Salines d'Es Trenc
· Gemeinde Campos · 2 m
Rund 170 Hektar Salzgärten zwischen Campos und der Küste, in denen jedes Jahr etwa zehntausend Tonnen Meersalz entstehen. Die Becken leuchten rosa, daneben stehen Flamingos — und im Sommer fährt der Traktor durch weiße Berge.
- Region
- Migjorn
- Gemeinde
- Campos
- Höhe
- 2 m
- Flughafen
- 38 km , rund 38 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer nach Es Trenc fährt und den Umweg von zwei Kilometern nimmt
- Wer Vögel beobachtet; über zweihundert Arten kommen im Naturpark vor
- Wer im Sommer die Salzernte sehen will
- Wer eine Führung mag; sie dauert rund eine Dreiviertelstunde
Passt nicht, wenn
- Wer baden will — hier geht das nicht
- Wer Schatten braucht; die Gärten liegen vollkommen offen
- Wer ohne Fernglas Flamingos aus der Nähe erwartet
- Wer im Winter die volle Farbe sehen möchte
Saisonkompass — wann Salines d'Es Trenc lohnt
Lohnt in März, April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober.
Wer zum ersten Mal an den Salzgärten von Es Trenc steht, hält die Farbe für einen Effekt: Die Becken leuchten rosa bis violett, in manchen Stunden fast himbeerfarben. Der Grund ist eine Alge, die nur in extrem salzigem Wasser lebt, und sie ist zugleich die Nahrungsgrundlage für die kleinen Krebse, von denen wiederum die Flamingos leben. Das Rosa ist also kein Schauspiel, sondern ein Anzeiger: Wo es am kräftigsten ist, ist der Salzgehalt am höchsten. Auf rund 170 Hektar entstehen hier jedes Jahr etwa zehntausend Tonnen Salz, und im Sommer sieht man den Maschinen dabei zu, wie sie die weißen Berge zusammenschieben. Zwei Kilometer weiter liegt der berühmteste Strand der Insel — hierher biegt fast niemand ab.
Was Salines d’Es Trenc ist
Rund 170 Hektar Salzgärten zwischen Campos und der Küste, Teil des Naturparks Es Trenc-Salobrar de Campos. Jedes Jahr entstehen hier etwa zehntausend Tonnen Meersalz.
Zwei Kilometer weiter liegt der berühmteste Strand der Insel — und fast alle fahren daran vorbei, ohne die Salinen überhaupt zu bemerken. Das liegt an der Straße: Von der Fahrbahn aus sieht man nur flache Dämme und ein paar Wasserflächen. Dass dahinter rosafarbene Becken liegen, erkennt man erst, wenn man den Wagen abstellt und ein paar Schritte geht.

Warum das Wasser rosa ist
Wegen einer Alge, die nur in extrem salzigem Wasser lebt und einen roten Farbstoff bildet. Je höher der Salzgehalt in einem Becken, desto kräftiger die Farbe — das Rosa ist also kein Schauspiel, sondern ein Anzeiger.
Dieselbe Alge ernährt kleine Krebse, von denen wiederum die Flamingos leben. Deren rosa Gefieder stammt aus derselben Quelle.

Die Vögel
Der Salobrar de Campos ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete der Balearen, und das merkt man an den Zahlen: Über zweihundert Vogelarten sind hier nachgewiesen. Flache, salzige Becken sind für Watvögel ein gedeckter Tisch — im Schlick steckt genau das, wovon sie leben.
Am meisten los ist im Frühjahr und Herbst, wenn der Zug zwischen Europa und Afrika hier Station macht. Dann stehen Flamingos, Säbelschnäbler, Stelzenläufer und Regenpfeifer oft zu Hunderten in den Becken.
Ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Nehmen Sie ein Fernglas mit. Die Vögel halten Abstand zu den Wegen, und ohne Vergrößerung bleibt von einem Flamingo nicht mehr als ein rosa Punkt am Horizont. Mit Fernglas wird aus demselben Spaziergang eine ganz andere Stunde.

Wie aus Meerwasser Salz wird
Das Verfahren ist alt und einfach: Man lässt Meerwasser in flache Becken, und die Sonne nimmt ihm über Wochen das Wasser. Von Becken zu Becken wird die Sole konzentrierter — deshalb ändert sich unterwegs auch die Farbe —, bis das Salz auskristallisiert.
Geerntet wird im Juli und August. Dann schieben Maschinen das Salz vom Boden der Becken zu weißen Bergen zusammen, die tagelang am Rand stehen und abtropfen. Das ist der Moment, in dem die Anlage am eindrucksvollsten aussieht.
Eine Sorte wird nach wie vor von Hand geerntet: die Flor de Sal, die feine Kruste, die sich bei ruhigem Wetter an der Wasseroberfläche bildet. Sie wird mit flachen Kellen abgeschöpft, bevor sie absinkt — deshalb ihr Preis.
Wer wissen möchte, wie das im Einzelnen abläuft, kann eine Führung mitmachen. Sie dauert rund 45 Minuten und geht den ganzen Weg des Wassers ab, vom ersten Becken bis zur fertigen Tüte.

Wann man kommt
September ist der beste Monat: Die Salzberge stehen noch, die Farbe ist kräftig, und der Andrang lässt nach. Oktober kommt gleich danach, wegen des warmen Lichts auf den Becken.
Im März und April rasten die Zugvögel — für alle mit Fernglas die beste Zeit des Jahres.
Im Winter stehen die Becken voll Wasser und die Farbe ist blass. Und im Hochsommer gibt es hier weder Schatten noch Wasser: Am späten Nachmittag ist es besser als mittags, und dann ist die Farbe ohnehin am tiefsten.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Salines d'Es Trenc tut
Drei Stunden
An den Becken entlang, mit dem Fernglas nach Flamingos und Stelzenläufern sehen — und im Laden die verschiedenen Salze probieren.
Ein halber Tag
Zusammen mit Es Trenc oder Sa Ràpita, beide rund zehn Minuten entfernt.
Ein ganzer Tag
Mit Campos, Ses Salines und der Südküste ergibt sich ein voller Tag.
Bei Regen
Wenig. Die Becken liegen offen, und bei Regen fehlt die Farbe.
Praktisch
- Parken
- Parkplätze am Betrieb, kostenfrei
- Zeitbedarf
- Eine Stunde, mit Führung eineinhalb
- Hinweis
- Geführte Besuche dauern rund 45 Minuten und erklären den Weg des Wassers bis zum Salz. Ohne Führung sieht man die Becken von den Wegen aus. Ein Fernglas gehört ins Gepäck — die Vögel halten Abstand.
- Bus
- Keine Verbindung
- Zugänglichkeit
- Ebene Schotter- und Feldwege zwischen den Becken · Kinderwagen: Auf den Hauptwegen machbar · Rollstuhl: Die Hauptwege sind eben, aber unbefestigt · Hunde: Angeleint; im Vogelschutzgebiet Rücksicht nötig
- Gibt es nicht
- Badestelle · Schatten · Busverbindung · Volle Farbe im Winter
- Koordinaten
- 39.3439,2.9903 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Salines d'Es Trenc
Warum ist das Wasser rosa?
Wegen einer Alge, die nur in extrem salzigem Wasser lebt und einen roten Farbstoff bildet. Je höher der Salzgehalt in einem Becken, desto kräftiger die Farbe. Dieselbe Alge ernährt kleine Krebse, von denen wiederum die Flamingos leben — deren rosa Gefieder stammt aus derselben Quelle.
Wann sieht man Flamingos?
Das ganze Jahr über, am zuverlässigsten aber im Frühjahr und Herbst, wenn der Zug durchkommt. Der Naturpark Es Trenc-Salobrar de Campos zählt zu den wichtigsten Feuchtgebieten der Balearen; über zweihundert Vogelarten kommen hier vor. Ein Fernglas ist nötig — die Vögel halten Abstand.
Wann wird geerntet?
Im Sommer, vor allem im Juli und August. Dann schieben Maschinen das auskristallisierte Salz zu weißen Bergen zusammen. Die Flor de Sal, die an der Oberfläche kristallisiert, wird von Hand abgeschöpft.
Kann man die Salinen besichtigen?
Ja. Es gibt geführte Besuche von rund 45 Minuten, die den Weg des Wassers bis zum fertigen Salz erklären. Ohne Führung sieht man die Becken von den Wegen aus. Baden ist hier nicht möglich — dafür ist Es Trenc zwei Kilometer entfernt.
Wie viel Salz entsteht hier?
Auf rund 170 Hektar etwa zehntausend Tonnen im Jahr. Das Salz wird in mehr als ein Dutzend Länder ausgeführt; die Flor de Sal gilt als eines der besten Meersalze überhaupt.
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