Santa Ponça
Küstenort · Gemeinde Calvià · 10 m · 11.500 Einwohner
Ein großer Badeort im Südwesten mit breitem Sandstrand, Yachthafen und vorgelagerten Inseln. Hier landete 1229 Jaume I. — daran erinnert ein Steinkreuz über der Bucht.
- Region
- Migjorn
- Gemeinde
- Calvià
- Einwohner
- 11.500
- Höhe
- 10 m
- Flughafen
- 26 km , rund 25 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen ganzen Aufenthalt
Passt zu dir, wenn
- Familien; der Strand fällt flach ab und ist breit
- Wer schnorcheln oder tauchen will — Illes Malgrats und El Toro
- Wer mit dem Boot kommt; es gibt einen großen Yachthafen
- Wer Infrastruktur will und trotzdem in zwanzig Minuten in Palma sein möchte
Passt nicht, wenn
- Wer einen ursprünglichen Ort sucht
- Wer im Hochsommer Ruhe erwartet
- Wer ohne Menschen baden will
- Wer historische Bausubstanz sehen möchte
Saisonkompass — wann Santa Ponça lohnt
Lohnt in März, April, Mai, September und Oktober. Eher meiden in Juli und August.
Santa Ponça ist ein Ort, den man auf den ersten Blick abhakt: eine Hotelzeile hinter einem breiten Sandstrand, dahinter Wohnanlagen den Hang hinauf, im Sommer voll. Wer nur darauf schaut, übersieht drei Dinge. Die Bucht selbst ist gut geschnitten, das Wasser hell und flach abfallend, und weil sie nach Süden offen liegt, ist sie an ruhigen Tagen ausgesprochen klar. Vor der Küste liegen die Illes Malgrats als Meeresschutzgebiet, und wer schnorchelt, sieht dort mehr als an den meisten Stellen der Insel. Und über der Bucht steht ein Steinkreuz an der Stelle, an der 1229 die Truppen Jaumes I. an Land gingen — von dort beginnt die Geschichte des heutigen Mallorca. Ich komme im Frühjahr oder Oktober her, gehe zum Kreuz, fahre die Buchten ab und lasse den Hochsommer denen, die ihn buchen.
Was Santa Ponça ist
Ein großer Badeort in der Gemeinde Calvià, rund 25 Autominuten von Palma. Breiter Sandstrand, Hotelzeile, Wohnanlagen den Hang hinauf, ein Yachthafen und mehrere kleinere Buchten an den Rändern.
Ursprünglich ist hier nichts. Die Bucht dafür schon.

Hier begann die Eroberung Mallorcas
Wer heute an diesem Strand liegt, liegt an der Stelle, an der die Geschichte der Insel eine andere Richtung nahm. Es lohnt sich, das einmal in Ruhe zu erzählen.
Jakob I. von Aragón war einundzwanzig Jahre alt, als er die Sache angriff. Mallorca war damals seit über dreihundert Jahren muslimisch — Madina Mayurqa, ein wohlhabender Handelsplatz, von dem aus auch Freibeuter operierten, die den katalanischen Kaufleuten zusetzten. Genau die finanzierten den Feldzug zu einem guten Teil mit: Barceloner Handelshäuser, dazu ein Bündnis aragonesischer und katalanischer Adliger.
Die Flotte segelte im September los. Warum ausgerechnet Santa Ponça? Weil diese Bucht flach ausläuft, weit offen liegt und von der Hauptstadt weit genug entfernt war, um nicht sofort auf die Verteidiger zu treffen. Man konnte Pferde und Männer an Land bringen, bevor jemand eingriff.
Am 10. September 1229 ging das Gros der Flotte hier vor Anker und landete.
Zwei Tage später kam es in den Hügeln hinter der Küste zur ersten großen Schlacht — der Schlacht von Portopí am 12. September, gegen die Truppen des Statthalters Abu Yahya. Jakobs Heer setzte sich durch, aber die Verluste waren hoch, und der Weg nach Palma dauerte noch Monate.
Die Stadt fiel am 31. Dezember 1229. Aus Madina Mayurqa wurde Palma, aus der Insel ein christliches Königreich — und rund siebzig Jahre später ließ Jakobs Enkel jene Landstädte anlegen, die man heute im Pla besichtigt.

Das Kreuz über der Bucht
Über der Landestelle steht ein steinernes Denkmal mit vergoldetem Kreuz, errichtet 1929 zum 700. Jahrestag.
Von dort oben ist der Blick über die Bucht und auf die vorgelagerten Inseln am weitesten — und man sieht ganz gut, warum die Flotte sich diese Stelle ausgesucht hat.

Wasser und Inseln
Die Bucht liegt nach Süden offen, das Wasser fällt flach ab und ist an ruhigen Tagen sehr klar. Vor der Küste liegen die Illes Malgrats, ausgewiesen als Meeresschutzgebiet.
Zum Schnorcheln geht man an die Felsränder der Bucht — im Sandbereich vor dem Hauptstrand gibt es wenig zu sehen.

Wann man kommt
April und Oktober. Im April ist alles offen und der Strand noch nicht voll, im Oktober ist das Wasser am wärmsten und der Ort wieder ruhiger.
Juli und August sind ab dem Vormittag voll — Strand wie Parkplätze. Im Winter hat ein Teil der Hotels und Lokale geschlossen.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Santa Ponça tut
Drei Stunden
Strand am Vormittag, danach hinauf zum Kreuz der Landung für den Blick über die Bucht und die Inseln.
Ein halber Tag
Zusätzlich mit Maske und Schnorchel zu den Felsen Richtung Illes Malgrats, oder mit dem Boot hinaus.
Ein ganzer Tag
Zusammen mit Peguera, Camp de Mar und El Toro — die ganze Küste des Südwestens an einem Tag.
Bei Regen
Wenig. Dann Palma, zwanzig Autominuten entfernt.
Praktisch
- Parken
- In der Saison knapp; bewirtschaftete Flächen am Strand
- Öffentlich
- Gute Verbindungen ab Palma und entlang der Küste
- Zeitbedarf
- Ein halber Tag, als Standort auch länger
- Hinweis
- Der Strand ist bewacht und hat Liegen, Duschen und Lokale. Wer schnorcheln will, geht an die Felsen an den Rändern der Bucht — im Sandbereich gibt es wenig zu sehen.
- Bus
- Gute Verbindungen ab Palma und entlang der Küste
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere im Ort · Apotheke: Mehrere · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort, Krankenhäuser in Palma · Geldautomat: Viele · Tankstelle: An der Zufahrt
- Zugänglichkeit
- Promenade und Strandzugänge eben, zum Kreuz Stufen · Kinderwagen: Im Ort und am Strand gut, zum Kreuz mühsam · Rollstuhl: Promenade und Strandzugang weitgehend möglich · Hunde: Am Hauptstrand in der Saison nicht
- Gibt es nicht
- Historischer Ortskern · Ruhe im Hochsommer · Ursprünglichkeit · Schatten am Strand ohne Miete
- Koordinaten
- 39.5150,2.4827 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santa Ponça
Was hat es mit dem Kreuz über der Bucht auf sich?
Es erinnert an die Landung der Truppen Jaumes I. im September 1229 — dem Beginn der christlichen Eroberung Mallorcas. Das Denkmal wurde 1929 zum 700. Jahrestag errichtet. Von dort oben hat man den besten Blick über die Bucht und auf die vorgelagerten Inseln.
Wo kann man in Santa Ponça schnorcheln?
An den Felsrändern der Bucht und vor den Illes Malgrats, die als Meeresschutzgebiet ausgewiesen sind. Im Sandbereich vor dem Hauptstrand gibt es dagegen wenig zu sehen.
Ist der Strand für Kinder geeignet?
Ja. Er ist breit, fällt flach ab und ist in der Saison bewacht, mit Duschen, Liegen und Lokalen in Reichweite. Nur ist er im Juli und August auch entsprechend voll.
Wie weit ist es nach Palma?
Rund 25 Autominuten über die Ma-1. Das macht Santa Ponça zu einem brauchbaren Standort für alle, die Stadt und Strand verbinden wollen.
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