Santuari de la Consolació
· Gemeinde Santanyí · 205 m
Eine kleine Klosteranlage aus dem 15. Jahrhundert auf einem 205 Meter hohen Berg bei S'Alqueria Blanca — kaum besucht, mit Rundumblick über die Ostküste. Der Weg hinauf ist das Problem: über 300 Stufen oder eine Schotterpiste.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Santanyí
- Höhe
- 205 m
- Flughafen
- 52 km , rund 50 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Saisonkompass — wann Santuari de la Consolació lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.
Diese Anlage ist der Beweis, dass es auf Mallorca noch Orte gibt, an denen man allein ist. Sie steht seit dem 15. Jahrhundert auf einem Berg, hat einen Innenhof, eine Kapelle mit Tonnengewölbe und eine Aussichtsterrasse mit Rundumblick — und trotzdem trifft man dort oben selten jemanden. Das liegt am Weg: Wer den Wegweisern folgt, steht irgendwann vor einer gesperrten Straße, weil ein Erdrutsch aus Steinbrucharbeiten sie unterbrochen hat. Von dort geht es entweder über eine holprige Schotterpiste weiter oder zu Fuß über mehr als 300 Stufen. Wer die Stufen nimmt, kommt oben mit der richtigen Einstellung an.
Was Santuari de la Consolació ist
Auf dem 205 Meter hohen Berg Consolació bei S’Alqueria Blanca liegt eine kleine Klosteranlage, die aus dem 15. Jahrhundert stammen soll. Überlieferungen berichten, an dieser Stelle habe schon in urchristlicher Zeit ein Kloster gestanden — und die heilige Scholastika, Schwester des heiligen Benedikt von Nursia, habe hier gelebt. Belegt ist das nicht; erzählt wird es trotzdem.
Hinter einer schweren Holztür in der Klostermauer liegt ein kleiner, gepflegter Innenhof, rechts davon der Eingang zur Kapelle. Das Kirchenschiff hat ein Tonnengewölbe; darin steht die Madonna der Tröstung aus dem 18. Jahrhundert. Vorbei am Brunnen und der Gedenktafel führt der Weg zur Aussichtsterrasse mit Rundumblick über die Ostküste.

Der Weg — die eigentliche Hürde
Hier ist Vorsicht angebracht: Dem Navigationsgerät nicht blind folgen.
Wer von Santanyí kommt und den Wegweisern kurz vor S’Alqueria Blanca folgt, steht bald vor einer gesperrten Straße — ein Erdrutsch infolge von Steinbrucharbeiten hat sie unterbrochen. Von dort gibt es zwei Möglichkeiten:
- weiter über eine holprige Schotterstrecke, oder
- am Straßenrand parken und die über 300 Treppenstufen hinaufsteigen.
Die Treppe führt steil den Berg hinauf, gesäumt von Agaven, Palmen, Oleander und Kakteen. Schatten gibt es dabei kaum — im Juli und August sollte man das lassen.

Warum kaum jemand hier ist
Genau deswegen. Der Weg schreckt ab, und das Ergebnis ist ein Ort, an dem man die alten Mauern fast allein auf sich wirken lassen kann.
Eine Ausnahme gibt es: nach Ostern, wenn die Einwohner von Santanyí und den umliegenden Orten zur Romería heraufziehen. Das ist der eine Tag im Jahr mit Betrieb.

Was man mitbringt
Wasser und Zeit. Es gibt oben keine Gastronomie und kein Trinkwasser. Die beste Zeit ist Oktober bis Mai; im Februar blüht in der Ebene unterhalb die Mandel.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Wenige Plätze oben am Kloster; sonst am Straßenrand vor der Sperrung
- Zeitbedarf
- Eine Stunde mit Aufstieg, eine halbe wenn man hochfährt
- Hinweis
- Die Anlage ist frei zugänglich und wenig besucht. Es gibt keine Gastronomie und kein Trinkwasser — beides gehört ins Gepäck.
- Bus
- Keine Verbindung
- Zugänglichkeit
- Über 300 Treppenstufen oder eine holprige Schotterpiste; oben gepflasterter Hof · Kinderwagen: Nicht möglich · Rollstuhl: Nicht möglich · Hunde: Angeleint
- Gibt es nicht
- Gastronomie · Trinkwasser · Befestigte Zufahrt · Barrierefreier Zugang
- Koordinaten
- 39.3899,3.1493 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santuari de la Consolació
Wie kommt man zum Santuari de la Consolació?
Von Santanyí Richtung S'Alqueria Blanca. Achtung: Die ausgeschilderte Straße ist wegen eines Erdrutschs infolge von Steinbrucharbeiten gesperrt. Weiter geht es entweder über eine holprige Schotterstrecke oder man parkt am Straßenrand und steigt die über 300 Treppenstufen hinauf. Dem Navigationsgerät sollte man hier nicht blind folgen.
Wie alt ist der Santuari de la Consolació?
Die Anlage soll aus dem 15. Jahrhundert stammen. Überlieferungen zufolge stand an dieser Stelle schon in urchristlicher Zeit ein Kloster; erzählt wird, die heilige Scholastika, Schwester des heiligen Benedikt von Nursia, habe hier gelebt. Belegt ist das nicht.
Was sieht man im Santuari de la Consolació?
Einen kleinen, gepflegten Innenhof hinter einer schweren Holztür in der Klostermauer, rechts davon den Eingang zur Kapelle. Das Kirchenschiff hat ein Tonnengewölbe; darin steht die Statue der Madonna der Tröstung aus dem 18. Jahrhundert. Vom Brunnen aus führt der Weg weiter zur Aussichtsterrasse mit Rundumblick über die Ostküste.
Was ist die Romería zur Consolació?
Eine Wallfahrt, zu der jedes Jahr nach Ostern die Einwohner von Santanyí und den umliegenden Orten hinauf zum Kloster ziehen. Es ist der eine Tag im Jahr, an dem hier oben etwas los ist.
Lohnt sich der Aufstieg im Sommer?
Eher nicht. Über 300 Stufen ohne nennenswerten Schatten sind im Juli und August keine gute Idee. Zwischen Oktober und Mai ist der Weg dagegen ein Vergnügen — gesäumt von Agaven, Palmen, Oleander und Kakteen.
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