Puigpunyent
Bergdorf · 250 m · 2.000 Einwohner
Ein Dorf unter dem Puig de Galatzó, zwanzig Minuten von Palma und trotzdem kaum besucht: Platanen über der Straße, ein Kirchplatz, alte Ölpressen im Freien — und die Abzweigung hinauf nach Galilea.
- Region
- Serra de Tramuntana
- Einwohner
- 2.000
- Höhe
- 250 m
- Flughafen
- 28 km , rund 35 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer von Palma aus schnell in die Berge will
- Wanderer; von hier führen Wege zum Puig de Galatzó
- Wer nach Galilea hinauffährt — die Abzweigung liegt hier
- Wer ein Bergdorf ohne Reisebusse sucht
Passt nicht, wenn
- Wer eine Sehenswürdigkeit erwartet
- Wer baden will
- Wer Auswahl an Lokalen braucht
- Wer im Hochsommer wandern möchte
Saisonkompass — wann Puigpunyent lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember.
Puigpunyent liegt zwanzig Autominuten von Palma, und man würde erwarten, dass ein Bergdorf in dieser Lage längst zur Schlafstadt geworden ist. Ist es aber nicht. Die Straße dorthin windet sich über einen Pass, und dieser Umweg hat gereicht: Im Ort stehen Häuser mit abgeplatztem Putz neben hergerichteten, über der Durchfahrt hängen Platanen, und auf dem Platz stehen eine alte Ölpresse und eine Hütte aus Schilf, wie man sie zum Trocknen benutzte. Über allem der Puig de Galatzó, mit 1.027 Metern einer der markantesten Berge der Insel. Ich halte Puigpunyent für einen der unterschätztesten Orte des Südwestens — nicht weil er etwas Besonderes hätte, sondern weil er trotz seiner Lage geblieben ist, was er war.
Was Puigpunyent ist
Ein Dorf von rund 2.000 Einwohnern auf etwa 250 Metern, unter dem Puig de Galatzó — mit 1.027 Metern einer der markantesten Berge der Insel.
Von Palma sind es zwanzig Autominuten über einen Pass. Man würde erwarten, dass ein Bergdorf in dieser Lage längst Schlafstadt geworden ist. Es ist aber nicht so.

Was man sieht
Platanen über der Durchfahrt, eine schlichte Kirche mit Glockengiebel, Häuser mit abgeplatztem Putz neben hergerichteten.
Und auf dem Platz eine alte eiserne Ölpresse und eine kegelförmige Hütte aus Schilf, wie man sie zum Trocknen benutzte — beides im Freien, ohne Absperrung und ohne Eintritt. Ein Freilichtmuseum, das keines sein will.

Warum hier ständig Rennräder durchfahren
Wer sich im Frühjahr auf den Platz setzt, sieht in kurzen Abständen Gruppen in Trikots durchrollen. Das hat einen Grund: Puigpunyent liegt genau am Fuß von zwei Anstiegen, die im Westen der Insel zum festen Programm gehören.
Der eine ist der Coll d’es Grau, die Passhöhe zwischen dem Ort und Palma — die übliche Verbindung von der Stadt in dieses Tal und zurück, und für viele der erste Berg des Tages.
Der andere geht hinauf nach Galilea: rund zwölf Minuten mit dem Auto, mit dem Rad eine kurze, aber ernst gemeinte Rampe, die oben mit dem Blick über den halben Südwesten belohnt.
Für Radfahrer ist der Ort damit weniger Ziel als Drehscheibe: Man kommt über den einen Anstieg herein und fährt über den anderen wieder hinaus. Wer selbst mit dem Auto unterwegs ist, sollte in den Kurven entsprechend rechnen — und morgens im Ort Geduld mitbringen, wenn eine Gruppe vor dem Café steht.

Der Berg und die Abzweigung
Vom Ortsrand führen Wege Richtung Puig de Galatzó. Der Aufstieg ist länger, als er aussieht; Wasser und feste Schuhe gehören dazu.
Und hier zweigt die Bergstraße nach Galilea ab, rund zwölf Minuten hinauf. Puigpunyent ist dabei die letzte Versorgung — in Galilea gibt es keinen Laden.

Wann man kommt
März und Oktober als Wandermonate. Im Februar blüht die Mandel in den Tälern, im Januar kann auf dem Galatzó Schnee liegen.
Im Juli und August ist es zum Wandern zu heiß; unter den Platanen im Ort bleibt es erträglich.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Puigpunyent tut
Drei Stunden
Durch den Ort zur Kirche und über den Platz mit Ölpresse und Schilfhütte, dann hinauf nach Galilea für den Blick über den Südwesten.
Ein halber Tag
Eine Wanderung Richtung Puig de Galatzó oder weiter nach Esporles und Banyalbufar.
Ein ganzer Tag
Zusammen mit Galilea, Esporles und der Westküstenstraße.
Bei Regen
Wenig. Dann Palma, das zwanzig Minuten entfernt ist.
Praktisch
- Parken
- Im Ort unproblematisch und kostenfrei
- Öffentlich
- Vereinzelte Verbindungen ab Palma
- Zeitbedarf
- Eine halbe Stunde
- Hinweis
- Puigpunyent ist die letzte Versorgung vor Galilea — dort oben gibt es keinen Laden. Wer zum Puig de Galatzó will, sollte Wasser und feste Schuhe dabeihaben; der Aufstieg ist länger, als er aussieht.
- Bus
- Vereinzelte Verbindungen ab Palma
- Versorgung
- Supermarkt: Kleine Läden im Ort · Apotheke: Im Ort · Arzt: Sprechstunde im Ort, Krankenhäuser in Palma · Geldautomat: Im Ort · Tankstelle: Richtung Palma
- Zugänglichkeit
- Asphaltierte und gepflasterte Straßen, leicht ansteigend · Kinderwagen: Weitgehend machbar · Rollstuhl: Hauptachsen befahrbar · Hunde: Unproblematisch
- Gibt es nicht
- Sehenswürdigkeit · Strand · Hotels von Größe · Abendbetrieb
- Koordinaten
- 39.6247,2.5253 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Puigpunyent
Wie weit ist Puigpunyent von Palma?
Rund zwanzig Autominuten über die Ma-1101 und einen Pass. Trotz dieser Nähe ist der Ort kaum besucht — die kurvige Zufahrt hat gereicht, um ihn vor dem Durchgangsverkehr zu bewahren.
Kann man von hier auf den Puig de Galatzó?
Ja. Der Galatzó ist mit 1.027 Metern einer der markantesten Berge der Insel, und von Puigpunyent führen Wege in seine Richtung. Der Aufstieg ist länger, als er aussieht — Wasser und feste Schuhe gehören dazu.
Was steht auf dem Platz im Ort?
Eine alte eiserne Ölpresse und eine Hütte aus Schilf, wie sie zum Trocknen benutzt wurde. Beides steht im Freien, ohne Absperrung und ohne Eintritt — ein kleines Freilichtmuseum, das keines sein will.
Wie kommt man nach Galilea?
Über die Bergstraße, die in Puigpunyent abzweigt, rund zwölf Minuten bergauf. Puigpunyent ist dabei die letzte Versorgung: In Galilea gibt es keinen Laden.
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