Santuari de Sant Salvador (Artà)
· Gemeinde Artà · 182 m
Keine Kirche mit Aussicht, sondern eine Festung mit Kirche darin: Auf dem Burgberg über Artà steht eine Wehrmauer mit neun Türmen um einen Innenhof mit Palmen, Ziehbrunnen und Wallfahrtskirche. Hinauf führen 180 Stufen.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Artà
- Höhe
- 182 m
- Flughafen
- 72 km , rund 70 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Saisonkompass — wann Santuari de Sant Salvador (Artà) lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Man kann hochfahren. Man sollte es nicht. Der Reiz dieser Anlage liegt darin, dass sie über der Stadt liegt und nicht neben ihr — und das begreift man in den 180 Stufen zwischen den Zypressen, nicht auf dem Parkplatz. Oben erwartet Sie dann etwas Schöneres, als das Wort Wallfahrtskirche vermuten lässt: ein sehr stiller Hof mit Palmen, ein alter Ziehbrunnen, eine Mauer, auf der man einmal ringsum gehen kann, und ein Blick, der bei klarer Luft bis zur Bucht von Alcúdia reicht. Es kostet nichts, es dauert eine Dreiviertelstunde, und es ist der beste Teil eines Tages in Artà.
Santuari de Sant Salvador: zuerst Festung, dann Kirche
Der Burgberg über Artà, auf dem heute der Santuari de Sant Salvador steht, war lange vor der Wallfahrtskirche befestigt. In maurischer Zeit stand hier eine Anlage, die Almudaina hieß — dasselbe Wort, das in Palma den Königspalast bezeichnet und schlicht Burg bedeutet. Nach der Eroberung Mallorcas 1229 wurde die Moschee auf dem Berg zur christlichen Kirche umgewidmet.
Was heute den Berg umgibt, ist eine Wehrmauer mit neun Türmen, an manchen Stellen einen Meter stark; der größte trägt den Namen Sant Miquel. Der ummauerte Bezirk bildet eine Ellipse von rund 93 mal 24 Metern. Die Kirche im Inneren ist der jüngste Teil der Anlage: Sie wurde ab 1825 gebaut und 1832 geweiht.

Warum die Zinnen jünger sind, als sie aussehen
Ein berechtigter Verdacht, wenn man vor der Mauer steht: So gleichmäßig zinnenbewehrt sah das nicht immer aus.
Der Bezirk ist über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden. Im 16. Jahrhundert richtete man ihn als Zufluchtsort her — bei Korsarenangriffen brachten sich die Bewohner von Artà hinter diesen Mauern in Sicherheit. Was danach kam, war vor allem Verfall.
Die Gestalt, die man heute sieht, stammt daher zu großen Teilen aus dem 20. Jahrhundert: Die Kirche wurde um 1900 hergerichtet und 1922 mit neuen Böden abgeschlossen, und 1967 wurde auf Betreiben der Sociedad de Amigos de los Castillos der gesamte Mauerring restauriert. Die durchgehende Zinnenreihe ist also im Wesentlichen das Ergebnis dieser Arbeiten und keine mittelalterliche Substanz.
Das macht den Ort nicht weniger sehenswert — man sollte es nur wissen, wenn man oben steht.

Die 180 Stufen
Der reguläre Weg hinauf beginnt an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor im Ort. Von dort führt die Calvari-Treppe mit 180 Stufen zwischen Zypressen und den Arkaden des Kreuzwegs hinauf auf den 182 Meter hohen Hügel. Gemächlich gegangen sind das zehn bis zwanzig Minuten.
Schatten gibt es unterwegs kaum. Im Juli und August sollte man diesen Aufstieg früh am Morgen oder am späten Nachmittag machen — oder auf Oktober warten.
Für alle, die die Treppe nicht schaffen, führt eine schmale asphaltierte Straße hinauf, an deren Ende einige Stellplätze liegen.

Was einen oben erwartet
Mehr, als das Wort Wallfahrtskirche verspricht. Hinter dem Tor liegt ein Innenhof mit Palmen, steinernen Bänken und einem alten Ziehbrunnen — ein Ort, an dem man sitzen kann, ohne dass etwas passiert. Man kann auf dem Wehrgang einmal um die gesamte Anlage herumgehen; dabei dreht sich der Blick um 360 Grad: erst über die Dächer von Artà, dann über die Ebene, dann in die Berge des Massís d’Artà.
Die Kirche ist tagsüber geöffnet und innen deutlich prunkvoller als ihr Äußeres — Tonnengewölbe, Deckenfresken, ein hell gefasster Altarraum.
Der Eintritt ist frei.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Wenige Stellplätze oben an der Fahrstraße. Wer die Treppe geht, stellt das Auto am Ortsrand von Artà ab.
- Zeitbedarf
- 45 Minuten für Aufstieg, Rundgang auf der Mauer und Abstieg. Mit Kirchenbesuch eine Stunde.
- Hinweis
- Der Eintritt ist frei. Wer die Kirche von innen sehen will, kommt außerhalb der Mittagszeit.
- Bus
- Linien 411 und 412 bis Artà, von der Haltestelle zu Fuß durch den Ort
- Zugänglichkeit
- 180 Treppenstufen oder schmale Fahrstraße; oben Kies und Natursteinplatten · Kinderwagen: Über die Treppe nicht, über die Fahrstraße eingeschränkt · Rollstuhl: Nur über die Fahrstraße, oben ebenerdig bis zum Hof · Hunde: Angeleint
- Gibt es nicht
- Gastronomie oben · Schatten auf der Treppe · Eintrittskasse · Barrierefreier Aufgang
- Koordinaten
- 39.6960,3.3494 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santuari de Sant Salvador (Artà)
Wie kommt man zum Santuari de Sant Salvador in Artà?
Zu Fuß über die Calvari-Treppe, die an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor beginnt und mit 180 Stufen zwischen Zypressen hinaufführt — zehn bis zwanzig Minuten. Alternativ über eine schmale asphaltierte Straße, an deren Ende einige wenige Stellplätze liegen.
Kostet der Santuari de Sant Salvador Eintritt?
Nein. Die Anlage ist frei zugänglich, auch der Rundgang auf der Wehrmauer. Die Kirche im Inneren ist tagsüber geöffnet, in der Mittagszeit aber oft geschlossen.
Was sieht man vom Sant Salvador aus?
Die Stadt Artà direkt unter der Mauer, dahinter die Ebene mit den Feldern des Nordostens und die Hügelketten des Massís d'Artà. Bei klarer Luft reicht der Blick bis zur Bucht von Alcúdia und zur Serra de Tramuntana am Horizont.
Wie alt ist die Anlage?
Der Berg war schon in maurischer Zeit befestigt; die Anlage hieß damals Almudaina. Nach der Eroberung 1229 wurde die Moschee zur christlichen Kirche umgewidmet. Die heutige Kirche entstand ab 1825 und wurde 1832 geweiht, die Wehrmauer mit ihren neun Türmen — darunter der Turm Sant Miquel — ist älter.
Lohnt sich der Aufstieg mit Kindern?
Ja, aber nicht in der Mittagshitze. Die 180 Stufen sind auch für Kinder gut zu schaffen, und oben ist die Anlage ein dankbares Ziel: Mauer, Türme, Innenhof, Brunnen. Kinderwagen bleiben unten — dann besser die Fahrstraße nehmen.
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