Ermita de Betlem
· Gemeinde Artà · 280 m
Ein Einsiedlerkloster von 1805 im Massís d'Artà, neun Kilometer über einer schmalen Bergstraße. Bis 2010 lebten hier Mönche, heute ist es still. Wer nicht fährt, geht den GR 222 hinauf — stellenweise dreißig Zentimeter breit.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Artà
- Höhe
- 280 m
- Flughafen
- 78 km , rund 85 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Saisonkompass — wann Ermita de Betlem lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.
Es gibt auf Mallorca eine ganze Reihe von Ermitas, und die meisten stehen auf Bergen mit großem Blick. Betlem ist anders: Der Weg ist wichtiger als das Ziel. Neun Kilometer schmale Bergstraße aus Artà heraus, eine Kehre nach der anderen, am Ende ein Kloster zwischen Zypressen, in dem seit 2010 niemand mehr lebt. Man fährt nicht hierher, um etwas anzusehen, sondern um für eine halbe Stunde nichts zu hören. Wer mit dem Rad kommt, hat sich die neun Kilometer Abfahrt redlich verdient.
Was Ermita de Betlem ist
Die Ermita de Betlem liegt auf rund 280 Metern im Massís d’Artà, knapp neun Kilometer nordwestlich der Stadt. Das Kloster wurde 1805 auf den Ruinen eines alten Landguts errichtet und diente bis 2010 als Kloster. Seitdem lebt hier niemand mehr.
Zu sehen ist eine schlichte Bruchsteinkirche mit Glockengiebel, ein Wohntrakt mit Arkadenreihe und ein Vorplatz zwischen Zypressen. Innen ist die Kirche überraschend farbig: weißes Tonnengewölbe, Fresken, ein blau-goldener Altaraufsatz.

Zwei Wege hinauf
Mit dem Auto über die PMV-3333 ab Artà: neun Kilometer, schmal, kurvig, gut asphaltiert. Für breite Fahrzeuge und Wohnmobile ist das nichts.
Zu Fuß über den GR 222, der unten am Ort Betlem an der Nordwestseite des Puig des Migdia beginnt. Der Weg ist geübten Wanderern vorbehalten — stellenweise verengt sich der Pfad auf dreißig Zentimeter. Kurz vor dem Kloster trifft man auf eine Lourdesgrotte mit steinerner Marienstatue und daneben auf eine Quelle mit Tränke. Von dort sind es noch einige hundert Meter.
Mit dem Rad: rund 260 Höhenmeter auf neun Kilometern. Wer sie hinaufschiebt oder -fährt, bekommt dafür neun Kilometer Abfahrt nach Artà.

Was man mitbringen muss
Oben gibt es nichts: keine Gastronomie, kein Trinkwasser, keinen Bus. Die Quelle am Wanderweg ist eine Tränke, kein Trinkbrunnen. Wasser, Schuhe und ein bisschen Zeit — mehr braucht es nicht, mehr gibt es aber auch nicht.
Wann man fährt
März und Oktober sind die richtigen Monate: Die Berge sind begehbar, die Luft ist klar, und der Weg ist nicht verdorrt. Im Juli und August sollte man den Wanderweg meiden — Hitze, kein Schatten, und in trockenen Sommern kann wegen Waldbrandgefahr gesperrt sein.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Wenige Stellplätze am Ende der Straße vor der Anlage
- Zeitbedarf
- Eine halbe Stunde vor Ort. Mit der Anfahrt ab Artà zwei Stunden, als Wanderung ein halber Tag
- Hinweis
- Es gibt oben keine Versorgung. Wasser mitbringen — die Quelle am Wanderweg ist eine Tränke, kein Trinkbrunnen.
- Bus
- Keine Verbindung. Ab Artà nur mit Auto, Rad oder zu Fuß
- Zugänglichkeit
- Asphaltierte Bergstraße bis vor die Anlage, oben Kies und Stufen · Kinderwagen: Nicht sinnvoll · Rollstuhl: Bis zum Vorplatz möglich, die Anlage selbst nicht · Hunde: Angeleint, im Umland auf die Weidetiere achten
- Gibt es nicht
- Bus · Gastronomie · Trinkwasser · Breite Straße
- Koordinaten
- 39.7372,3.3112 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Ermita de Betlem
Wie kommt man zur Ermita de Betlem?
Mit dem Auto von Artà über die PMV-3333, rund neun Kilometer schmale und kurvige Bergstraße. Zu Fuß über den Wanderweg GR 222, der unten am Ort Betlem an der Nordwestseite des Puig des Migdia beginnt. Einen Bus gibt es nicht.
Ist der Wanderweg zur Ermita de Betlem schwierig?
Der GR 222 ist geübten Wanderern vorbehalten. Der Pfad verengt sich stellenweise auf rund dreißig Zentimeter und ist stellenweise ausgesetzt. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Voraussetzung, im Hochsommer sollte man ihn wegen der Hitze meiden.
Wohnen in der Ermita de Betlem noch Mönche?
Nein. Bis 2010 diente die Anlage als Kloster, seitdem ist sie nicht mehr bewohnt. Die Kirche kann man ansehen, der Rest der Anlage ist still.
Wie alt ist die Ermita de Betlem?
Sie stammt aus dem Jahr 1805 und wurde auf den Ruinen eines älteren Landguts errichtet. Sie liegt auf rund 280 Metern Höhe im Massís d'Artà, etwa neun Kilometer nordwestlich von Artà.
Lohnt sich die Ermita de Betlem mit dem Rennrad?
Ja, wenn man die Steigung mag: Von Artà sind rund 260 Höhenmeter auf neun Kilometern zu bewältigen, durchgehend auf schmaler, kurvenreicher Straße. Belohnt wird man mit neun Kilometern Abfahrt. Der Verkehr ist gering, die Fahrbahn aber eng — Rücksicht in den Kehren ist Pflicht.
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