Muro
Stadt · 35 m · 7.300 Einwohner
Fünf Kilometer hinter der Platja de Muro liegt der Ort, der ihr den Namen gibt — und niemand fährt hin. Dabei steht hier eine spätgotische Kirche mit einem Glockenturm, der über eine Brücke angebunden ist, und ein Museum in einem Herrenhaus von 1600.
- Region
- Pla de Mallorca
- Einwohner
- 7.300
- Höhe
- 35 m
- Flughafen
- 48 km , rund 45 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen Tagesausflug
Passt zu dir, wenn
- Wer an der Platja de Muro wohnt und einen halben Tag ohne Strand will
- Wer sich für ländliche Kultur interessiert — das Museu Etnològic ist ernst gemeint
- Wer einen Regentag im Norden füllen muss
- Wer sehen will, wie eine mallorquinische Kleinstadt ohne Tourismus funktioniert
Passt nicht, wenn
- Wer baden will — bis zum Wasser sind es fünf Kilometer
- Wer viel Betrieb und Auswahl sucht
- Wer im Hochsommer mittags kommt; dann ist der Ort im Schlaf
- Wer Nachtleben erwartet
Saisonkompass — wann Muro lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.
Fünf Kilometer hinter der Platja de Muro liegt der Ort, der ihr den Namen gibt — und er ist deutlich lebendiger, als die meisten Strandgäste vermuten. Morgens ist der Hauptplatz Treffpunkt der Radfahrer: Wer die Runde durch den Pla nach Sineu fährt, startet oder pausiert hier, und um neun stehen die Räder reihenweise vor den Cafés. Danach wird es ruhig, und dann lohnt sich der Rundgang. Muro hat eine große spätgotische Kirche, deren Glockenturm frei danebensteht und über eine schmale Brücke mit dem Kirchenschiff verbunden ist — so etwas findet man auf der Insel kein zweites Mal. Dazu ein sehenswertes volkskundliches Museum in einem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert und eine Arena, die in einen alten Steinbruch hineingebaut wurde. Zwei Stunden genügen, und man hat gesehen, dass der Norden mehr zu bieten hat als seinen Strand.
Der Ort hinter dem Strand
An der Platja de Muro verbringen jedes Jahr zehntausende Gäste ihre Woche. Der Ort, der ihr den Namen gibt, liegt fünf Kilometer landeinwärts — eine Kleinstadt mit rund 7.300 Einwohnern, die das ganze Jahr über funktioniert.
Das ist der Unterschied zur Küste: Während dort zwischen November und März vieles geschlossen ist, laufen hier Läden, Lokale und Alltag einfach weiter.
Morgens gehört der Ort den Radfahrern. Muro liegt günstig für die klassische Runde durch den Pla — von hier geht es über Llubí und Sineu und wieder zurück. Wer früh auf dem Hauptplatz ankommt, findet Räder an jeder Hauswand und Cafés, die auf genau dieses Publikum eingestellt sind.

Die Kirche mit der Brücke
Sant Joan Baptista stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist ein wuchtiger spätgotischer Bau. Ihre Besonderheit steht daneben: ein freistehender, quadratischer Glockenturm, der über eine schmale Brücke mit dem Kirchenschiff verbunden ist.
Diese Kombination — gotischer Bau, quadratischer Turm, verbindende Brücke — gibt der Kirche ein fast arabisches Aussehen und macht sie unverwechselbar. Auf Mallorca gibt es das so kein zweites Mal.

Das Museum
Das Museu Etnològic in der Carrer Major 15 ist die Außenstelle des Museums von Mallorca für ländliche Alltagskultur — und es ist deutlich besser, als der schlichte Name vermuten lässt.
Untergebracht ist es in einem Herrenhaus der Familie Simó aus dem 17. Jahrhundert, einem der schönsten Bürgerhäuser des Ortes. Später gehörte es dem Architekten Gabriel Alomar i Esteve, der es dem Museum überließ.
Gezeigt wird, wie auf dem Land gelebt und gearbeitet wurde: Möbel und Hausrat aus mallorquinischen Bauernhäusern, eine vollständig eingerichtete Schmuckwerkstatt, Werkzeug der alten Handwerke, Trachten und Musikinstrumente. Im Innenhof steht ein Schöpfrad, mit dem früher das Grundwasser gehoben wurde — in einer Gegend, die auf trockengelegtem Sumpfland liegt, war das die entscheidende Technik.
Die Räume sind so belassen, wie ein Herrenhaus dieser Zeit aufgebaut war: unten Wirtschaft und Küche, oben die Wohnräume. Das erklärt mehr über den Alltag im Pla als jede Vitrine.
Für den Rundgang sollte man eine Stunde einplanen. Die Öffnungszeiten sind begrenzt und wechseln — vor der Fahrt nachsehen.

Die Arena
Am Ortsrand steht eine Arena, die in einen alten Steinbruch gebaut wurde und deshalb tiefer liegt als die Straße. Ob dort noch Veranstaltungen stattfinden, ändert sich; wie in Alcúdia sind die Corridas auf Mallorca stark zurückgegangen.
Wann man kommt
Mai und Oktober sind am angenehmsten. Am 24. Juni ist Sant Joan Baptista, das Patronatsfest auf dem großen Hauptplatz — das erste große Sommerfest der Gegend.
Im Juli und August staut sich im Landesinneren die Hitze; wer kommt, geht vormittags.
Und bei Regen ist Muro eine der besseren Adressen im Norden: Museum, Kirche und Lokale sind überdacht, und man steht dabei nicht zwischen Ausflugsbussen wie in Alcúdia.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Muro tut
Drei Stunden
Zur Kirche Sant Joan Baptista und um sie herum — wegen des Glockenturms und der Brücke. Dann ins Museu Etnològic in der Carrer Major, danach Kaffee am Platz.
Ein halber Tag
Zusätzlich die Arena am Ortsrand und ein Gang durch die Gassen der Altstadt.
Ein ganzer Tag
Vormittags Muro, mittags in den Naturpark s'Albufera zum Vogelbeobachten, nachmittags an die Platja de Muro. Alle drei liegen in zehn Fahrminuten.
Bei Regen
Einer der besseren Regentage im Norden: Museum, Kirche und Lokale sind überdacht, und niemand außer den Einheimischen ist unterwegs.
Feste im Jahreslauf
- 24. Juni — Sant Joan Baptista Patronatsfest auf dem großen Hauptplatz — das erste große Sommerfest der Gegend.
Praktisch
- Parken
- Im Ort unproblematisch und kostenfrei
- Öffentlich
- Verbindungen ab Alcúdia, Can Picafort, Sa Pobla und Inca
- Zeitbedarf
- Zwei bis drei Stunden
- Hinweis
- Das Museu Etnològic liegt in der Carrer Major 15 und gehört zum Museum von Mallorca. Öffnungszeiten vorher prüfen — es ist kein Ganztagsbetrieb.
- Bus
- Verbindungen ab Alcúdia, Can Picafort, Sa Pobla und Inca
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere im Ort, ganzjährig · Apotheke: Mehrere · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort, Krankenhaus in Inca · Geldautomat: Reichlich · Tankstelle: An den Ausfallstraßen
- Zugänglichkeit
- Gepflasterte Gassen, im Kern leicht ansteigend · Kinderwagen: Weitgehend machbar · Rollstuhl: Hauptachsen befahrbar · Hunde: Unproblematisch
- Gibt es nicht
- Strand · Nachtleben · Souvenirläden · Betrieb
- Koordinaten
- 39.7345,3.0554 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Muro
Ist Muro dasselbe wie Platja de Muro?
Nein. Platja de Muro ist der Strandabschnitt an der Bucht von Alcúdia, Muro der Ort rund fünf Kilometer landeinwärts. Beide gehören zur selben Gemeinde, haben aber nichts miteinander gemein: hier eine Kleinstadt mit Kirche, Museum und Arena, dort fünfeinhalb Kilometer Sand.
Was ist an der Kirche von Muro besonders?
Die Pfarrkirche Sant Joan Baptista stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist ein wuchtiger spätgotischer Bau. Ihre Besonderheit ist der freistehende, quadratische Glockenturm, der über eine schmale Brücke mit dem Kirchenschiff verbunden ist — ein Detail, das die Kirche unverwechselbar macht und ihr zusammen mit dem Turm ein fast arabisches Aussehen gibt.
Was zeigt das Museu Etnològic in Muro?
Ländliche Alltagskultur Mallorcas: traditionelle Möbel, eine Schmuckwerkstatt und im Garten ein Schöpfrad. Untergebracht ist es in einem Herrenhaus der Familie Simó aus dem 17. Jahrhundert in der Carrer Major 15. Es gehört zum Museum von Mallorca.
Gibt es in Muro eine Stierkampfarena?
Ja, am Ortsrand steht eine Arena, die in einen alten Steinbruch gebaut wurde. Ob dort noch Veranstaltungen stattfinden, ändert sich — wie in Alcúdia sind die Corridas auf Mallorca stark zurückgegangen.
Lohnt sich Muro als Regentagsziel?
Ja, es ist eine der besseren Adressen im Norden. Museum, Kirche und Lokale sind überdacht, der Ort ist ganzjährig in Betrieb, und anders als in Alcúdia steht man dabei nicht zwischen Ausflugsbussen.
Was in Reichweite liegt
Sehenswürdigkeiten
In der Umgebung
Eine kleine Wallfahrtskapelle unter Kiefern bei Sa Pobla, an der Stelle einer Siedlung, die es vor dem Ort gab …
Eine kleine neugotische Kirche auf einem bewaldeten Hügel im Hinterland von Son Serra de Marina — ein spitzer Turm …
Die kleinste und stillste der großen Tropfsteinhöhlen Mallorcas — ohne Bootsfahrt, ohne Lichtshow, mit einer …
Eine der ältesten Kirchen der Insel, allein zwischen Feldern vor Campanet. Nach der Eroberung von 1229 auf einer …
Ein Gräberfeld aus der Talayotzeit, unmittelbar am Wasser zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina: rund 110 …
Die Ruinen der römischen Stadt, aus der Alcúdia hervorging. Im Jahre 123 vor Christus gegründet, für Jahrhunderte …
Ein Wallfahrtsort auf dem Puig de Bonany über Petra, 317 Meter hoch. Bis 1990 lebten hier Einsiedler; von der …
Eine kleine Wallfahrtskirche auf einem Hügel über Sant Joan, erreichbar über eine breite Steintreppe. Ein …
Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.
Wo man von hier aus badet
Strände und Bademöglichkeiten im Umfeld
Aus einem Fischerdorf von 1860 wurde eine reine Touristenhochburg — und der Ort macht kein Geheimnis daraus. Dafür …
Der Abschnitt der Bucht von Alcúdia, an dem keine Hotelzeile steht, sondern Dünen und Kiefern. Sechs Kilometer …
Von hier aus
Lage auf der Insel
2 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
3 Orte an dieser Stelle
4 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle
2 Orte an dieser Stelle