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Mallorca Atlas Ort für Ort

Santuari de Sant Salvador (Artà)

· Gemeinde Artà · 182 m

Keine Kirche mit Aussicht, sondern eine Festung mit Kirche darin: Auf dem Burgberg über Artà steht eine Wehrmauer mit neun Türmen um einen Innenhof mit Palmen, Ziehbrunnen und Wallfahrtskirche. Hinauf führen 180 Stufen.

Der Santuari de Sant Salvador auf dem bewaldeten Burgberg über Artà: helle Wehrmauer mit Zinnen und Türmen, dahinter die weiße Kirche, davor grüne Hänge unter blauem Himmel.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Von unten sieht man vor allem Mauer. Genau das ist der Punkt: Das hier war zuerst eine Festung und erst danach eine Wallfahrtskirche.
Lage von Santuari de Sant Salvador (Artà) auf Mallorca Palma Alcúdia Sóller Manacor
Lage von Santuari de Sant Salvador (Artà)
Region
Llevant
Gemeinde
Artà
Höhe
182 m
Flughafen
72 km , rund 70 Minuten
Mietwagen
empfohlen
Lohnt für
einen kurzen Halt

Saisonkompass — wann Santuari de Sant Salvador (Artà) lohnt

lohnt bedingt eher nicht geschlossen Punkte = Andrang

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.

Warum ich die Treppe gehe

Man kann hochfahren. Man sollte es nicht. Der Reiz dieser Anlage liegt darin, dass sie über der Stadt liegt und nicht neben ihr — und das begreift man in den 180 Stufen zwischen den Zypressen, nicht auf dem Parkplatz. Oben erwartet Sie dann etwas Schöneres, als das Wort Wallfahrtskirche vermuten lässt: ein sehr stiller Hof mit Palmen, ein alter Ziehbrunnen, eine Mauer, auf der man einmal ringsum gehen kann, und ein Blick, der bei klarer Luft bis zur Bucht von Alcúdia reicht. Es kostet nichts, es dauert eine Dreiviertelstunde, und es ist der beste Teil eines Tages in Artà.

Friedhelm Fischer · vor Ort 2025

Santuari de Sant Salvador: zuerst Festung, dann Kirche

Der Burgberg über Artà, auf dem heute der Santuari de Sant Salvador steht, war lange vor der Wallfahrtskirche befestigt. In maurischer Zeit stand hier eine Anlage, die Almudaina hieß — dasselbe Wort, das in Palma den Königspalast bezeichnet und schlicht Burg bedeutet. Nach der Eroberung Mallorcas 1229 wurde die Moschee auf dem Berg zur christlichen Kirche umgewidmet.

Was heute den Berg umgibt, ist eine Wehrmauer mit neun Türmen, an manchen Stellen einen Meter stark; der größte trägt den Namen Sant Miquel. Der ummauerte Bezirk bildet eine Ellipse von rund 93 mal 24 Metern. Die Kirche im Inneren ist der jüngste Teil der Anlage: Sie wurde ab 1825 gebaut und 1832 geweiht.

Massiver runder Wehrturm mit Zinnenkranz am Fuß des Burgbergs von Artà, daneben die ansteigende Mauer und dichtes Grün.
Neun Türme sitzen in der Mauer — der größte ist der Turm Sant Miquel.

Warum die Zinnen jünger sind, als sie aussehen

Ein berechtigter Verdacht, wenn man vor der Mauer steht: So gleichmäßig zinnenbewehrt sah das nicht immer aus.

Der Bezirk ist über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden. Im 16. Jahrhundert richtete man ihn als Zufluchtsort her — bei Korsarenangriffen brachten sich die Bewohner von Artà hinter diesen Mauern in Sicherheit. Was danach kam, war vor allem Verfall.

Die Gestalt, die man heute sieht, stammt daher zu großen Teilen aus dem 20. Jahrhundert: Die Kirche wurde um 1900 hergerichtet und 1922 mit neuen Böden abgeschlossen, und 1967 wurde auf Betreiben der Sociedad de Amigos de los Castillos der gesamte Mauerring restauriert. Die durchgehende Zinnenreihe ist also im Wesentlichen das Ergebnis dieser Arbeiten und keine mittelalterliche Substanz.

Das macht den Ort nicht weniger sehenswert — man sollte es nur wissen, wenn man oben steht.

Blick entlang der Wehrmauer des Santuari mit einer langen Reihe spitz zulaufender Zinnen, dahinter die bewaldeten Berge des Massís d'Artà.
Die Zinnenreihe ist rekonstruiert, der Mauerkern darunter alt.

Die 180 Stufen

Der reguläre Weg hinauf beginnt an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor im Ort. Von dort führt die Calvari-Treppe mit 180 Stufen zwischen Zypressen und den Arkaden des Kreuzwegs hinauf auf den 182 Meter hohen Hügel. Gemächlich gegangen sind das zehn bis zwanzig Minuten.

Schatten gibt es unterwegs kaum. Im Juli und August sollte man diesen Aufstieg früh am Morgen oder am späten Nachmittag machen — oder auf Oktober warten.

Für alle, die die Treppe nicht schaffen, führt eine schmale asphaltierte Straße hinauf, an deren Ende einige Stellplätze liegen.

Eckturm der Festungsanlage über der Zinnenmauer, davor eine große dunkle Konifere, unten die Böschung des Burgbergs.
Von außen wirkt die Anlage geschlossen — im Inneren ist sie ein Garten.

Was einen oben erwartet

Mehr, als das Wort Wallfahrtskirche verspricht. Hinter dem Tor liegt ein Innenhof mit Palmen, steinernen Bänken und einem alten Ziehbrunnen — ein Ort, an dem man sitzen kann, ohne dass etwas passiert. Man kann auf dem Wehrgang einmal um die gesamte Anlage herumgehen; dabei dreht sich der Blick um 360 Grad: erst über die Dächer von Artà, dann über die Ebene, dann in die Berge des Massís d’Artà.

Die Kirche ist tagsüber geöffnet und innen deutlich prunkvoller als ihr Äußeres — Tonnengewölbe, Deckenfresken, ein hell gefasster Altarraum.

Der Eintritt ist frei.

Ansichten

Massiver runder Wehrturm mit Zinnenkranz am Fuß des Burgbergs von Artà, daneben die ansteigende Mauer und dichtes Grün.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Neun Türme sitzen in der Mauer — der größte ist der Turm Sant Miquel.
Blick entlang der Wehrmauer des Santuari mit einer langen Reihe spitz zulaufender Zinnen, dahinter die bewaldeten Berge des Massís d'Artà.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Die Zinnenreihe ist rekonstruiert, der Mauerkern darunter alt.
Eckturm der Festungsanlage über der Zinnenmauer, davor eine große dunkle Konifere, unten die Böschung des Burgbergs.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Von außen wirkt die Anlage geschlossen — im Inneren ist sie ein Garten.
Innenhof des Santuari mit hohen Palmen, steinernen Bänken und einem gemauerten Brunnen, dahinter die Zinnenmauer und die Berge.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Der Innenhof: Palmen, Steinbänke, ein Brunnen. Der stillste Ort im ganzen Nordosten.
Alter Ziehbrunnen mit schmiedeeisernem Gestell auf dem Hof des Santuari, dahinter Zinnenmauer, ein Turm und die Hügel im Dunst.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Der Ziehbrunnen versorgte die Anlage — auf einem Burgberg keine Nebensache.
Große Palme auf dem gepflasterten Hof des Santuari de Sant Salvador, im Hintergrund die Zinnenmauer gegen bewölkten Himmel.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Die Palmen stehen hier oben seit Generationen und geben den einzigen Schatten.
Die ockerfarbene Fassade der Wallfahrtskirche Sant Salvador mit Rosettenfenster und grünen Fensterläden, davor ein Ziehbrunnen und das alte Pilgerhaus.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Die Kirche wurde ab 1825 gebaut und 1832 geweiht — jünger als die Mauer um sie herum.
Weg auf dem Wehrgang zwischen Mauer und Kirchenwand, mit einer Palme, einer hohen Zypresse und einer Bank im Schatten.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Man kann einmal um die ganze Anlage herumgehen — dabei dreht sich der Blick um 360 Grad.
Innenraum der Wallfahrtskirche Sant Salvador mit Tonnengewölbe, Deckenfresken, dunklen Holzbänken und dem hell beleuchteten Altarraum am Ende des Mittelgangs.
Santuari de Sant Salvador (Artà)Innen überraschend prunkvoll für eine Bergkirche — und meist hat man sie für sich.

Praktisch

Parken
Wenige Stellplätze oben an der Fahrstraße. Wer die Treppe geht, stellt das Auto am Ortsrand von Artà ab.
Zeitbedarf
45 Minuten für Aufstieg, Rundgang auf der Mauer und Abstieg. Mit Kirchenbesuch eine Stunde.
Hinweis
Der Eintritt ist frei. Wer die Kirche von innen sehen will, kommt außerhalb der Mittagszeit.
Bus
Linien 411 und 412 bis Artà, von der Haltestelle zu Fuß durch den Ort
Zugänglichkeit
180 Treppenstufen oder schmale Fahrstraße; oben Kies und Natursteinplatten · Kinderwagen: Über die Treppe nicht, über die Fahrstraße eingeschränkt · Rollstuhl: Nur über die Fahrstraße, oben ebenerdig bis zum Hof · Hunde: Angeleint
Gibt es nicht
Gastronomie oben · Schatten auf der Treppe · Eintrittskasse · Barrierefreier Aufgang
Koordinaten
39.6960,3.3494 Google Maps Apple Karten

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Santuari de Sant Salvador (Artà)

Wie kommt man zum Santuari de Sant Salvador in Artà?

Zu Fuß über die Calvari-Treppe, die an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor beginnt und mit 180 Stufen zwischen Zypressen hinaufführt — zehn bis zwanzig Minuten. Alternativ über eine schmale asphaltierte Straße, an deren Ende einige wenige Stellplätze liegen.

Kostet der Santuari de Sant Salvador Eintritt?

Nein. Die Anlage ist frei zugänglich, auch der Rundgang auf der Wehrmauer. Die Kirche im Inneren ist tagsüber geöffnet, in der Mittagszeit aber oft geschlossen.

Was sieht man vom Sant Salvador aus?

Die Stadt Artà direkt unter der Mauer, dahinter die Ebene mit den Feldern des Nordostens und die Hügelketten des Massís d'Artà. Bei klarer Luft reicht der Blick bis zur Bucht von Alcúdia und zur Serra de Tramuntana am Horizont.

Wie alt ist die Anlage?

Der Berg war schon in maurischer Zeit befestigt; die Anlage hieß damals Almudaina. Nach der Eroberung 1229 wurde die Moschee zur christlichen Kirche umgewidmet. Die heutige Kirche entstand ab 1825 und wurde 1832 geweiht, die Wehrmauer mit ihren neun Türmen — darunter der Turm Sant Miquel — ist älter.

Lohnt sich der Aufstieg mit Kindern?

Ja, aber nicht in der Mittagshitze. Die 180 Stufen sind auch für Kinder gut zu schaffen, und oben ist die Anlage ein dankbares Ziel: Mauer, Türme, Innenhof, Brunnen. Kinderwagen bleiben unten — dann besser die Fahrstraße nehmen.

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Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

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Santanyí Camp de Mar Campanet Campos Can Pastilla Canyamel Castell de Capdepera Colònia de Sant Pere Coves d'Artà Coves de Campanet Coves dels Hams Deià El Toro Ermita de Betlem Es Capdellà Església de Son Serra Esporles Galilea Gorg Blau Llubí Mirador Es Colomer Mirador Es Pontàs Montuïri Necròpolis de Son Real Orient Palmanova Petra Pollentia Porreres Port de Valldemossa Porto Petro Puerto Portals Puigpunyent Randa S'Alqueria Blanca S'Estanyol de Migjorn Sa Pobla Sa Ràpita Sant Joan Sant Miquel de Campanet Santa Eugènia Santa Maria del Camí Santuari de Gràcia Santuari de Santa Llúcia Selva Sencelles Ses Covetes Ses Salines Son Carrió Son Serra de Marina Valldemossa Cala Brafi Cala Moltó Cala s'Almunia Caló des Moro Ermita de Crestatx Ermita de la Victòria Es Llombards Maria de la Salut Pina Sant Jordi Santuari de la Consolació Santuari de Consolació Torre de Son Jaumell Santuari de Sant Salvador (Artà) Palma Palma Sineu Sineu Alcúdia Alcúdia Pollença Pollença Inca Inca Sóller Sóller Andratx Andratx Felanitx Felanitx Santanyí Santanyí Cala d'Or Cala d'Or Llucmajor Llucmajor Cala Millor Cala Millor Santa Ponça Santa Ponça Cala Ratjada Cala Ratjada Petra Petra Campos Campos La Seu La Seu Es Trenc Es Trenc Sa Calobra Sa Calobra Port de Sóller Port de Sóller Santuari de Lluc Santuari de Lluc Castell de Bellver Castell de Bellver Artà Artà Muro Muro Alaró Alaró Raixa Raixa Cala Pi Cala Pi Peguera Peguera Gordiola Gordiola Sant Elm Sant Elm La Granja La Granja Binissalem Binissalem Estellencs Estellencs Portocolom Portocolom Banys Àrabs Banys Àrabs Son Marroig Son Marroig Cala Figuera Cala Figuera Can Picafort Can Picafort Porto Cristo Porto Cristo Capocorb Vell Capocorb Vell Palma Aquarium Palma Aquarium Platja de Muro Platja de Muro Port d'Alcúdia Port d'Alcúdia Port d'Andratx Port d'Andratx Santa Margalida Santa Margalida Ermita de Bonany Ermita de Bonany Platja des Carbó Platja des Carbó Port de Pollença Port de Pollença Santuari de Cura Santuari de Cura Torre des Verger Torre des Verger Jardins d'Alfàbia Jardins d'Alfàbia Cala de Sant Vicenç Cala de Sant Vicenç Castell de Santueri Castell de Santueri Palau de l'Almudaina Palau de l'Almudaina Mirador de Ricardo Roca Mirador de Ricardo Roca Far des Cap de ses Salines Far des Cap de ses Salines Búger Búger Llubí Llubí Randa Randa Selva Selva Ariany Ariany Orient Orient Algaida Algaida Bunyola Bunyola Caimari Caimari El Toro El Toro Galilea Galilea Canyamel Canyamel Esporles Esporles Montuïri Montuïri Porreres Porreres Sa Pobla Sa Pobla Gorg Blau Gorg Blau Palmanova Palmanova Pollentia Pollentia Sa Ràpita Sa Ràpita Sencelles Sencelles Son Carrió Son Carrió Banyalbufar Banyalbufar Es Capdellà Es Capdellà Puigpunyent Puigpunyent Ses Salines Ses Salines Can Pastilla Can Pastilla Cala Mesquida Cala Mesquida Cala Mondragó Cala Mondragó Santa Eugènia Santa Eugènia Puerto Portals Puerto Portals Coves dels Hams Coves dels Hams Cala d'en Marçal Cala d'en Marçal Ermita de Betlem Ermita de Betlem Coves de 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