnummerierte Balnearis mit Liegen, Schirmen und Duschen · Rettungsschwimmer in der Saison · Wassersportstationen · Strandbars
Praktisch
- Parken
- Kostenpflichtige Zonen an der Promenade, im Sommer ab dem späten Vormittag voll. Kostenlos steht man weiter hinten in den Wohnstraßen und läuft fünf Minuten.
- Öffentlich
- Haltestellen entlang der gesamten Hauptstraße, dichter Takt in der Saison
- Zeitbedarf
- Als Standort eine Woche, als Ausflug drei Stunden
- Hinweis
- Die Balnearis am Strand sind durchnummeriert. Das ist die brauchbarste Ortsangabe an einem fünf Kilometer langen Strand — „beim Balneari 4" findet jeder, eine Straßenadresse niemand.
- Bus
- Linie A33 fährt ganzjährig direkt vom Flughafen über Alcúdia, Sa Pobla und Inca hierher, im Sommer zusätzlich die A32. Nach Palma die 302, nach Port de Pollença und Pollença die 322, im Sommer die 325 bis Cala Rajada.
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere große Märkte an der Hauptstraße, ganzjährig geöffnet · Apotheke: Mehrere an der Carretera d'Artà · Arzt: Gesundheitszentrum in Alcúdia, 2 km · Geldautomat: Reichlich, an der Promenade und der Hauptstraße · Tankstelle: An der Ausfallstraße Richtung Artà
- Zugänglichkeit
- Promenade durchgehend gepflastert und eben · Kinderwagen: Uneingeschränkt auf der Promenade, im Sand mühsam · Rollstuhl: Promenade gut befahrbar, an mehreren Balnearis Holzstege in den Sand · Hunde: Am Hauptstrand in der Saison nicht erlaubt
- Gibt es nicht
- Altstadt oder historischer Ortskern — der liegt in Alcúdia · Ruhe in der Hauptsaison · Felsbuchten · Nennenswertes Angebot zwischen November und März
- Koordinaten
- 39.8418,3.1329 Google Maps Apple Karten
Termine, die alles verändern
Wenn hier ein Rennen ist
Mallorca 312 Rennrad · Letzter Samstag im April
Das ist der Tag mit den größten Verkehrseinschränkungen des Jahres. Ab dem Nachmittag werden Abschnitte gesperrt — unter anderem zwischen Esporles und der Platja de Muro, später über Alaró, Campanet und Santa Margalida. Erst gegen Abend ist alles wieder frei. Wer an diesem Samstag mit dem Auto quer über die Insel oder auf die Ma-10 will, sollte den Termin kennen. Unterkünfte im Norden sind Monate vorher ausgebucht.
Ironman 70.3 Alcúdia-Mallorca Triathlon · Mitte Mai
Der ganze Norden ist an diesem Wochenende belegt, und zwar bis nach Pollença hinauf. Am Renntag sind Küstenstraßen und die Promenade zeitweise gesperrt. Wer Ruhe sucht, fährt in dieser Woche woanders hin — wer Stimmung mag, findet sie kaum irgendwo dichter.
Der Saisonkompass oben bewertet Monate, keine einzelnen Tage — ein Rennwochenende kann einen ruhigen Ort für zwei Tage in sein Gegenteil verkehren. Alle Termine im Kapitel Sportereignisse.
Die drei Strandabschnitte der Bucht
| Abschnitt | Charakter | Für wen |
|---|---|---|
| Port d'Alcúdia | Hotels bis an den Sand, volle Infrastruktur, Balnearis | Wer alles vor der Tür will |
| Platja de Muro | Kiefern und Dünen statt Bebauung, Naturschutzgebiet dahinter | Wer Platz sucht, auch im Sommer |
| Can Picafort | Ferienort, kompakter und lauter als Port d'Alcúdia | Wer es günstiger mag |
Die drei gehen ohne sichtbare Grenze ineinander über — es ist ein einziger Strand von rund zehn Kilometern. Wer den Unterschied sucht, findet ihn nicht im Sand, sondern in dem, was dahinter steht.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Port d'Alcúdia
Ist Port d'Alcúdia für Familien mit kleinen Kindern geeignet?
Ja, und zwar so ausgeprägt wie kaum ein anderer Ort der Insel. Das Wasser fällt über hundert Meter hinaus nur bis zur Hüfte ab, der Sand ist fein und steinfrei, und die Infrastruktur ist auf Familien eingestellt. Wer mit Kleinkindern reist und nur ein Kriterium hat, ist hier richtig.
Was ist der Unterschied zwischen Alcúdia und Port d'Alcúdia?
Zwei verschiedene Orte, zwei Kilometer voneinander entfernt. Alcúdia ist die mittelalterliche Stadt mit Stadtmauer, Gassen und den römischen Ausgrabungen von Pollentia. Port d'Alcúdia ist der Ferienort am Wasser, entstanden im 20. Jahrhundert. Wer „Alcúdia" bucht, landet fast immer im Hafen — und wer die Stadt sehen will, muss hinauffahren. Der Bus braucht fünf Minuten.
Wie voll ist der Strand von Port d'Alcúdia?
Im Juli und August überfüllt, vor allem in der Mitte bei den Balnearis. Es hilft zweierlei: früh kommen, oder nach Norden Richtung Platja de Muro laufen. Ab dem dritten Kilometer wird es merklich leerer, weil dort die Hotels aufhören.
Lohnt sich Port d'Alcúdia im Winter?
Als Urlaubsort nicht. Zwischen Dezember und Februar sind die meisten Hotels und Lokale geschlossen, und der Ort besteht dann aus verriegelten Fassaden. Der Strand selbst ist frei zugänglich und an einem klaren Wintertag von einer eigenen Schönheit — aber dafür reist niemand an.
Braucht man in Port d'Alcúdia einen Mietwagen?
Für den Aufenthalt nicht. Der Flughafenbus A33 fährt ganzjährig direkt hierher, der Ort ist eine Zeile am Wasser, und die Buslinien decken die ganze Bucht ab. Für Ausflüge in die Tramuntana lohnt ein Auto — dann aber eher tageweise als für die ganze Woche.
Wann ist Markt in Port d'Alcúdia?
Freitagvormittags auf der Plaça de Cas Vicari. Es ist ein Ferienortmarkt, kein Bauernmarkt: viel Textil, Souvenirs und Lederimitat, dazwischen Oliven, Käse und Mandeln. Wer einen echten mallorquinischen Markt sehen will, fährt dienstags oder sonntags nach Alcúdia hinauf oder sonntags nach Sa Pobla.
Kann man von Port d'Alcúdia aus Ausflüge machen?
Der Ort ist einer der besten Standorte der Insel dafür. Alcúdia liegt zwei Kilometer entfernt, das Naturschutzgebiet S'Albufera beginnt direkt hinter der Straße, das Cap de Formentor ist in knapp einer Stunde erreichbar, und Pollença, Artà und die Tramuntana liegen in Tagesausflugsentfernung.
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