Ermita de la Victòria
· Gemeinde Alcúdia · 150 m
Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Victòria, sieben Kilometer nordöstlich von Alcúdia. Die Straße endet hier oben an einem Vorplatz unter Kiefern, und von dort sieht man über die Bucht von Pollença bis zum Cap de Formentor. Seit 1403 belegt, mit einer Kirche, der man die Wehrhaftigkeit noch ansieht.
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Alcúdia
- Höhe
- 150 m
- Flughafen
- 62 km , rund 65 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer einen Aussichtspunkt sucht, an dem er auch sitzen bleiben kann
- Wanderer — hier beginnen die Wege auf die Penya des Migdia und die Talaia d'Alcúdia
- Wer abends etwas vorhat, das nichts kostet
- Wer eine mallorquinische Wallfahrtskirche sehen will, ohne nach Lluc zu fahren
Passt nicht, wenn
- Wer ungern schmale Bergstraßen fährt
- Wer mittags im Hochsommer kommt: kein Parkplatz, Kirche zu
- Wer eine große Kirche erwartet — sie ist klein und schlicht
- Wer schlecht zu Fuß ist; vom Parkplatz geht es ein Stück bergauf
Saisonkompass — wann Ermita de la Victòria lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Die Straße auf die Halbinsel Victòria ist schmal, kurvig und endet an einem Parkplatz, der im Sommer voll ist — trotzdem fahre ich sie gern. Oben steht eine schlichte Kirche, davor eine Terrasse, und darunter liegt die ganze Bucht von Pollença. Wer eine Stunde vor Sonnenuntergang kommt, hat das Licht im Rücken und die Insel vor sich. Wer mittags im August kommt, findet einen Parkplatzstreit und eine geschlossene Tür.
Sieben Kilometer und sechshundert Jahre
Die Ermita de la Victòria liegt sieben Kilometer hinter Alcúdia — und wer glaubt, mit der mittelalterlichen Stadtmauer sei die Geschichte dieser Ecke erzählt, hat die Halbinsel im Rücken übersehen. Nordöstlich der Stadt schiebt sich ein bewaldeter Rücken ins Meer, und auf halber Höhe steht eine Kirche, die älter ist als fast alles, was man hier sonst zu sehen bekommt.
Schon im 14. Jahrhundert lebten hier Einsiedler. Ein Dokument aus dem Jahre 1403 erlaubte an dieser Stelle die Messfeier — das ist der erste sichere Beleg. Ab 1482 bauten Karmeliter die Anlage aus. Was heute steht, stammt im Wesentlichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und man sieht dem Bau an, wozu er neben dem Beten diente: Die Seitenwände sind hoch, fensterlos und massiv. Wer damals an dieser Küste lebte, brauchte einen Ort, an den er sich zurückziehen konnte, wenn Segel am Horizont auftauchten.

Was man oben vorfindet
Zuerst einen Parkplatz, und im Sommer einen vollen. Dann einen gepflasterten Vorplatz unter alten Kiefern, mit Bänken, Laternen und einer Wimpelkette, die von einem Fest übrig geblieben ist. Rechts die Kirche mit einer großen Sonnenuhr an der Südwand, daneben ein kleines Café mit Terrasse, darüber die Hostatgeria — das ehemalige Pilgerhaus, das heute Gästezimmer und ein Restaurant beherbergt.
Und zwischen den Kiefernstämmen hindurch die Bucht von Pollença.
Das ist der eigentliche Grund, warum man heraufkommt, und es ist ein Ort, an dem man länger bleibt als geplant. Man setzt sich auf eine der Bänke, sieht auf das Wasser und die Berge der Gegenseite, und plötzlich ist eine Stunde vorbei.

Die Kirche
Klein, einschiffig, ein Tonnengewölbe aus hellem Sandstein, Holzbänke, ein schmiedeeiserner Leuchter. Am Ende ein vergoldeter Barockaltar, der in dieser Schlichtheit umso stärker wirkt. An den Wänden hängen große dunkle Gemälde.
Sie ist nicht durchgehend geöffnet, und das ist der häufigste Grund, warum Besucher unverrichteter Dinge wieder hinunterfahren. Der Vorplatz ist immer zugänglich, das Innere nicht. Vormittags stehen die Chancen am besten. Wer den Innenraum sehen will, sollte die Fahrt danach planen, statt darauf zu hoffen.

Die Straße
Ab Alcúdia geht es über Mal Pas und Bonaire hinaus auf die Halbinsel, dann wird die Straße schmal. Sie steigt gleichmäßig an, führt in Kehren durch Kiefernwald, und an einigen Stellen wird es bei Gegenverkehr knapp. Der Belag ist gut, die Sicht in den Kurven nicht immer.
Ein Bus fährt nicht hinauf, und das wird sich nicht ändern. Wer kein Auto hat, kommt mit dem Rad — die Steigung ist gleichmäßig und für alle machbar, die Mallorca ohnehin mit dem Rad erfahren.

Von hier gehen die Wege los
Am Vorplatz beginnen zwei markierte Wanderungen. Der kürzere Weg führt zur Penya des Migdia mit Blick über die Nordküste. Der längere geht hinauf auf die Talaia d’Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel, und von dort sieht man beide Buchten gleichzeitig — Alcúdia auf der einen, Pollença auf der anderen Seite.
Beide Wege sind gut markiert, aber steinig, und das letzte Stück liegt ohne Schatten. Feste Schuhe, Wasser, und im Sommer nicht mittags. Wer im Mai geht, hat die besten Bedingungen.

Wann man kommen sollte
März bis Mai und der Oktober. Dann ist die Halbinsel grün, die Luft klar, der Parkplatz frei und die Temperatur zum Gehen richtig. Im Winter ist die Sicht oft am allerbesten, weil die Luft klarer ist — dafür ist nicht sicher, ob alles geöffnet hat.
Im Juli lohnt nur der frühe Morgen oder der späte Nachmittag. Im August rate ich ab: Die schmale Straße ist dem Andrang nicht gewachsen, der Parkplatz ist besetzt, und zum Gehen ist es zu heiß. Fahren Sie stattdessen im September.
Und ein Hinweis zur Tageszeit, der unabhängig vom Monat gilt: Nach Westen liegt die Serra de Tramuntana. Die Sonne geht hier also hinter Bergen unter, nicht im Meer — und genau das macht die Stunde davor so gut. Das Licht kommt von hinten, die Bucht liegt im warmen Ton, und die Gegenseite bekommt Farbe.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Ermita de la Victòria tut
Drei Stunden
Hinauffahren, den Vorplatz und die Kirche ansehen, einen Kaffee auf der Terrasse, und den Weg ein Stück Richtung Penya des Migdia gehen, bis der Blick sich öffnet. Zurück über Mal Pas.
Ein halber Tag
Die Wanderung auf die Talaia d'Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel. Der Weg beginnt am Vorplatz und ist gut markiert, aber steinig — festes Schuhwerk, Wasser, und im Sommer nicht mittags.
Bei Regen
Nicht hier. Die Straße wird bei Regen rutschig, und der Blick, für den man heraufkommt, ist dann ohnehin weg.
Praktisch
- Parken
- Ein Parkplatz am Ende der Straße, dazu einige Stellplätze am Hang davor. Im Sommer und an Wochenenden ab dem späten Vormittag voll. Wer keinen Platz findet, sollte nicht am Hang halten, sondern es abends noch einmal versuchen.
- Öffentlich
- Keine Anbindung
- Zeitbedarf
- Eine Stunde für Kirche und Aussicht, ein halber Tag mit Wanderung
- Hinweis
- Die Kirche ist nicht durchgehend geöffnet. Der Vorplatz mit dem Ausblick ist frei zugänglich, das Innere nicht immer — wer es sehen will, kommt vormittags und nicht im Hochsommer.
- Bus
- Keine Linie führt hinauf. Ab Alcúdia mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß.
- Versorgung
- Supermarkt: Keiner — der nächste in Alcúdia · Geldautomat: Keiner
- Zugänglichkeit
- Vorplatz gepflastert, Wanderwege steinig · Kinderwagen: Vorplatz und Terrasse ja, Wanderwege nein · Rollstuhl: Vorplatz erreichbar, in die Kirche führen Stufen · Hunde: Angeleint auf dem Vorplatz
- Gibt es nicht
- Busanbindung · Verlässliche Öffnungszeiten der Kirche · Schatten auf dem letzten Stück des Wanderwegs · Geldautomat
- Koordinaten
- 39.8700,3.1700 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Ermita de la Victòria
Wie kommt man zur Ermita de la Victòria?
Von Alcúdia aus Richtung Mal Pas und Bonaire, dann sieben Kilometer über eine schmale, kurvige Bergstraße bis zum Parkplatz am Ende. Rund fünfzehn Minuten mit dem Auto. Ein Bus fährt nicht hinauf. Wer sportlich ist, fährt mit dem Rad — die Steigung ist gleichmäßig und gut zu fahren.
Kann man in der Ermita de la Victòria übernachten?
Ja. Im oberen Teil der Anlage liegt die renovierte Hostatgeria, das ehemalige Pilgerhaus, das heute Gästezimmer und ein Restaurant beherbergt. Wer dort übernachtet, hat den Vorplatz nach Sonnenuntergang für sich — das ist der eigentliche Grund, es zu tun.
Ist die Kirche immer geöffnet?
Nein, und danach wird am häufigsten gefragt. Der Vorplatz mit dem Ausblick ist immer frei zugänglich, das Kircheninnere nicht. Vormittags stehen die Chancen am besten. Wer den Innenraum sehen will, sollte die Fahrt danach planen, statt darauf zu hoffen.
Wie alt ist die Ermita de la Victòria?
Ein Dokument von 1403 erlaubte hier bereits die Messfeier, und schon im 14. Jahrhundert lebten Einsiedler auf der Halbinsel. Ab 1482 bauten Karmeliter die Anlage aus. Das heutige Gebäude stammt im Wesentlichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert — und man sieht ihm an, dass es zugleich als Zuflucht vor Piratenüberfällen gedacht war.
Welche Wanderungen beginnen an der Ermita?
Zwei lohnende. Der kürzere Weg führt zur Penya des Migdia mit Blick über die Nordküste, der längere auf die Talaia d'Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel. Beide sind gut markiert, steinig und teilweise ohne Schatten. Feste Schuhe, Wasser mitnehmen und im Sommer nicht mittags starten.
Wann ist die beste Zeit für die Ermita de la Victòria?
März bis Mai und der Oktober. Dann ist die Halbinsel grün, die Luft klar und der Parkplatz frei. Im Winter ist die Sicht oft am besten, weil die Luft klarer ist — dafür ist nicht immer alles geöffnet. Im Hochsommer lohnt nur der frühe Morgen oder der Abend.
Was sieht man von der Ermita aus?
Die gesamte Bucht von Pollença, die vorgelagerten Hügel der Halbinsel und gegenüber die Kette, die zum Cap de Formentor läuft. Nach Westen liegt die Serra de Tramuntana — weshalb die Sonne hier hinter Bergen untergeht und nicht im Meer.
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