Son Carrió
Landdorf · Gemeinde Sant Llorenç des Cardassar · 90 m · 1.100 Einwohner
Ein Dorf im Hinterland von Sa Coma und Cala Millor, das eine Kirche besitzt, die zwei Nummern zu groß für es ist: Sant Miquel, mit Rundbogenportal, Fächerrosette und einem Glockenturm, den man von den Feldern aus sieht.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Sant Llorenç des Cardassar
- Einwohner
- 1.100
- Höhe
- 90 m
- Flughafen
- 60 km , rund 55 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer an der Ostküste wohnt und einen Vormittag ohne Strand sucht
- Wer Kirchen mag, die größer sind als ihr Ort
- Wer sehen will, wie das Hinterland aussieht
- Wer mit dem Rad unterwegs ist
Passt nicht, wenn
- Wer Betrieb sucht
- Wer eine Auswahl an Lokalen erwartet
- Wer baden will
- Wer im Hochsommer mittags spazieren gehen möchte
Saisonkompass — wann Son Carrió lohnt
Lohnt in Februar, März, April, Mai, September, Oktober und November. Eher meiden in Juli und August.
Zehn Autominuten von den Hotelzeilen an der Ostküste liegt ein Dorf, das kaum jemand ansteuert, und mitten darin steht eine Kirche, bei der man zweimal hinsehen muss. Sant Miquel hat ein Portal mit gestuften Rundbögen, eine Fensterrosette wie ein aufgeklappter Fächer, eine Apsis mit umlaufender Zwerggalerie und einen Turm, den man schon von den Feldern sieht. Das ist keine Dorfkapelle, das ist ein Anspruch. Ringsum liegen Straßen mit abblätterndem Putz, grünen Fensterläden und Außentreppen, auf denen sonntags niemand sitzt, weil sonntags niemand hier ist. Wer verstehen will, wovon die Orte an dieser Küste einmal lebten, bevor die Hotels kamen, fährt die zehn Minuten landeinwärts.
Was Son Carrió ist
Ein Dorf im Hinterland der Ostküste, zur Gemeinde Sant Llorenç des Cardassar gehörend. Rund tausend Einwohner, zehn Autominuten von Sa Coma und Cala Millor.
Kein Hotel, kein Strand, kein Betrieb.
Die Kirche
Sant Miquel ist der Grund herzukommen. Ein gestuftes Rundbogenportal, eine Fensterrosette wie ein aufgeklappter Fächer, eine Apsis mit umlaufender Zwerggalerie, ein Glockenturm, den man von den Feldern sieht.
Für tausend Einwohner ist das groß geraten — und es gibt einen Grund dafür, den man dem Bau nicht ansieht.

Wer sie entworfen hat
Gebaut wurde ab 1899. Die ersten Pläne stammen von Antoni Maria Alcover — jenem Priester aus Manacor, der später das große Wörterbuch der katalanischen Sprache und die Sammlung der mallorquinischen Volksmärchen zusammentrug. Überarbeitet hat sie Joan Guasp.
Und dann griffen zwei weitere Namen ein: Antoni Gaudí und sein Mitarbeiter Joan Rubió i Bellver, die den Entwurf änderten. Beide waren in diesen Jahren auf Mallorca, weil Gaudí den Umbau der Kathedrale von Palma leitete.
1907 wurde die Kirche eingeweiht.
Das ist die Erklärung für das Missverhältnis zwischen Dorf und Bau: Hier hat nicht ein Dorfbaumeister gearbeitet, sondern der Kreis um den bekanntesten Architekten Spaniens.
Außerhalb der Messzeiten ist die Kirche meist verschlossen. Gehen Sie trotzdem einmal um sie herum: Portal, Rosette und Apsis sieht man nur von drei verschiedenen Seiten.

Der Ort dahinter
Ebene Straßen, abblätternder Putz, grüne Fensterläden, Außentreppen. Am Ende jeder Straße fängt das Feld an.
Wann man kommt
April und Oktober, Februar für die Mandelblüte. Am 8. Mai und am 29. September feiert das Dorf seinen Patron, am zweiten Maisonntag gibt es eine Landwirtschaftsmesse.
Im Hochsommer ist es mittags zu heiß, und Schatten gibt es nur an der Kirchenmauer.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Son Carrió tut
Drei Stunden
Zur Kirche, einmal um sie herum, durch die Dorfstraßen und weiter nach Sant Llorenç.
Ein halber Tag
Zusätzlich nach Son Servera oder auf den Markt nach Manacor.
Ein ganzer Tag
Das ganze Hinterland des Llevant: Sant Llorenç, Son Carrió, Petra, Vilafranca.
Bei Regen
Wenig. Die Kirche ist außerhalb der Messzeiten meist geschlossen.
Praktisch
- Parken
- Im Ort kostenfrei
- Öffentlich
- Verbindungen über Sant Llorenç und Manacor
- Zeitbedarf
- Eine Stunde
- Hinweis
- Die Kirche ist außerhalb der Gottesdienste in der Regel verschlossen. Von außen lohnt der Weg um den Bau herum: Portal, Rosette, Apsis und Turm sieht man nur, wenn man einmal rundum geht.
- Bus
- Verbindungen über Sant Llorenç und Manacor
- Versorgung
- Supermarkt: Im Ort · Apotheke: Im Ort · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort · Geldautomat: Im Ort · Tankstelle: In Sant Llorenç oder Sa Coma
- Zugänglichkeit
- Ebene, gepflasterte Straßen · Kinderwagen: Gut machbar · Rollstuhl: Weitgehend machbar · Hunde: Unproblematisch
- Gibt es nicht
- Strand · Hotels · Abendbetrieb · Geöffnete Kirche außerhalb der Messzeiten
- Koordinaten
- 39.5864,3.3203 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Son Carrió
Kann man die Kirche besichtigen?
Außerhalb der Gottesdienste ist sie in der Regel verschlossen. Der Bau lohnt aber auch von außen: Rundbogenportal, Fächerrosette, Apsis mit Zwerggalerie und der Glockenturm.
Wann ist im Dorf etwas los?
Am 8. Mai, dem Tag der Erscheinung des Erzengels Michael, und am 29. September, dem eigentlichen Michaelstag. Am zweiten Sonntag im Mai gibt es zusätzlich eine Landwirtschafts- und Viehmesse.
Lohnt sich der Weg von der Küste?
Für einen Vormittag ja, besonders wenn Sie in Sa Coma oder Cala Millor wohnen. Zehn Minuten, und Sie stehen in einem Ort, in dem niemand Urlaub macht.
Gibt es Unterkünfte?
Im Dorf nicht. Wer hier übernachten will, findet Betten in Sant Llorenç, Son Servera oder an der Küste.
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