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Mallorca Atlas Ort für Ort

Pollença

Stadt · 60 m · 16.400 Einwohner

Kleinstadt am nördlichen Ende der Tramuntana, gebaut mit dem Rücken zum Meer, weil das Meer jahrhundertelang die Piraten brachte. 365 zypressengesäumte Stufen führen zum Kalvarienberg, sonntags ist auf der Plaça Major der ehrlichste Markt der Insel — und im August spielt die ganze Stadt eine Schlacht nach.

Blick von der Straße zum Kalvarienberg über die dicht gedrängten Ziegeldächer von Pollença; links und rechts bewaldete Bergkuppen, dahinter die Ebene und in der Ferne das Meer unter einem Himmel voller Quellwolken.
PollençaPollença vom Weg zum Calvari aus. Die Stadt liegt im Kessel zwischen den letzten Bergen der Tramuntana — und mit dem Rücken zum Meer.
Lage von Pollença auf Mallorca Palma Alcúdia Sóller Manacor
Lage von Pollença
Einwohner
16.400
Höhe
60 m
Flughafen
60 km , rund 55 Minuten
Mietwagen
empfohlen
Lohnt für
einen ganzen Aufenthalt

Passt zu dir, wenn

  • Wer eine Stadt sucht, die auch ohne Besucher funktionieren würde
  • Wanderer — Puig de Maria, Ternelles und die Tramuntana beginnen hier
  • Wer den Norden erkunden will: von hier aus ist alles erreichbar
  • Wer im Winter reist und einen Ort will, der offen hat

Passt nicht, wenn

  • Wer ans Meer will — das liegt sechs Kilometer entfernt
  • Wer im August Ruhe sucht; um den 2. herum ist die Stadt außer sich
  • Wer schlecht zu Fuß ist — die Altstadt ist steil und gepflastert
  • Wer günstig essen will; die Plaça Major hat Plaça-Major-Preise

Saisonkompass — wann Pollença lohnt

lohnt bedingt eher nicht geschlossen Punkte = Andrang

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.

Warum ich hier hinfahre

Pollença ist die angenehmste Stadt der Insel zum Bleiben. Sie hat Größe genug für ein Eigenleben und ist klein genug, um sie zu Fuß zu kennen. Der Sonntagsmarkt ist der einzige große Markt der Insel, auf dem noch wirklich Einheimische einkaufen. Und die Trennung von Stadt und Hafen — sechs Kilometer, zwei völlig verschiedene Welten — erlaubt es, beides zu haben, ohne beides gleichzeitig ertragen zu müssen.

Friedhelm Fischer · vor Ort 2024

Die Stadt der 365 Stufen

Pollença liegt rund sieben Kilometer landeinwärts, im Kessel zwischen den letzten Bergen der Tramuntana. Die Gegend war schon zweitausend Jahre vor Christus besiedelt — archäologische Funde in den Höhlen der Umgebung belegen das. Die Römer gründeten später eine Stadt namens Pollentia, die zeitweise Hauptstadt Mallorcas war, bis die Vandalen sie im Jahr 426 zerstörten. Ihre Ausgrabungen liegen allerdings nicht hier, sondern vor den Toren von Alcúdia — der Name blieb hier, die Steine dort.

Eine erste Pfarrkirche ist für 1236 belegt. Bis zur Pest von 1348 war Pollença neben Palma eine der einflussreichsten Städte der Insel.

Weite, hell gepflasterte Plaça Major mit Platanenreihen, unter denen Cafétische und geschlossene Sonnenschirme stehen; im Hintergrund die schlichte Sandsteinfassade der Kirche Santa Maria dels Àngels mit großer Rosette und der Uhrturm.
Die Plaça Major. Nach Aussage der Einwohner der schönste Marktplatz der Insel — und sie haben nicht ganz unrecht.

Warum die Stadt nicht am Meer liegt

Das ist keine Laune, sondern Vorsicht. Die Küste war bis ins 18. Jahrhundert unsicher: Osmanische und nordafrikanische Korsaren landeten regelmäßig, und wer am Wasser baute, baute für den Überfall. Also legte man die Stadt außer Sichtweite ins Hinterland und ließ nur eine Anlegestelle am Wasser.

Erst mit dem Ende der Piraterie entstand daraus Port de Pollença. Dasselbe Muster findet man wenige Kilometer weiter noch einmal: Alcúdia hinter der Mauer, sein Hafen zwei Kilometer entfernt.

Das erklärt auch, warum die beiden Orte heute so verschieden sind. Die Stadt hat achthundert Jahre Vorsprung.

Nahsicht der Westfassade von Santa Maria dels Àngels mit fein durchbrochener steinerner Fensterrose, davor die belaubten Platanen des Platzes und die Terrassen der Cafés im Schatten.
Die Rosette von Santa Maria dels Àngels. Von den Cafétischen aus sieht man sie den ganzen Tag anders.

Der Kalvarienberg

Direkt hinter dem Rathaus beginnt der Aufstieg. 365 Stufen, für jeden Tag des Jahres eine, zwischen Zypressen hinauf auf rund 170 Meter, bis zu einer neugotischen Kapelle. Wer den endlos wirkenden Aufstieg wagt, wird oben mit dem Blick über die Stadt, die Bucht von Pollença und bei klarer Luft bis zum Cap de Formentor belohnt.

Ach ja: Die 365 Stufen müssen auch wieder heruntergegangen werden. Zum Glück gibt es links und rechts genug Steinmauern, auf denen man eine Pause einlegen kann.

Am Karfreitag wird die Treppe zu etwas anderem. Oben spielt man die Kreuzabnahme, den Davallament, danach trägt der Zug die Figur schweigend hinunter, nur mit Fackeln. Es ist das eindrucksvollste religiöse Ereignis der Insel — und eines der wenigen, bei denen Besucher wirklich nur zusehen.

Dieselbe Plaça Major im Winter: nasses, spiegelndes Pflaster nach der Reinigung, kahle Platanen, wenige Menschen in Winterjacken, ein Kind läuft über den Platz; die Cafés unter geschlossenen Schirmen sind besetzt.
Im Januar, nach der morgendlichen Platzreinigung. Die Cafés sind trotzdem besetzt — hier wohnen Menschen, nicht nur Gäste.

Der Sonntagsmarkt

Plaça Major und die angrenzenden Gassen, vormittags. Gemüse, Käse, Oliven, Werkzeug, Kleidung, Lederwaren — und, anders als in Alcúdia oder Santa Maria, mehr Einkauf als Andenken. Man kann sich ins Getümmel stürzen oder sich mit einem Kaffee an den Rand setzen und zusehen; beides funktioniert.

Kommen Sie früh. Nicht wegen der Ware, sondern wegen des Parkplatzes und des Tisches.

Menschenleere Gasse in der Altstadt mit hohen Sandsteinhäusern, geschlossenen Holzläden und einem schmiedeeisernen Balkon mit gelb-roter Schleife; rechts der Schriftzug Can Llobera an einer Hausecke.
Zwei Gassen vom Platz entfernt ist es still. Die Sandsteinfassaden werden mittags fast weiß.

Die Plaça Major

Die Einwohner sagen, es sei der schönste Marktplatz der Insel, und sie haben nicht ganz unrecht. Er ist groß, hell gepflastert, von Platanen gesäumt, und an einer Seite steht Santa Maria dels Àngels mit einer Fensterrose, die man von den Cafétischen aus den ganzen Tag anders sieht.

Abends treffen sich hier die Einheimischen, mischen sich mit den ortsansässigen Künstlern, und ein paar Besucher gesellen sich dazu. Im Winter, nach der morgendlichen Platzreinigung, wenn das Pflaster noch nass ist und die Platanen kahl sind, sind die Cafés trotzdem besetzt. Das ist der Unterschied zu einem Ferienort: Hier wohnen Menschen.

Enge, ansteigende Altstadtgasse mit ockerfarbenen und Natursteinfassaden, blauen Fensterläden und einer Straßenlaterne; am Ende lehnt ein Fahrrad an der Mauer, darüber ein Himmel mit weißen Wolken.
Die Altstadt steigt zum Calvari hin an. Wer zu Fuß unterwegs ist, merkt es spätestens auf dem Rückweg.

Zwei Gassen weiter

Sobald man den Platz verlässt, wird es still. Sandsteinfassaden, geschlossene Holzläden, schmiedeeiserne Balkone, hier und da ein kleiner Laden ohne Schaufenster, dessen Ware auf der Gasse steht. Wenn eine Tür offen steht, lohnt der Blick hinein — dahinter liegen Innenhöfe mit Terrakottatöpfen und alten Kletterpflanzen, die man sonst nie zu sehen bekommt.

Die Altstadt steigt zum Calvari hin an. Man merkt es spätestens auf dem Rückweg.

Unverputzte Bruchsteinfassade eines alten Hauses mit offenem Torbogen, davor Kleiderständer und Hutregale eines kleinen Ladens; zwei ältere Besucher betrachten die Auslage.
Kleine Läden in alten Häusern, ohne Schaufenster. Die Ware steht auf der Gasse.

La Patrona

Am 2. August spielt die ganze Stadt den Korsarenüberfall nach: Moros i Cristians. Vormittags zieht die Schlacht durch den ganzen Ort, mit einer Härte, die Besucher regelmäßig überrascht, abends gibt es Feuerwerk über der Stadt.

Es erinnert an den bekanntesten Angriff auf Pollença, bei dem mehr als tausend Korsaren landeten und zurückgeschlagen wurden. Der Tag ist der einzige Grund, im August freiwillig hierherzufahren — und ein sehr guter.

Sonnenbeschienener Innenhof mit verwitterten Natursteinwänden, überwachsen von alten Kletterpflanzen; auf dem gemusterten Kiesboden Dutzende Terrakottatöpfe mit Grünpflanzen, dahinter eine schmale Säule und ein Rundbogen.
Innenhöfe sieht man in Pollença nur, wenn eine Tür offen steht. Es lohnt sich, um die Ecke zu schauen.

Was man leicht übersieht

Die Pont Romà am nördlichen Ortsrand, eine zweibogige Steinbrücke über den Torrent de Sant Jordi, römischen Ursprungs. Sie steht etwas abseits, und die meisten Besucher gehen daran vorbei.

Das Museu de Pollença im ehemaligen Dominikanerkloster, mit dem Kreuzgang von Santo Domingo, in dem im Sommer das Festival de Pollença stattfindet.

Der Puig de Maria, 330 Meter hoch, mit einem ehemaligen Kloster und einer einfachen Herberge oben. Der Aufstieg dauert 45 Minuten, und der Blick reicht über beide Buchten gleichzeitig — die von Pollença und die von Alcúdia.

Ansichten

Weite, hell gepflasterte Plaça Major mit Platanenreihen, unter denen Cafétische und geschlossene Sonnenschirme stehen; im Hintergrund die schlichte Sandsteinfassade der Kirche Santa Maria dels Àngels mit großer Rosette und der Uhrturm.
PollençaDie Plaça Major. Nach Aussage der Einwohner der schönste Marktplatz der Insel — und sie haben nicht ganz unrecht.
Nahsicht der Westfassade von Santa Maria dels Àngels mit fein durchbrochener steinerner Fensterrose, davor die belaubten Platanen des Platzes und die Terrassen der Cafés im Schatten.
PollençaDie Rosette von Santa Maria dels Àngels. Von den Cafétischen aus sieht man sie den ganzen Tag anders.
Dieselbe Plaça Major im Winter: nasses, spiegelndes Pflaster nach der Reinigung, kahle Platanen, wenige Menschen in Winterjacken, ein Kind läuft über den Platz; die Cafés unter geschlossenen Schirmen sind besetzt.
PollençaIm Januar, nach der morgendlichen Platzreinigung. Die Cafés sind trotzdem besetzt — hier wohnen Menschen, nicht nur Gäste.
Menschenleere Gasse in der Altstadt mit hohen Sandsteinhäusern, geschlossenen Holzläden und einem schmiedeeisernen Balkon mit gelb-roter Schleife; rechts der Schriftzug Can Llobera an einer Hausecke.
PollençaZwei Gassen vom Platz entfernt ist es still. Die Sandsteinfassaden werden mittags fast weiß.
Enge, ansteigende Altstadtgasse mit ockerfarbenen und Natursteinfassaden, blauen Fensterläden und einer Straßenlaterne; am Ende lehnt ein Fahrrad an der Mauer, darüber ein Himmel mit weißen Wolken.
PollençaDie Altstadt steigt zum Calvari hin an. Wer zu Fuß unterwegs ist, merkt es spätestens auf dem Rückweg.
Unverputzte Bruchsteinfassade eines alten Hauses mit offenem Torbogen, davor Kleiderständer und Hutregale eines kleinen Ladens; zwei ältere Besucher betrachten die Auslage.
PollençaKleine Läden in alten Häusern, ohne Schaufenster. Die Ware steht auf der Gasse.
Sonnenbeschienener Innenhof mit verwitterten Natursteinwänden, überwachsen von alten Kletterpflanzen; auf dem gemusterten Kiesboden Dutzende Terrakottatöpfe mit Grünpflanzen, dahinter eine schmale Säule und ein Rundbogen.
PollençaInnenhöfe sieht man in Pollença nur, wenn eine Tür offen steht. Es lohnt sich, um die Ecke zu schauen.
Gepflasterter Aufgang zwischen Natursteinmauern mit schmalen Zypressen, Palmfarnen und Agaven in großen Töpfen; links eine schwere Holztür mit Eisenbeschlägen, im Hintergrund Häuser mit grünen Fensterläden.
PollençaDer Weg zum Calvari beginnt harmlos. Erst nach der Ecke sieht man, wie lang die Treppe wirklich ist.
Detail einer alten Bruchsteinfassade mit heller zweiflügeliger Holztür, geschmiedeten Griffen und der Hausnummer 42; links ein Fenster mit verwitterten Läden, überwachsen von Kletterpflanzen, im Vordergrund unscharfes Grün.
PollençaNichts Besonderes, und genau deshalb typisch. Solche Türen hat hier fast jedes Haus.
Zweibogige Bruchsteinbrücke über einen fast stillstehenden Bach, in dem sich die Bögen spiegeln; auf der Brücke zwei Personen, im Hintergrund bewaldete Berghänge unter tiefblauem Himmel.
PollençaDie Pont Romà am nördlichen Ortsrand. Sie erinnert daran, dass hier lange vor der Stadt schon jemand war.
Verrostetes, ausgebleichtes Halteverbotsschild mit kaum noch lesbarer Aufschrift vor einer groben Bruchsteinmauer, rechts ein grauer Abfallbehälter auf dem Bürgersteig.
PollençaAuch das ist Pollença. Nicht alles, was alt aussieht, ist historisch.

Wie viel Zeit hast du?

Was man in Pollença tut

Drei Stunden

Plaça Major, ein Kaffee unter den Platanen, dann die 365 Stufen hinauf zum Calvari und wieder hinunter. Zurück über die Gassen zum Pont Romà.

Ein halber Tag

Dazu das Museu de Pollença im ehemaligen Dominikanerkloster und der Kreuzgang von Santo Domingo. Nachmittags hinunter an die Bucht.

Ein ganzer Tag

Vormittags die Stadt, mittags der Aufstieg zum Puig de Maria mit dem ehemaligen Kloster auf 330 Metern — 45 Minuten, und der Blick reicht über beide Buchten. Abends zurück auf die Plaça Major.

Bei Regen

Museu de Pollença, Santo Domingo, die Kirchen — und danach ein langer Nachmittag in einem Café am Platz. Für eine Kleinstadt hat Pollença erstaunlich viel Überdachtes.

Feste im Jahreslauf

  • KarfreitagDavallament Die Kreuzabnahme wird oben am Calvari gespielt, danach trägt der Zug schweigend die 365 Stufen hinunter, nur mit Fackeln.
  • 2. AugustLa Patrona — Moros i Cristians Die ganze Stadt spielt den Korsarenüberfall nach. Vormittags die Schlacht, abends Feuerwerk.
  • Juli und AugustFestival de Pollença Konzerte im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters Santo Domingo.

Praktisch

Parken
Parkplätze am Ortsrand, meist unproblematisch. Sonntags wegen des Markts früh kommen. In der Altstadt selbst ist Parken keine gute Idee.
Öffentlich
Linien ab Palma, Inca und Alcúdia, im Sommer dichter Takt zum Hafen
Zeitbedarf
Ein halber Tag für die Stadt, als Standort für den Norden eine Woche
Hinweis
Auf dem Puig de Maria (330 m) liegt ein ehemaliges Kloster mit einfacher Herberge. Der Aufstieg dauert 45 Minuten, der Blick reicht über beide Buchten.
Bus
Linie 301 nach Palma über Sa Pobla und Inca, 322 nach Port de Pollença, Alcúdia und Port d'Alcúdia. Im Sommer die 231 quer über den Kamm nach Lluc und Sóller und der Formentor-Shuttle 334 ab dem Hafen.
Versorgung
Supermarkt: Mehrere im Ort, ganzjährig geöffnet · Apotheke: Mehrere im Zentrum · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort · Geldautomat: Rund um die Plaça Major · Tankstelle: An der Ausfallstraße Richtung Port de Pollença
Zugänglichkeit
Gepflasterte Gassen, teils steil; die Kalvarienbergtreppe ist Naturstein · Kinderwagen: Plaça Major und Hauptgassen ja, die Treppe nicht · Rollstuhl: Der Platz gut, die Altstadt eingeschränkt, der Calvari nicht · Hunde: Angeleint, auf dem Markt üblich
Gibt es nicht
Strand oder Meerzugang · Ruhe am 2. August · Günstige Preise auf der Plaça Major
Koordinaten
39.8769,3.0161 Google Maps Apple Karten

Termine, die alles verändern

Wenn hier ein Rennen ist

Mallorca 312 Rennrad · Letzter Samstag im April

Das ist der Tag mit den größten Verkehrseinschränkungen des Jahres. Ab dem Nachmittag werden Abschnitte gesperrt — unter anderem zwischen Esporles und der Platja de Muro, später über Alaró, Campanet und Santa Margalida. Erst gegen Abend ist alles wieder frei. Wer an diesem Samstag mit dem Auto quer über die Insel oder auf die Ma-10 will, sollte den Termin kennen. Unterkünfte im Norden sind Monate vorher ausgebucht.

Ironman 70.3 Alcúdia-Mallorca Triathlon · Mitte Mai

Der ganze Norden ist an diesem Wochenende belegt, und zwar bis nach Pollença hinauf. Am Renntag sind Küstenstraßen und die Promenade zeitweise gesperrt. Wer Ruhe sucht, fährt in dieser Woche woanders hin — wer Stimmung mag, findet sie kaum irgendwo dichter.

Der Saisonkompass oben bewertet Monate, keine einzelnen Tage — ein Rennwochenende kann einen ruhigen Ort für zwei Tage in sein Gegenteil verkehren. Alle Termine im Kapitel Sportereignisse.

Stadt oder Hafen — wo wohnt man richtig?

PollençaPort de Pollença
CharakterAlte Kleinstadt, Eigenleben, MarktFerienort am Wasser, Segelrevier
Meersechs Kilometer entferntvor der Tür
Im Winteroffen und lebendighalb offen, ruhig
Preisegemischt, am Platz gehobendurchgehend gehoben
Für wenWanderer, Kulturreisende, LangbleiberSegler, Badegäste, Ruhesuchende

Der Bus zwischen beiden fährt eine Viertelstunde und in der Saison dicht. Wer schwankt, wohnt in der Stadt — hinunterfahren geht immer, hinauffahren vergisst man.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Pollença

Wie viele Stufen hat der Kalvarienberg in Pollença?

365 — für jeden Tag des Jahres eine. Die Treppe beginnt direkt hinter dem Rathaus und führt zwischen Zypressen hinauf zu einer neugotischen Kapelle auf rund 170 Metern. Oben sieht man über die Stadt, die Bucht von Pollença und bei klarer Luft bis zum Cap de Formentor. Und nicht vergessen: die 365 Stufen müssen auch wieder hinunter. Zum Glück gibt es links und rechts genug Steinmauern für eine Pause.

Wann ist Markt in Pollença?

Sonntagvormittags auf der Plaça Major und in den angrenzenden Gassen. Es ist einer der bekanntesten Märkte der Insel — und anders als in Alcúdia oder Santa Maria überwiegt hier noch der Einkauf gegenüber dem Andenken. Früh kommen, sonst findet man keinen Parkplatz und keinen Tisch.

Was ist der Unterschied zwischen Pollença und Port de Pollença?

Sechs Kilometer und zwei Welten. Pollença ist die alte Stadt im Landesinneren, mit Plaça Major, Gassen und dem Kalvarienberg. Port de Pollença ist der Ferienort am Wasser, im 20. Jahrhundert entstanden. Wer beides will, wohnt in der Stadt und fährt zum Baden hinunter — der Bus braucht eine Viertelstunde.

Warum liegt Pollença nicht am Meer?

Aus Vorsicht. Die Küste war bis ins 18. Jahrhundert unsicher, osmanische und nordafrikanische Korsaren landeten regelmäßig. Deshalb wurde die Stadt bewusst sechs Kilometer landeinwärts gebaut, außer Sicht vom Wasser. Erst mit dem Ende der Piraterie entstand der Hafenort. Dasselbe Muster findet man an der ganzen Nordküste — Alcúdia und sein Hafen sind der zweite Fall.

Was ist La Patrona in Pollença?

Das Fest Moros i Cristians am 2. August, bei dem die ganze Stadt den Korsarenüberfall von 1550 nachspielt. Vormittags zieht die Schlacht durch den ganzen Ort, mit einer Härte, die Besucher regelmäßig überrascht; abends gibt es Feuerwerk. Es ist der einzige Grund, im August freiwillig nach Pollença zu fahren — und ein sehr guter.

Was ist der Davallament?

Die Karfreitagsprozession. Oben am Calvari wird die Kreuzabnahme gespielt, danach trägt der Zug die Figur schweigend die 365 Stufen hinunter, nur mit Fackeln. Es ist das eindrucksvollste religiöse Ereignis der Insel und gleichzeitig eines der wenigen, bei denen Besucher wirklich nur zusehen.

Was ist die Pont Romà?

Eine zweibogige Steinbrücke am nördlichen Ortsrand, über den Torrent de Sant Jordi. Sie gilt als römischen Ursprungs und erinnert daran, dass die Gegend lange vor der Stadt besiedelt war — die Römer gründeten hier Pollentia, dessen Ausgrabungen heute allerdings bei Alcúdia liegen.

Lohnt sich Pollença im Winter?

Ja, und das unterscheidet die Stadt von fast allem an dieser Küste. Während der Hafen zwischen Dezember und Februar herunterfährt, funktioniert die Stadt weiter: Läden offen, Markt am Sonntag, Cafés am Platz. Für Wanderer ist es der ruhigste Standort des Nordens.

Was in Reichweite liegt

Sehenswürdigkeiten

In der Umgebung

Betonweg auf einem schmalen Felsgrat, der zu einer runden Aussichtsterrasse mit Geländer führt, auf der Dutzende Besucher stehen; links das tiefblaue Meer, rechts die zerklüftete Steilküste der Halbinsel Formentor unter Wolkenhimmel.
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über Port de Pollença; im Sommer ab 10 Uhr nur bei freier Schranke

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in Alcúdia

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Wuchtiger Bruchsteinbau der Ermita de la Victòria mit heller Sonnenuhr an der Seitenwand, davor alte Kiefern und ein gepflasterter Vorplatz, rechts die Sonnenschirme des angrenzenden Cafés.
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Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Victòria, sieben Kilometer nordöstlich von Alcúdia. Die Straße endet hier oben …

über Alcúdia, dann schmale Bergstraße

Die barocke Fassade der Klosterkirche von Lluc mit Uhr und Glockengiebel, gesehen durch einen dunklen steinernen Torbogen.
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Die Nordostspitze Mallorcas: eine zwanzig Kilometer lange Felshalbinsel, an deren Ende seit 1863 ein Leuchtturm …

im Sommer Zufahrtsregelung ab Platja de Formentor

Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

Wo man von hier aus badet

Strände und Bademöglichkeiten im Umfeld

Von hier aus

Lage auf der Insel

SERRA DE TRAMUNTANA MITTELMEER Alcúdia Cabrera Castell de Bellver Es Trenc Fornalutx La Seu Palma Port de Sóller Sa Calobra Santuari de Sant Salvador Santuari de Lluc Sineu Alaró Andratx Artà Banys Àrabs Binissalem Cala d'Or Cala de Sant Vicenç Cala Figuera Cala Millor Cala Pi Cala Ratjada Can Picafort Cap de Formentor Capdepera Capocorb Vell Castell de Santueri Colònia de Sant Jordi Ermita de Bonany Estellencs Far des Cap de ses Salines Felanitx Gordiola Inca Jardins d'Alfàbia La Granja Llucmajor Mirador de Ricardo Roca Monestir de Miramar Muro Peguera Palau de l'Almudaina Palma Aquarium Platja de Formentor Platja de Muro Platja des Carbó Port d'Alcúdia Port d'Andratx Port de Pollença Porto Cristo Portocolom Raixa Salines d'Es Trenc Sant Elm Santa Margalida Santa Ponça Santanyí Santuari de Cura Sóller Son Marroig Torre des Verger Alcanada Algaida Ariany Banyalbufar Búger Bunyola Caimari Cala Agulla Cala Fornells Cala Llombards Cala d'en Marçal Cala Mesquida Cala Mondragó Cala Santanyí Camp de Mar Campanet Campos Can Pastilla Canyamel Castell de Capdepera Colònia de Sant Pere Coves d'Artà Coves de Campanet Coves dels Hams Deià El Toro Ermita de Betlem Es Capdellà Església de Son Serra Esporles Galilea Gorg Blau Llubí Mirador Es Colomer Mirador Es Pontàs Montuïri Necròpolis de Son Real Orient Palmanova Petra Pollentia Porreres Port de Valldemossa Porto Petro Puerto Portals Puigpunyent Randa S'Alqueria Blanca S'Estanyol de Migjorn Sa Pobla Sa Ràpita Sant Joan Sant Miquel de Campanet Santuari de Sant Salvador (Artà) Santa Eugènia Santa Maria del Camí Santuari de Gràcia Santuari de Santa Llúcia Selva Sencelles Ses Covetes Ses Salines Son Carrió Son Serra de Marina Valldemossa Cala Brafi Cala Moltó Cala s'Almunia Caló des Moro Ermita de Crestatx Ermita de la Victòria Es Llombards Maria de la Salut Pina Sant Jordi Santuari de la Consolació Santuari de Consolació Torre de Son Jaumell Pollença Palma Palma Sineu Sineu Alcúdia Alcúdia Inca Inca Sóller Sóller Andratx Andratx Felanitx Felanitx Santanyí Santanyí Cala d'Or Cala d'Or Llucmajor Llucmajor Cala Millor Cala Millor Santa Ponça Santa Ponça Cala Ratjada Cala Ratjada Petra Petra Campos Campos La Seu La Seu Es Trenc Es Trenc Sa Calobra Sa Calobra Port de Sóller Port de Sóller Santuari de Lluc Santuari de Lluc Castell de Bellver Castell de Bellver Artà Artà Muro Muro Alaró Alaró Raixa Raixa Cala Pi Cala Pi Peguera Peguera Gordiola Gordiola Sant Elm Sant Elm La Granja La Granja Binissalem Binissalem Estellencs Estellencs Portocolom Portocolom Banys Àrabs Banys Àrabs Son Marroig Son Marroig Cala Figuera Cala Figuera Can Picafort Can Picafort Porto Cristo Porto Cristo Capocorb Vell Capocorb Vell Palma Aquarium Palma Aquarium Platja de Muro Platja de Muro Port d'Alcúdia Port d'Alcúdia Port d'Andratx Port d'Andratx Santa Margalida Santa Margalida Ermita de Bonany Ermita de Bonany Platja des Carbó Platja des Carbó Port de Pollença Port de Pollença Santuari de Cura Santuari de Cura Torre des Verger Torre des Verger Jardins d'Alfàbia Jardins d'Alfàbia Cala de Sant Vicenç Cala de Sant Vicenç Castell de Santueri Castell de Santueri Palau de l'Almudaina Palau de l'Almudaina Mirador de Ricardo Roca Mirador de Ricardo Roca Far des Cap de ses Salines Far des Cap de ses Salines Búger Búger Llubí Llubí Randa Randa Selva Selva Ariany Ariany Orient Orient Algaida Algaida Bunyola Bunyola Caimari Caimari El Toro El Toro Galilea Galilea Canyamel Canyamel Esporles Esporles Montuïri Montuïri Porreres Porreres Sa Pobla Sa Pobla Gorg Blau Gorg Blau Palmanova Palmanova Pollentia Pollentia Sa Ràpita Sa Ràpita Sencelles Sencelles Son Carrió Son Carrió Banyalbufar Banyalbufar Es Capdellà Es Capdellà Puigpunyent Puigpunyent Ses Salines Ses Salines Can Pastilla Can Pastilla Cala Mesquida Cala Mesquida Cala Mondragó Cala Mondragó Santa Eugènia Santa Eugènia Puerto Portals Puerto Portals Coves dels Hams Coves dels Hams Cala d'en Marçal Cala d'en Marçal Ermita de Betlem Ermita de Betlem Coves de Campanet Coves de Campanet Port de Valldemossa Port de Valldemossa Santa Maria del Camí Santa Maria del Camí Santuari de Sant Salvador (Artà) Santuari de Sant Salvador (Artà) Cap de Formentor Cap de Formentor Platja de Formentor Platja de Formentor Cala Fornells Cala Fornells Capdepera Capdepera Sant Joan Sant Joan Ses Covetes Ses Covetes Cala Llombards Cala Llombards S'Alqueria Blanca S'Alqueria Blanca Santuari de Gràcia Santuari de Gràcia Coves d'Artà Coves d'Artà Cala Santanyí Cala Santanyí Deià Deià Fornalutx Fornalutx Salines d'Es Trenc Salines d'Es Trenc Alcanada Alcanada Campanet Campanet Cala Agulla Cala Agulla Porto Petro Porto Petro Son Serra de Marina Son Serra de Marina S'Estanyol de Migjorn S'Estanyol de Migjorn 2 Orte, größter Alcúdia 2 Cabrera 2 Orte, größter Castell de Bellver 2 3 Orte, größter Es Trenc 3 Fornalutx 3 Orte, größter Palma 3 Pollença Port de Sóller Sa Calobra Santuari de Sant Salvador Santuari de Lluc Sineu Alaró Andratx 2 Orte, größter Artà 2 Binissalem Cala d'Or Cala de Sant Vicenç Cala Figuera Cala Millor Cala Pi Cala Ratjada Can Picafort Cap de Formentor 2 Orte, größter Capdepera 2 Capocorb Vell Castell de Santueri 2 Orte, größter Colònia de Sant Jordi 2 Ermita de Bonany Estellencs Far des Cap de ses Salines Felanitx Gordiola Inca Jardins d'Alfàbia 2 Orte, größter La Granja 2 Llucmajor Mirador de Ricardo Roca 2 Orte, größter Monestir de Miramar 2 Muro 3 Orte, größter Peguera 3 2 Orte, größter Palma Aquarium 2 Platja de Formentor 2 Orte, größter Platja de Muro 2 Port d'Andratx Port de Pollença Porto Cristo 3 Orte, größter Portocolom 3 Raixa Sant Elm Santa Margalida Santa Ponça Santanyí 3 Orte, größter Santuari de Cura 3 Sóller 2 Orte, größter Son Marroig 2 2 Orte, größter Torre des Verger 2 Alcanada Algaida Ariany 2 Orte, größter Búger 2 Bunyola 2 Orte, größter Caimari 2 3 Orte, größter Cala Agulla 3 4 Orte, größter Cala Llombards 4 Cala Mesquida 2 Orte, größter Cala Mondragó 2 Campos 2 Orte, größter Canyamel 2 Colònia de Sant Pere 2 Orte, größter Coves de Campanet 2 Coves dels Hams El Toro Ermita de Betlem Es Capdellà Església de Son Serra Galilea Gorg Blau Llubí Mirador Es Colomer Mirador Es Pontàs Montuïri Necròpolis de Son Real Orient 2 Orte, größter Palmanova 2 Petra Porreres Port de Valldemossa Puigpunyent 2 Orte, größter S'Alqueria Blanca 2 2 Orte, größter S'Estanyol de Migjorn 2 2 Orte, größter Sa Pobla 2 2 Orte, größter Sant Joan 2 Santa Eugènia Santa Maria del Camí Santuari de Santa Llúcia Sencelles Ses Salines Son Carrió Son Serra de Marina Ermita de la Victòria Es Llombards Maria de la Salut Pina Sant Jordi PalmaSineuAlcúdiaEs TrencPollençaSa CalobraPort de Sóller
In 12 Fällen liegen Orte so dicht beieinander, dass sie ein einziger Punkt würden — etwa die Kathedrale, der Almudaina-Palast und die arabischen Bäder in Palma. Der größere Ort steht dort auf seinen genauen Koordinaten, die kleineren rücken bis zu einen Kilometer ab, jeder in der Richtung, in der er wirklich liegt.