Cap de Formentor
· Gemeinde Pollença · 210 m
Die Nordostspitze Mallorcas: eine zwanzig Kilometer lange Felshalbinsel, an deren Ende seit 1863 ein Leuchtturm steht. Die Straße dorthin gilt als die spektakulärste der Insel — und ist im Sommer für Privatautos gesperrt.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Pollença
- Höhe
- 210 m
- Flughafen
- 78 km , rund 90 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen Tagesausflug
Saisonkompass — wann Cap de Formentor lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.
Kein Ort auf Mallorca leidet so unter seinem eigenen Ruf wie das Cap. Die Straße ist tatsächlich großartig — von Antonio Parietti in den 1930er-Jahren in den Fels gelegt, mit Aussichten, die einen alle drei Kurven anhalten lassen. Genau das ist das Problem: Im Sommer wollen alle gleichzeitig anhalten, und die Behörden haben die Zufahrt für Privatautos gesperrt. Wer im März kommt und um acht Uhr losfährt, erlebt eine der schönsten Straßen Europas. Wer im August um elf kommt, erlebt einen Bus.
Die Straße
Was das Cap de Formentor berühmt gemacht hat, ist nicht der Leuchtturm, sondern der Weg dorthin. Antonio Parietti, derselbe Ingenieur, der die Serpentinen nach Sa Calobra anlegte, führte die Straße in den 1930er-Jahren über den Grat der Halbinsel — zwanzig Kilometer, ständig zwischen beiden Küsten wechselnd.
Der lohnendste Halt ist der Mirador Es Colomer nach etwa sechs Kilometern: eine Aussichtsplattform hoch über der gleichnamigen Felseninsel. Wenig später zweigt der steile Weg zum alten Wachturm Talaia d’Albercutx ab.

Der Leuchtturm
Am äußersten Punkt steht seit 1863 der Far de Formentor, 210 Meter über dem Meer. Es gibt einen Parkplatz, ein Café und den Blick — mehr nicht. Eine Sehenswürdigkeit im üblichen Sinn ist es nicht; wer das Ende der Insel sehen will, ist genau richtig.
Die Sperrung
Weil die schmale Straße dem Andrang nicht gewachsen war, gilt in der Saison tagsüber eine Zufahrtsregelung — 2026 vom 15. Mai bis 18. Oktober, täglich von 10 bis 22 Uhr. Sie funktioniert in zwei Abschnitten, und dieser Unterschied entscheidet über den Tag:
Abschnitt eins, von Port de Pollença bis zur Platja de Formentor, bleibt für Privatautos offen, solange der Parkplatz am Strand noch Kapazität hat. Ist er voll, geht in Port de Pollença die Schranke zu, und man wartet oder fährt weiter.
Abschnitt zwei, von der Platja de Formentor bis zum Leuchtturm, ist fest gesperrt. Weiter dürfen nur Busse, Fahrräder und berechtigte Fahrzeuge. Die Kontrollstelle steht direkt hinter dem Strand — dort endet die Fahrt, egal wie früh man aufgestanden ist.
Außerhalb dieser Zeiten ist alles frei. Der Zeitraum wird jährlich neu festgelegt — vor der Fahrt prüfen.
Das ist keine Schikane, sondern die Rettung des Ortes. Wer die Straße erleben will, wie sie gemeint war, fährt im März oder Oktober.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Kleine Parkbuchten an den Miradores, am Leuchtturm ein größerer Platz. Alle im Sommer aussichtslos.
- Zeitbedarf
- Zwei bis drei Stunden für Hin- und Rückfahrt mit Halten. Mit Badepause an der Platja de Formentor ein ganzer Tag.
- Hinweis
- Der Mirador Es Colomer nach etwa sechs Kilometern ist der lohnendste Halt. Am Leuchtturm selbst gibt es außer dem Blick und einem Café nichts.
- Bus
- TIB-Linie 334 ab Alcúdia über Port de Pollença, mit Halten am Mirador Es Colomer, an der Platja de Formentor, an der Cala Figuera und am Leuchtturm.
- Zugänglichkeit
- Asphalt bis zum Leuchtturm, Miradores über wenige Stufen · Kinderwagen: an den Aussichtspunkten eingeschränkt · Rollstuhl: Leuchtturmplatz ja, Miradores nur teilweise
- Gibt es nicht
- Ganzjährige Zufahrt mit dem eigenen Auto · Ortschaft · Geldautomat
- Koordinaten
- 39.9472,3.1808 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Cap de Formentor
Ist die Straße zum Cap de Formentor gesperrt?
Im Sommer teilweise, und die Unterscheidung ist wichtig. 2026 gilt vom 15. Mai bis einschließlich 18. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr eine Zufahrtsregelung mit zwei Abschnitten. Der Abschnitt von Port de Pollença bis zur Platja de Formentor bleibt für Privatfahrzeuge offen, solange der dortige Parkplatz noch Kapazität hat — ist er voll, schließt die Schranke in Port de Pollença. Der Abschnitt von der Platja de Formentor bis zum Leuchtturm ist dagegen fest gesperrt: dort dürfen nur Busse, Fahrräder und berechtigte Fahrzeuge fahren. Außerhalb dieser Zeiten ist alles frei. Der Zeitraum wird jährlich neu festgelegt und sollte vor der Fahrt geprüft werden.
Wie lange braucht man zum Cap de Formentor?
Von Port de Pollença sind es rund 20 Kilometer bis zum Leuchtturm, für die man wegen der Kurven etwa 40 Minuten braucht. Mit Halten an den Aussichtspunkten sollte man zwei bis drei Stunden für Hin- und Rückweg einplanen.
Was gibt es am Cap de Formentor zu sehen?
Den Leuchtturm von 1863 am äußersten Punkt, den Aussichtspunkt Mirador Es Colomer über der vorgelagerten Felseninsel, den alten Wachturm Talaia d'Albercutx und die Platja de Formentor, einen Kiefernstrand auf halbem Weg. Eine Ortschaft gibt es auf der Halbinsel nicht.
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