Cala d'Or
Küstenort · Gemeinde Santanyí · 15 m · 4.200 Einwohner
Ein Ferienort, der in den 1930er-Jahren am Reißbrett entworfen wurde — von einem Ibizenker, im Stil seiner Heimat. Weiße kubische Bauten, dazwischen acht türkisfarbene Buchten und ein Yachthafen. Keine Bettenburg weit und breit.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Santanyí
- Einwohner
- 4.200
- Höhe
- 15 m
- Flughafen
- 60 km , rund 55 Minuten
- Mietwagen
- verzichtbar
- Lohnt für
- einen ganzen Aufenthalt
Passt zu dir, wenn
- Familien mit kleinen Kindern — die Buchten haben ausgedehnte Flachwasserzonen
- Wer mehrere Badebuchten zu Fuß erreichen will
- Wer einen Ferienort ohne Hochhäuser sucht
- Wer schlecht zu Fuß ist; viele Buchtzugänge sind flach angelegt
Passt nicht, wenn
- Wer einen gewachsenen Ort mit Geschichte sucht — den gibt es hier nicht
- Wer im August Ruhe erwartet
- Wer einen langen, durchgehenden Strand will
- Wer im Winter kommt; dann ist ein großer Teil geschlossen
Saisonkompass — wann Cala d'Or lohnt
Lohnt in April, Mai, Juni, September und Oktober. Eher meiden in August. Weitgehend geschlossen in Januar, Februar, November und Dezember.
Cala d'Or ist ein geplanter Ort, und normalerweise ist das kein Kompliment. Hier schon. Josep Costa Ferrer, der aus Ibiza stammte, hat den Ort in den 1930er-Jahren im Stil seiner Heimat angelegt — weiß, kubisch, niedrig — und die Gemeinde hat über Jahrzehnte durchgehalten, dass nichts Höheres gebaut wird. Das Ergebnis: ein Ferienort ohne Hotelriegel, in dem die Buchten zwischen den Häusern liegen statt hinter ihnen. Wer das mit der Playa de Palma vergleicht, versteht, was hier verhindert wurde. Es ist trotzdem ein Ferienort, und im August merkt man das. Aber es ist einer, dem jemand nachgedacht hat.
Ein Ort am Reißbrett — ausnahmsweise gelungen
Cala d’Or wurde in den 1930er-Jahren entworfen, und zwar von Josep Costa Ferrer, der von Ibiza stammte. Er legte den Ort im Stil seiner Heimat an: weiß, kubisch, niedrig. Über die Jahrzehnte wuchs er nach diesem Muster weiter.
Entscheidend war, dass die Gemeinde durchhielt: Es entstanden keine Mega-Hotels wie an der Playa de Palma. Alles blieb übersichtlich und in die Landschaft eingebettet.
Das Ergebnis ist ungewöhnlich für Mallorca — ein Ferienort ohne Hotelriegel, in dem die Buchten zwischen den Häusern liegen statt hinter ihnen.

Acht Buchten
Cala Gran ist die größte, mit fast weißem, feinem Sand. Dazu kommen die namengebende Cala d’Or, Cala Esmeralda, Cala Ferrera, Cala Serena, Cala Egos, Cala d’es Forti und Cala Llonga, in der die Marina liegt.
Sie unterscheiden sich vor allem in Größe und Betrieb. Alle haben ausgedehnte Flachwasserzonen — der Grund, warum hier vor allem Familien mit kleinen Kindern landen. Die Zugänge sind meist flach angelegt und teilweise barrierearm, was an dieser Küste die Ausnahme ist.
Zwischen den Stränden fährt in der Saison mehrmals täglich eine Bummelbahn.

Der Hafen
Die Marina Portocari in der Cala Llonga gehört zu den geschützteren Häfen der Insel und bietet Liegeplätze für Charterboote und Yachten. Über der Einfahrt steht Es Fortí — eine alte Festung, die früher den Hafen schützte und heute eine der wenigen historischen Adressen des Orts ist.

Was man wissen sollte
Cala d’Or ist ein Ferienort, kein gewachsener Ort. Wer Geschichte, Wochenmarkt und einen Kern mit Kirche sucht, fährt eine Viertelstunde nach Santanyí.
Im Juli und August ist Familienhochsaison, und dann sind die kleineren Buchten ab dem Vormittag belegt. Überlaufen wie andere Orte der Insel ist Cala d’Or aber selbst dann nicht — auch das eine Folge der Bauweise.
Zwischen November und März ist der Ort weitgehend geschlossen; die Buchten bleiben zugänglich.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Cala d'Or tut
Drei Stunden
Eine Bucht aussuchen — Cala Gran für Platz, Cala Esmeralda für Ruhe — und bleiben. Zurück über die Uferwege zwischen den Buchten.
Ein halber Tag
Vormittags baden, mittags an die Marina Portocari in der Cala Llonga, dann zur alten Festung Es Fortí über der Hafeneinfahrt.
Ein ganzer Tag
Zusätzlich hinüber nach Porto Petro oder in den Naturpark Mondragó — beide keine zehn Minuten entfernt und beide deutlich stiller.
Bei Regen
Santanyí, eine Viertelstunde landeinwärts, oder die Höhlen bei Porto Cristo.
Der Strand im Steckbrief
- Untergrund
- Feiner heller Sand in den Buchten, dazwischen Fels
- Einstieg
- Flach mit ausgedehnten Flachwasserzonen — für Kinder ideal
- Länge
- Acht einzelne Buchten statt eines durchgehenden Strands
- Schatten
- Kiefern an den Rändern einiger Buchten
- Wind
- Die Buchten liegen tief eingeschnitten und damit geschützt
- Mit Kindern
- Sehr gut
- Vor Ort
- Liegen und Schirme in den größeren Buchten · Strandbars und Restaurants · Rettungsschwimmer in der Hauptsaison · Meist barrierearme Zugänge
Praktisch
- Parken
- In den Straßen und an den Buchten; in der Hauptsaison knapp
- Öffentlich
- Verbindungen ab Palma und Santanyí, dazu die Bummelbahn im Ort
- Zeitbedarf
- Als Standort eine Woche, als Ausflug ein halber Tag
- Hinweis
- Die Buchten heißen Cala Gran, Cala d'Or, Cala Esmeralda, Cala Ferrera, Cala Serena, Cala Egos, Cala d'es Forti und Cala Llonga. Sie unterscheiden sich vor allem in Größe und Betrieb — ansehen lohnt sich.
- Bus
- Verbindungen ab Palma, Santanyí und Porto Petro. Im Ort verkehrt in der Saison mehrmals täglich eine Bummelbahn zwischen den Stränden.
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere im Ort · Apotheke: Mehrere · Arzt: Im Ort, Krankenhaus in Manacor · Geldautomat: Reichlich · Tankstelle: An der Ausfallstraße
- Zugänglichkeit
- Asphaltierte Wege, Buchtzugänge meist flach angelegt · Kinderwagen: Zu den meisten Buchten machbar · Rollstuhl: Viele Zugänge barrierearm — an dieser Küste die Ausnahme · Hunde: An den Badebuchten in der Saison nicht erlaubt
- Gibt es nicht
- Gewachsener Ortskern · Hochhäuser · Langer durchgehender Strand · Ganzjähriger Betrieb
- Koordinaten
- 39.3739,3.2314 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Cala d'Or
Warum sieht Cala d'Or aus wie Ibiza?
Weil es so geplant wurde. Der Ort entstand ab den 1930er-Jahren nach Entwürfen von Josep Costa Ferrer, der von Ibiza stammte und die Architektur seiner Heimat übernahm: weiße, kubische, niedrige Bauten. Die Gemeinde hielt über Jahrzehnte daran fest, sodass keine großen Hotelanlagen wie an der Playa de Palma entstanden.
Welche Buchten gehören zu Cala d'Or?
Acht: Cala Gran — die größte, mit fast weißem feinem Sand —, die namengebende Cala d'Or, Cala Esmeralda, Cala Ferrera, Cala Serena, Cala Egos, Cala d'es Forti und Cala Llonga mit der Marina. Sie liegen alle zwischen der Bebauung und sind zu Fuß oder mit der Bummelbahn erreichbar.
Ist Cala d'Or für Familien geeignet?
Ja, das ist die Stärke des Orts. Die Buchten haben ausgedehnte Flachwasserzonen, die Zugänge sind meist flach angelegt und teilweise barrierearm, und die Wege zwischen den Stränden sind kurz. Entsprechend voll wird es in der Familienhochsaison im Juli und August.
Braucht man in Cala d'Or ein Auto?
Nein. Die Buchten liegen zu Fuß beieinander, dazu fährt in der Saison mehrmals täglich eine Bummelbahn zwischen den Stränden. Für Ausflüge nach Santanyí, in den Naturpark Mondragó oder zu den Höhlen ist ein Auto praktisch, für den Alltag im Ort nicht nötig.
Was ist Es Fortí?
Eine alte Festung über der Einfahrt zur Cala Llonga, die früher den Hafen schützte. Heute ist sie eine historische Sehenswürdigkeit am Rand der Marina Portocari — und einer der wenigen Bauten im Ort, die älter sind als der Ferienort selbst.
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