Torre des Verger
· Gemeinde Banyalbufar · 90 m
Ein runder Wachturm des 16. Jahrhunderts auf einem freistehenden Felskopf über der Westküste. Man steigt über eine Steintreppe aufs Dach — und hat den besten Küstenblick der Ma-10.
- Region
- Serra de Tramuntana
- Gemeinde
- Banyalbufar
- Höhe
- 90 m
- Flughafen
- 35 km , rund 45 Minuten
- Mietwagen
- nötig
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer auf der Westküstenstraße unterwegs ist
- Wer einen weiten Küstenblick sucht
- Fotografen; am Nachmittag steht das Licht günstig
- Wer wenig Zeit hat — zwanzig Minuten genügen
Passt nicht, wenn
- Wer nicht schwindelfrei ist
- Wer mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist
- Wer bei Dunst kommt
- Wer einen Parkplatz garantiert braucht
Saisonkompass — wann Torre des Verger lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember.
Wachtürme wurden nicht für Aussicht gebaut, sondern gegen Korsaren. Genau deshalb stehen sie an den Stellen, von denen man am weitesten sieht — und der Torre des Verger steht an der besten. Er sitzt auf einem Felskopf, der sich vom Hang löst und senkrecht ins Wasser fällt, und man erreicht ihn über wenige Minuten Fußweg von der Ma-10. Über eine Außentreppe kommt man aufs Dach, und von dort sieht man an klaren Tagen die Küste in beide Richtungen bis zum Horizont. Es kostet nichts, es dauert zwanzig Minuten, und es ist der lohnendste Halt zwischen Andratx und Valldemossa. Der kleine Parkplatz an der Straße ist allerdings schnell voll.
Was der Torre des Verger ist
Ein runder Wachturm des 16. Jahrhunderts auf einem freistehenden Felskopf über der Westküste, an der Ma-10 zwischen Estellencs und Banyalbufar, auf dem Gebiet von Banyalbufar.
Er trägt zwei Namen: Torre des Verger nach dem Grundbesitz und, im Volksmund, Torre de ses Ànimes — Turm der Seelen.

Warum er dort steht
1542 und 1546 wurde Banyalbufar von Korsaren geplündert. 1579 beschloss der Gran i General Consell, das Inselparlament, deshalb den Bau eines Turms auf dem Gebiet des Orts. Das Geld fehlte, es dauerte — belegt ist der Turm erst 1597.
Er war ein reiner Beobachtungs- und Signalturm und hatte nie Geschütze. Seine Aufgabe war, Segel zu melden: Er nahm Zeichen vom Torre de na Pòpia auf Sa Dragonera auf und gab sie an den Turm von Valldemossa weiter. So lief die Nachricht in Stunden statt in Tagen die Küste entlang.
Dass man von hier besonders weit sieht, ist also kein Zufall, sondern der ganze Zweck des Bauwerks.

Was man am Bau sieht
Runder Grundriss, dicke Bruchsteinmauern. Über dem Eingang sind Reste eines Wurferkers erhalten — der vorkragende Kasten, aus dem man senkrecht nach unten wirken konnte —, dazu Schießscharten.
Der Turm ist als Kulturgut geschützt und der bekannteste und meistbesuchte der mallorquinischen Küstentürme.
Hinauf
Über eine schmale Außentreppe kommt man auf das Dach. Ein durchgehendes Geländer gibt es nicht — bei Wind und mit kleinen Kindern bleibt man besser unten.
Der Zugang ist frei, der Weg von der Straße dauert wenige Minuten.
Praktisch
Der Parkstreifen an der Ma-10 ist klein und schnell voll. Halten daneben ist an dieser Stelle gefährlich; dann lieber weiterfahren und später zurückkommen.
Zwanzig Minuten reichen.
Wann man kommt
Januar für die klarste Luft, März und Oktober für alles zusammen. Am Nachmittag steht das Licht günstig.
Im Hochsommer nimmt der Dunst die Fernsicht, und der Parkstreifen ist mittags belegt.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Torre des Verger tut
Drei Stunden
Halten, die wenigen Minuten hinaufgehen, aufs Dach steigen — und weiter nach Banyalbufar oder Estellencs.
Ein halber Tag
Die ganze Westküstenstraße von Andratx bis Valldemossa mit mehreren Halten.
Ein ganzer Tag
Zusammen mit Banyalbufar, Esporles, Valldemossa und Son Marroig.
Bei Regen
Nicht sinnvoll. Der Turm ist nur wegen der Sicht interessant.
Praktisch
- Parken
- Kleiner Parkstreifen an der Ma-10, schnell voll
- Öffentlich
- Keine Haltestelle am Turm
- Zeitbedarf
- Zwanzig Minuten
- Hinweis
- Der Zugang ist frei. Auf das Dach führt eine schmale Außentreppe ohne durchgehendes Geländer — bei Wind und mit kleinen Kindern besser unten bleiben.
- Bus
- Keine Haltestelle am Turm
- Zugänglichkeit
- Kurzer Fußweg auf Fels und Stufen, oben schmale Außentreppe · Kinderwagen: Nicht geeignet · Rollstuhl: Nicht geeignet · Hunde: Angeleint; auf dem Dach nicht sinnvoll
- Gibt es nicht
- Geländer auf der Treppe · Parkplatz in ausreichender Zahl · Versorgung · Aussicht bei Dunst
- Koordinaten
- 39.6800,2.5000 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Torre des Verger
Wofür wurde der Turm gebaut?
Als Wachturm gegen Korsaren, im 16. Jahrhundert. Von hier wurden Signale die Küste entlang weitergegeben. Dass man von solchen Türmen besonders weit sieht, ist kein Zufall — genau darum ging es.
Kann man hinauf?
Ja. Über eine schmale Außentreppe kommt man auf das Dach. Ein durchgehendes Geländer gibt es nicht; bei Wind und mit kleinen Kindern bleibt man besser unten.
Kostet der Zugang etwas?
Nein. Der Turm ist frei zugänglich, und der Weg von der Straße dauert nur wenige Minuten.
Wo parkt man?
Auf einem kleinen Parkstreifen direkt an der Ma-10. Er ist schnell voll, und Halten daneben ist an dieser Stelle gefährlich — dann lieber weiterfahren und später zurückkommen.
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