Castell de Capdepera
· Gemeinde Capdepera · 120 m
Keine Burg, sondern eine ummauerte Stadt, aus der die Bewohner ausgezogen sind: Über Capdepera liegt eine der größten Festungsanlagen Mallorcas, mit begehbaren Mauern, dem Turm Miquel Nunis und einer Kapelle von 1323.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Capdepera
- Höhe
- 120 m
- Flughafen
- 78 km , rund 75 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Saisonkompass — wann Castell de Capdepera lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.
Die meisten Besucher sind in zwanzig Minuten durch und haben das Wesentliche verpasst. Was hier oben steht, ist nämlich keine Burg mit Innenhof, sondern der leere Grundriss einer ganzen Stadt: Bis ins 17. Jahrhundert lebten die Leute innerhalb dieser Mauern, danach zogen sie hinunter ins Tal und ließen die Anlage zurück. Wer das weiß, geht anders herum — sucht die Straßenverläufe, die Zisternen, die Reste der Häuser. Und geht die Mauer ab, ganz herum. Der Blick reicht bis Menorca, wenn die Luft klar ist.
Was Castell de Capdepera ist
Das Castell de Capdepera ist keine Burg im landläufigen Sinn, sondern eine ummauerte Stadt. Bis ins 17. Jahrhundert lebte die Bevölkerung von Capdepera innerhalb dieser Mauern — aus einem einfachen Grund: draußen war es wegen der Piratenüberfälle nicht sicher.
Der Hügel war schon lange vorher in Gebrauch. Im 10. bis 12. Jahrhundert stand hier ein maurischer Wachturm, von dem aus der Kanal nach Menorca beobachtet wurde. Die christliche Siedlung gründete Jaume II. im Jahr 1300, die Kapelle Nostra Senyora de l’Esperança entstand 1323, die Befestigung war erst über sechzig Jahre später abgeschlossen.
Als die Überfälle nachließen, zogen die Bewohner ins Tal. Die Anlage wurde zur reinen Festung ausgebaut und beherbergte bis 1854 eine Garnison mit einer Dragonereinheit.

Was man heute sieht
Drei Dinge lohnen die Zeit:
Die Mauern. Sie sind begehbar, und man kann einmal komplett um die Anlage herumgehen. Der Blick geht über den Ort, über das Hinterland und hinaus aufs Meer — bei klarer Luft bis Menorca.
Der Turm Miquel Nunis im Zentrum, der wuchtigste Bau der Anlage.
Die Kapelle an der höchsten Stelle im Norden, frühgotisch, von 1323.
Dazwischen liegen die Grundrisse der alten Häuser. Wer sie sucht, versteht die Anlage; wer nur zum Turm läuft, sieht eine Mauer mit Aussicht.

Praktisch
Für die Anlage wird in der Regel Eintritt erhoben; Preise und Ausnahmen ändern sich, ein Blick auf die Seite der Gemeinde vor dem Besuch lohnt. Der Untergrund ist uneben, die Mauerkrone stellenweise schmal — festes Schuhwerk ist sinnvoller als Sandalen, und mit kleinen Kindern sollte man aufpassen.
Schatten gibt es keinen. Im Juli und August geht man früh am Morgen oder am späten Nachmittag hinauf.
In der dritten Maiwoche wird die Anlage beim Mercat Medieval bespielt — der einzige Zeitpunkt im Jahr, an dem hier oben etwas los ist.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Kleiner Parkplatz unterhalb des Tores, sonst am Ortsrand von Capdepera
- Zeitbedarf
- Eine Stunde für die Anlage, mit Aufstieg vom Ort anderthalb
- Hinweis
- Für die Anlage wird in der Regel Eintritt erhoben. Die Mauern sind begehbar, der Untergrund ist uneben — festes Schuhwerk ist sinnvoller als Sandalen.
- Bus
- Linien 411 und 412 bis Capdepera, von dort zu Fuß durch die Gassen hinauf
- Zugänglichkeit
- Unebener Fels, Stufen, alte Pflasterwege; die Mauerkrone ist schmal · Kinderwagen: Nicht zu gebrauchen · Rollstuhl: Nicht möglich · Hunde: Angeleint
- Gibt es nicht
- Schatten auf der Mauer · Barrierefreier Zugang · Gastronomie innerhalb der Anlage
- Koordinaten
- 39.7042,3.4344 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Castell de Capdepera
Was kann man im Castell de Capdepera sehen?
Die begehbaren Wehrmauern, den zentralen Aussichtsturm Miquel Nunis und die Kapelle Nostra Senyora de l'Esperança an der höchsten Stelle im Norden der Anlage. Dazu die Grundrisse der Häuser der alten Siedlung, die bis ins 17. Jahrhundert innerhalb der Mauern lag.
Kann man auf den Mauern des Castell de Capdepera laufen?
Ja, die Wehrmauern sind für Besucher begehbar, und das ist der beste Teil des Besuchs. Der Untergrund ist uneben und die Krone stellenweise schmal — festes Schuhwerk und Aufmerksamkeit bei Kindern sind angebracht.
Wie alt ist das Castell de Capdepera?
Auf dem Hügel stand bereits im 10. bis 12. Jahrhundert ein maurischer Wachturm. Die christliche Siedlung wurde 1300 unter Jaume II. gegründet, die Kapelle 1323 gebaut, die Befestigung erst über sechzig Jahre später fertiggestellt. Bis 1854 lag hier eine Garnison mit einer Dragonereinheit.
Wie kommt man zum Castell de Capdepera hinauf?
Zu Fuß durch die Gassen von Capdepera, rund zehn Minuten steil bergauf. Alternativ über eine schmale Straße bis zu einem kleinen Parkplatz unterhalb des Tores, der allerdings schnell belegt ist.
Lohnt sich das Castell de Capdepera bei Regen?
Nein. Die Anlage besteht fast ausschließlich aus Freiflächen und Mauern; bei Regen wird der Fels rutschig und die Aussicht fällt aus. Dann sind die Coves d'Artà eine Viertelstunde westlich die bessere Wahl.
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