Mirador Es Colomer
· Gemeinde Pollença · 232 m
Der bekannteste Aussichtspunkt Mallorcas, 232 Meter über dem Meer auf der Halbinsel Formentor. Eine Betonterrasse auf einem Felssporn, ein Treppenweg zu einem höheren Punkt, und darüber der Wachturm von Albercutx. Wer vor zehn Uhr kommt, findet noch einen Parkplatz und Platz an der Brüstung — später wird es hier voll.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Pollença
- Höhe
- 232 m
- Flughafen
- 70 km , rund 75 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer einen Aussichtspunkt sucht, der den Ruf tatsächlich verdient
- Frühaufsteher — vor zehn Uhr gibt es Parkplätze und Platz an der Brüstung
- Radfahrer; die Auffahrt ist ein Klassiker und löst das Parkproblem
- Wer die Nordküste in einem Bild verstehen will
Passt nicht, wenn
- Wer Ruhe erwartet — zwischen elf und siebzehn Uhr stehen hier Busse
- Wer windempfindlich ist; es zieht hier fast immer
- Wer Höhe schlecht verträgt: die Terrasse steht auf einem senkrecht abfallenden Felsen
- Wer sicher mit dem Auto hochkommen will, ohne auf die Zufahrtsregelung zu achten
Saisonkompass — wann Mirador Es Colomer lohnt
Lohnt in März, April, Mai, September, Oktober und November.
Am liebsten komme ich mit dem Rad herauf. Das ist einmal kräftiges Training, und ich habe kein Parkplatzproblem — das größte Ärgernis hier oben löst sich damit von selbst. Der Rest ist schnell gesagt: Von so hoch oben auf das Meer zu schauen ist eindrucksvoll und gleichzeitig entspannend, und beides zusammen bekommt man nicht oft. Am schönsten ist es früh: Wer vor zehn Uhr hier ist, stellt das Auto ohne Suchen ab und steht in Ruhe an der Brüstung. Ab dem späten Vormittag füllen sich Parkbucht und Terrasse, und man wartet, bis vorne ein Platz frei wird. Das gilt zu jeder Jahreszeit, wenn das Wetter stimmt. Mitbringen sollte man etwas gegen den Wind. Der weht hier fast immer, im Frühjahr und Herbst kräftig.
Was den Mirador Es Colomer ausmacht
Es gibt auf Mallorca viele Miradores, und die meisten sind eine Parkbucht mit einer Mauer davor. Dieser hier ist etwas anderes. Er steht auf einem Felssporn, der zweihundert Meter senkrecht ins Meer abfällt, und von seiner Terrasse aus sieht man die gesamte Nordküste der Halbinsel Formentor: Klippen, die sich in immer helleren Blautönen staffeln, bis ganz hinten die Felsen des Kaps stehen.
Gebaut wurde er 1961, zusammen mit der Straße zum Leuchtturm. Verantwortlich war der Ingenieur Antonio Parietti Coll aus Palma — derselbe, der der Insel die Serpentinen hinunter nach Sa Calobra gebaut hat. Beide Straßen sind bis heute Sehenswürdigkeiten, was man von wenigen Ingenieurbauten sagen kann.

Zwei Punkte, nicht einer
Das übersehen viele. Gleich am Anfang, keine fünfzig Meter vom Parkplatz, liegt eine halbrunde gemauerte Terrasse auf einem vorspringenden Felsen. Die meisten Besucher gehen dorthin, machen ihr Bild und fahren wieder.
Der eigentliche Aussichtspunkt liegt höher. Ein befestigter Weg führt über das Plateau, dann über Treppen hinauf zu einer zweiten Plattform. Zehn bis fünfzehn Minuten, je nachdem wie voll es ist und wie oft man stehen bleibt — und stehen bleibt man oft. Für normal gehfähige Menschen ist der Weg problemlos, er ist durchgehend befestigt und hat Geländer. Nur Kinderwagen und Rollstuhl kommen nicht mit hinauf.
Von oben sieht man in beide Richtungen. Nach Nordosten läuft die Halbinsel bis zum Kap, nach Südwesten liegt die Bucht von Pollença, und oben auf dem Grat steht der Wachturm.

Vor zehn Uhr
Das ist der einzige Rat, den man zu diesem Ort geben muss, und er gilt zu jeder Jahreszeit. Vor zehn Uhr ist die Zufahrt frei, der Parkplatz leer, die Terrasse nicht besetzt, und das Licht kommt flach von der Seite. Danach kommen die Busse.
Es ist kein Ort für lange Aufenthalte — die meisten bleiben zwanzig bis dreißig Minuten, und das ist auch der Grund, warum der Parkplatz trotz Überfüllung ständig in Bewegung ist. Wer eine Runde wartet, bekommt meist einen Platz. Nur ist das ein zäher Anfang für einen Besuch.
Der zweite kritische Zeitpunkt ist der späte Nachmittag im Hochsommer, wenn alle zum Sonnenuntergang kommen. Dann ist es hier am vollsten, und wer nur wegen des Lichts heraufgefahren ist, teilt es sich mit sehr vielen anderen.
Über das Jahr gesehen sind März bis Mai und September bis November die besten Monate. Im Winter ist es sehr ruhig, aber das Wetter entscheidet: Bei klarer, trockener Lage ist die Fernsicht großartig, bei Wolken bleibt nur der Wind. Ein Blick auf die Vorhersage lohnt sich, bevor man die zwanzig Kilometer fährt.

Die Zufahrtsregelung, und was sie wirklich bedeutet
Hier wird oft Falsches erzählt, deshalb genau: Die Halbinsel ist im Sommer nicht vollständig gesperrt. Die Regelung teilt die Straße in zwei Abschnitte.
Der erste Abschnitt von Port de Pollença bis zur Platja de Formentor — und in dem liegt der Mirador — bleibt für Privatfahrzeuge offen, solange der Parkplatz an der Platja de Formentor noch Kapazität hat. Ist er voll, wird die Schranke bei Port de Pollença geschlossen. Dann kommt man mit dem eigenen Wagen nicht mehr bis hierher.
Der zweite Abschnitt ab der Platja de Formentor bis zum Leuchtturm ist während der Sperrzeiten tatsächlich nur für Busse, Fahrräder und berechtigte Fahrzeuge frei. Mietwagen dürfen dort nicht weiter.
2026 gilt das vom 15. Mai bis einschließlich 18. Oktober, täglich von 10 bis 22 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten ist alles frei. Und der Bus der Linie 334 hält ohnehin direkt am Mirador — er ist während der Sperrzeiten die verlässlichste Art herzukommen.

Der Wachturm von Albercutx
Er steht rund hundertfünfzig Meter höher als der Mirador, auf dem Grat, und man sieht ihn von der Terrasse aus. Errichtet wurde er um 1595 als Teil der Kette von Wachtürmen, mit denen die Insel ihre Küsten überwachte. Von hier oben wurde Alarm weitergegeben, wenn am Horizont Korsarensegel auftauchten — an einer Küste, die genau davon jahrhundertelang bedroht war.
Zum Turm hinauf führt eine Stichstraße, und die ist eine eigene Entscheidung. Der Camí de la Talaia d’Albercutx ist mit dem Auto grundsätzlich befahrbar, aber sehr schmal, steil und teilweise holprig, ohne durchgehende Randabsicherung. Bei Gegenverkehr wird es problematisch. Oben gibt es sehr wenig Platz zum Wenden und Parken, und im oberen Bereich steht eine Schranke, vor der nur wenige Fahrzeuge stehen können.
Zu Fuß oder mit dem Rad ist der Weg die deutlich bessere Idee. Der Blick von dort oben reicht über beide Buchten gleichzeitig.

Der Wind
Er gehört dazu. Der Sporn steht frei über der Nordküste, es gibt keinen Windschutz und keinen Schatten, und im Frühjahr und Herbst weht es kräftig. Eine Jacke gehört auch an einem warmen Tag ins Auto — und Hüte bleiben besser dort.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Mirador Es Colomer tut
Drei Stunden
Früh hoch, die untere Terrasse, dann den Treppenweg zum oberen Aussichtspunkt — zehn bis fünfzehn Minuten, je nachdem wie oft man stehen bleibt. Zurück über Port de Pollença.
Ein halber Tag
Mirador, dann weiter zur Platja de Formentor und, wenn die Straße offen ist, bis zum Leuchtturm. Wer sportlich ist, nimmt stattdessen die Stichstraße hinauf zur Talaia d'Albercutx — zu Fuß oder mit dem Rad die bessere Idee.
Bei Regen
Nicht hier. Ohne Sicht bleibt nur Wind, und die Treppen werden rutschig.
Praktisch
- Parken
- Mehr als eine Straßenbucht, aber kein abgetrennter Besucherparkplatz — begrenzte Kapazität, an der auch Reisebusse halten. In der Hauptsaison häufig voll, dafür mit hohem Wechsel, weil die meisten nur zwanzig bis dreißig Minuten bleiben. Wenden oder Zurücksetzen kann bei viel Verkehr unangenehm werden.
- Öffentlich
- Linie 334 hält direkt am Mirador
- Zeitbedarf
- Zwanzig Minuten für die untere Terrasse, eine gute Stunde mit dem Treppenweg
- Hinweis
- Der Zugang zum Aussichtspunkt selbst ist frei und jederzeit möglich. Wovon es abhängt, ob Sie mit dem eigenen Auto herkommen, ist die Zufahrtsregelung für die Halbinsel — siehe den eigenen Abschnitt weiter unten.
- Bus
- Die TIB-Linie 334 fährt von Alcúdia über Port de Pollença auf die Halbinsel und hält ausdrücklich am Mirador Es Colomer, danach an der Platja de Formentor, an der Cala Figuera und am Leuchtturm.
- Zugänglichkeit
- Betonwege und Treppenstufen, durchgehend befestigt · Kinderwagen: Untere Terrasse ja, der Treppenweg nach oben nicht · Rollstuhl: Untere Terrasse eingeschränkt erreichbar, der obere Punkt nicht · Hunde: Angeleint
- Gibt es nicht
- Café oder Kiosk · Schatten · Windschutz · Ein richtiger Parkplatz
- Koordinaten
- 39.9256,3.1064 Google Maps Apple Karten
Die Zufahrtsregelung auf die Halbinsel Formentor
| Abschnitt | Für Privatfahrzeuge | Bus, Rad, Berechtigte |
|---|---|---|
| Port de Pollença bis Platja de Formentor (hier liegt der Mirador) | offen, solange der Parkplatz an der Platja de Formentor Kapazität hat — sonst Schranke zu | frei |
| Platja de Formentor bis Leuchtturm | gesperrt | frei |
Gilt 2026 vom 15. Mai bis einschließlich 18. Oktober, täglich von 10 bis 22 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten und Monate ist die Straße für alle frei. Die Regelung wird jährlich neu festgelegt — vor der Fahrt beim Rathaus Pollença oder beim TIB nachsehen.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Mirador Es Colomer
Ist der Mirador Es Colomer im Sommer mit dem Auto erreichbar?
Meistens ja, aber nicht verlässlich. Die Zufahrtsregelung gilt 2026 vom 15. Mai bis 18. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr. Der Mirador liegt im ersten Streckenabschnitt zwischen Port de Pollença und der Platja de Formentor, und der ist für Privatfahrzeuge offen, solange der Parkplatz an der Platja de Formentor noch Kapazität hat. Ist er voll, wird die Schranke in Port de Pollença geschlossen — dann kommt man mit dem eigenen Wagen nicht mehr bis zum Mirador. Wer sichergehen will, fährt vor 10 Uhr.
Kommt man mit dem Bus zum Mirador Es Colomer?
Ja. Die TIB-Linie 334 fährt von Alcúdia über Port de Pollença und hält ausdrücklich am Mirador Es Colomer, danach an der Platja de Formentor, an der Cala Figuera und am Leuchtturm von Formentor. Während der Sperrzeiten ist der Bus für den Abschnitt hinter der Platja de Formentor sogar die einzige Möglichkeit — dort dürfen Mietwagen nicht weiterfahren.
Wie lange dauert der Treppenweg zum oberen Aussichtspunkt?
Etwa zehn bis fünfzehn Minuten, je nachdem wie voll es ist und wie oft man stehen bleibt. Für normal gehfähige Menschen ist der Weg problemlos machbar — er ist durchgehend befestigt und hat Geländer. Kinderwagen und Rollstuhl kommen allerdings nur bis zur unteren Terrasse.
Wie ist die Parksituation am Mirador Es Colomer?
Es gibt mehr als eine einzelne Straßenbucht, aber keinen abgetrennten Besucherparkplatz. Die Kapazität ist begrenzt, und Reisebusse halten dort ebenfalls. In der Hauptsaison ist es häufig voll, dafür wechselt es schnell, weil die meisten Besucher nur zwanzig bis dreißig Minuten bleiben. Wenden oder Zurücksetzen kann bei viel Verkehr unangenehm werden.
Kann man zur Talaia d'Albercutx hochfahren?
Mit dem Auto grundsätzlich ja, aber es ist keine gute Idee. Der Camí de la Talaia d'Albercutx ist sehr schmal, steil und teilweise holprig, ohne durchgehende Randabsicherung, und bei Gegenverkehr wird es problematisch. Oben ist sehr wenig Platz zum Wenden und Parken, und im oberen Bereich steht eine Schranke, vor der nur wenige Fahrzeuge stehen können. Zu Fuß oder mit dem Rad ist der Weg die deutlich entspanntere Wahl.
Wann ist die beste Zeit für den Mirador Es Colomer?
Vor zehn Uhr morgens, und zwar zu jeder Jahreszeit, solange das Wetter stimmt. Dann ist die Zufahrt frei, der Parkplatz leer und die Terrasse nicht voll besetzt. Über das Jahr gesehen sind März bis Mai sowie September bis November am besten. Im Winter ist es sehr ruhig, aber die Aussicht hängt stark vom Wetter ab — dann lohnt sich der Blick auf die Vorhersage, bevor man losfährt.
Wie windig ist es am Mirador?
Fast immer, und im Frühjahr und Herbst kräftig. Der Sporn steht frei über der Nordküste, es gibt keinen Windschutz und keinen Schatten. Eine Jacke gehört auch an einem warmen Tag ins Auto.
Wer hat den Mirador Es Colomer gebaut?
Der Ingenieur Antonio Parietti Coll aus Palma. Die Terrasse entstand 1961 zusammen mit der Straße zum Leuchtturm von Formentor. Von demselben Planer stammen auch die Serpentinen hinunter nach Sa Calobra — er hat der Insel zwei ihrer bekanntesten Straßen gebaut.
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