Campanet
Landdorf · 140 m · 2.600 Einwohner
Ein Dorf am Fuß der Tramuntana mit einer ungewöhnlich großen Kirche, einem weiten Platz unter Bäumen — und zwei Naturzielen vor der Tür: den Höhlen und den Fonts Ufanes, die nur nach starkem Regen fließen.
- Region
- Raiguer
- Einwohner
- 2.600
- Höhe
- 140 m
- Flughafen
- 42 km , rund 40 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer nach starkem Regen in der Nähe ist — dann sind die Fonts Ufanes einmalig
- Wer die Höhlen sehen will, ohne im Reisebus zu sitzen
- Wer einen ruhigen Halt zwischen Inca und der Tramuntana sucht
- Radfahrer; hier beginnt der Anstieg Richtung Lluc
Passt nicht, wenn
- Wer die Fonts Ufanes im Sommer sehen will — dann führen sie kein Wasser
- Wer baden will
- Wer Auswahl an Lokalen braucht
- Wer eine Sehenswürdigkeit im Ort selbst erwartet
Saisonkompass — wann Campanet lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.
Campanet selbst ist ein ruhiges Dorf: ein Platz mit Bäumen, eine Kirche, die für zweitausendsechshundert Einwohner zu groß wirkt, ein paar Bars. Man ist in einer halben Stunde durch. Der Grund herzukommen liegt zwei Kilometer weiter, und er lässt sich nicht planen. Die Fonts Ufanes treten nur nach starkem Regen aus dem Boden eines Steineichenwaldes — dann quillt das Wasser überall zwischen den Wurzeln hervor und wird binnen Stunden zu einem Bach. Wochenlang ist dort nichts zu sehen. Ich halte das für eines der wenigen Naturerlebnisse der Insel, die man sich nicht kaufen kann: Man muss zufällig zur richtigen Zeit da sein.
Was Campanet ist
Ein Dorf von rund 2.600 Einwohnern im Raiguer, dort, wo die Ebene an die Tramuntana stößt. Es hat einen weiten Platz unter Bäumen, ein paar Bars und eine Pfarrkirche, die für die Ortsgröße auffallend groß ausfällt.
Im Ort selbst ist man in einer halben Stunde durch. Der Grund herzukommen liegt draußen.

Die Fonts Ufanes
Zwei Kilometer nördlich, auf dem Landgut Gabellí Petit, liegt seit 2001 ein Naturdenkmal, das es so kein zweites Mal gibt: Nach ergiebigem Regen tritt Wasser überall zwischen den Wurzeln eines Steineichenwaldes aus dem Boden — nicht aus einer Quelle, sondern flächig — und wird binnen Stunden zu einem breiten Bach, der das Tal hinabläuft.
Das passiert meist zwischen November und März und oft nur für wenige Tage. Den Rest des Jahres ist der Wald trocken. Man kann es nicht planen, nur erwischen, und wer vorher anruft, spart sich die Fahrt umsonst.

Die Höhlen
Die Coves de Campanet sind kleiner als die großen Tropfsteinhöhlen im Osten, weniger inszeniert und deutlich weniger besucht. Wer die Coves del Drac kennt, findet hier keine Steigerung — aber einen wesentlich angenehmeren Besuch.
Wann man kommt
März ist der beste Monat: alles grün, angenehme Temperaturen, und die Quellen können noch laufen. Oktober und November sind die zweite Gelegenheit, weil dann die ersten Herbstregen fallen.
Im Juli und August ist es zu heiß und der Wald trocken. Dann gibt es keinen Grund für die Fahrt.
Und ein Regentag ist hier ausdrücklich kein verlorener Tag — im Gegenteil.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Campanet tut
Drei Stunden
Durch den Ort zur Kirche und über den Platz, dann hinaus zu den Coves de Campanet.
Ein halber Tag
Zusätzlich zu Fuß in den Wald zu den Fonts Ufanes — von der Straße rund zwanzig Minuten durch Steineichen.
Ein ganzer Tag
Zusammen mit Inca, Búger oder der Fahrt nach Lluc über die Tramuntana.
Bei Regen
Der beste Ort dafür auf der ganzen Insel: Die Höhlen sind ohnehin unter Dach — und wenn es lange genug geregnet hat, laufen die Fonts Ufanes.
Praktisch
- Parken
- Am Ortsrand und an den Plätzen unproblematisch, kostenfrei
- Öffentlich
- Vereinzelte Verbindungen ab Inca
- Zeitbedarf
- Eine halbe Stunde im Ort, mit Höhlen und Quellen ein halber Tag
- Hinweis
- Die Fonts Ufanes führen nur nach ergiebigem Regen Wasser, meist zwischen November und März und oft nur für wenige Tage. Ohne Regen ist der Weg trotzdem schön, aber der Grund fehlt — vorher erkundigen lohnt sich.
- Bus
- Vereinzelte Verbindungen ab Inca
- Versorgung
- Supermarkt: Kleine Läden im Ort · Apotheke: Im Ort · Arzt: Sprechstunde im Ort, Krankenhaus in Inca · Geldautomat: Am Platz · Tankstelle: In Inca
- Zugänglichkeit
- Gepflasterte Straßen im Ort; Waldweg zu den Quellen unbefestigt · Kinderwagen: Im Ort machbar, im Wald nur bedingt · Rollstuhl: Ort weitgehend befahrbar, Höhlen und Waldweg nicht · Hunde: Im Ort unproblematisch, im Schutzgebiet angeleint
- Gibt es nicht
- Strand · Hotels im Ort · Nennenswerte Gastronomie · Verlässliches Wasser in den Fonts Ufanes
- Koordinaten
- 39.7667,2.9667 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Campanet
Was sind die Fonts Ufanes?
Ein Naturdenkmal auf dem Landgut Gabellí Petit bei Campanet, seit 2001 geschützt. Nach starkem Regen tritt Wasser überall zwischen den Wurzeln eines Steineichenwaldes aus dem Boden und wird binnen Stunden zu einem breiten Bach. Ohne Regen ist der Wald trocken — das Schauspiel lässt sich nicht planen.
Wann führen die Fonts Ufanes Wasser?
Meist zwischen November und März, einige Stunden nach ergiebigem Regen, und oft nur für wenige Tage. Im Sommer sind sie trocken. Wer eigens hinfährt, sollte sich vorher erkundigen.
Lohnen sich die Coves de Campanet?
Als ruhigere Alternative zu den großen Tropfsteinhöhlen im Osten: ja. Sie sind kleiner, weniger inszeniert und deutlich weniger besucht. Wer die Coves del Drac schon kennt, findet hier keine Steigerung, aber einen angenehmeren Besuch.
Was gibt es in Campanet selbst zu sehen?
Die Pfarrkirche, die für ein Dorf dieser Größe ungewöhnlich groß ausfällt, den weiten Platz unter Bäumen und die Gassen dahinter. In einer halben Stunde ist man durch — der Ort ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel.
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