Santa Margalida
Landdorf · 105 m · 12.500 Einwohner
Der Ort auf dem höchsten Punkt der Gemeinde, zu der auch Can Picafort und Son Serra de Marina gehören. Eine barocke Kirche über den Dächern — und am ersten Septembersonntag eines der eigenwilligsten Feste der Insel.
- Region
- Pla de Mallorca
- Einwohner
- 12.500
- Höhe
- 105 m
- Flughafen
- 52 km , rund 45 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Passt zu dir, wenn
- Wer am ersten Septembersonntag auf der Insel ist — dann ist La Beata
- Wer in Can Picafort oder Son Serra wohnt und den Ort dazu sehen will
- Wer barocke Kirchenarchitektur mag
- Wer einen ruhigen Zwischenstopp auf dem Weg in den Norden sucht
Passt nicht, wenn
- Wer baden will — die Strände der Gemeinde liegen zehn Kilometer entfernt
- Wer Betrieb sucht
- Wer im Hochsommer mittags kommt
- Wer eine Sehenswürdigkeit mit Öffnungszeiten erwartet
Saisonkompass — wann Santa Margalida lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.
Santa Margalida ist an dreihundertfünfundsechzig Tagen im Jahr ein ruhiges Dorf im Landesinneren, das die meisten Gäste nur vom Ortsschild auf dem Weg nach Can Picafort kennen. Und dann gibt es diesen einen Sonntag im September, an dem morgens als Teufel verkleidete Gestalten durch die Straßen rennen, um die Leute zu wecken, und abends eine Prozession zieht, in der die Beata vorangeht und der halbe Ort als Bauern verkleidet mitläuft. Wer Mallorca jenseits der Küste verstehen will, sollte das einmal gesehen haben. An allen anderen Tagen ist es ein Dorf mit einer sehr guten Kirche und einer sehr ruhigen Plaça.
Der Ort und seine Gemeinde
Santa Margalida liegt auf einer Anhöhe im Pla, dem Landesinneren. Zur Gemeinde gehören außerdem Can Picafort und Son Serra de Marina an der Küste — zehn bis fünfzehn Kilometer entfernt und in jeder Hinsicht anders.
Wer „Santa Margalida“ bucht, wohnt deshalb nicht unbedingt hier.

Die Kirche
Sie steht am höchsten Punkt der Gemeinde und ist von der Ebene aus kilometerweit zu sehen. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück; die heutige Gestalt gilt als Beispiel barocker Sakralarchitektur.
Von außen wirkt sie wuchtig und schlicht. Innen steht ein vergoldeter Barockaltar — der eigentliche Grund, hineinzugehen.

La Beata
Der erste Sonntag im September ist der eine Tag im Jahr, an dem dieser Ort nicht ruhig ist.
Gefeiert wird die selige Catalina Thomàs, eine Nonne aus Valldemossa (1531–1574), im Volksmund la Beata. Seit ihrer Seligsprechung 1792 begehen mehrere mallorquinische Gemeinden ihr zu Ehren die Fiestas de la Beata.
In Santa Margalida beginnt der Tag damit, dass als Dimonis verkleidete Gestalten durch die Straßen rennen und die Einwohner wecken. Nach Einbruch der Dunkelheit zieht die Prozession: die Beata voran, dahinter Einheimische in Bauerntracht, Kapellen und Wagen, die Stationen aus dem Leben der Heiligen darstellen.
Wer an diesem Tag kommt, sollte früh anreisen und nicht mit dem Auto in den Ort wollen.

An den anderen 364 Tagen
Ein ruhiges Dorf mit breiter Hauptstraße, gepflasterten Gassen und einem Blick über die Ebene bis zur Bucht. Ein bis zwei Stunden, mehr braucht es nicht — und mehr behauptet diese Seite auch nicht.
Sinnvoll ist der Ort als Zwischenstopp: vormittags hier, mittags an den Strand der eigenen Gemeinde.
Ansichten
Wie viel Zeit hast du?
Was man in Santa Margalida tut
Drei Stunden
Hinauf zur Kirche — sie steht am höchsten Punkt —, hinein wegen des Barockaltars, dann durch die Gassen und über die Plaça.
Ein halber Tag
Zusätzlich hinunter nach Can Picafort oder Son Serra de Marina; beide gehören zur Gemeinde und liegen zehn bis fünfzehn Minuten entfernt.
Ein ganzer Tag
Vormittags der Ort, mittags an den Strand, abends zurück — oder umgekehrt. Santa Margalida allein füllt keinen Tag.
Bei Regen
Die Kirche. Sonst ist der Ort bei Regen keine Adresse; dann besser Muro mit seinem Museum.
Feste im Jahreslauf
- Erster Sonntag im September — La Beata Prozession zu Ehren der seligen Catalina Thomàs — morgens rennen Dimonis durch die Straßen, abends zieht der Umzug mit Wagen und Trachten.
- 20. Juli — Santa Margalida Patronatsfest des Orts.
Praktisch
- Parken
- Im Ort unproblematisch; am Tag der Beata aussichtslos
- Öffentlich
- Verbindungen ab Can Picafort, Muro und Inca
- Zeitbedarf
- Ein bis zwei Stunden
- Hinweis
- Die Gemeinde Santa Margalida umfasst auch Can Picafort und Son Serra de Marina. Wer „Santa Margalida" bucht, wohnt deshalb nicht unbedingt hier.
- Bus
- Verbindungen ab Can Picafort, Muro und Inca
- Versorgung
- Supermarkt: Mehrere im Ort, ganzjährig · Apotheke: Im Ort · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort, Krankenhaus in Inca · Geldautomat: Am Hauptplatz · Tankstelle: An der Ausfallstraße Richtung Can Picafort
- Zugänglichkeit
- Gepflasterte Gassen, zum Kirchplatz ansteigend · Kinderwagen: Weitgehend machbar · Rollstuhl: Hauptachsen befahrbar, der Aufstieg zur Kirche ist steil · Hunde: Unproblematisch
- Gibt es nicht
- Strand · Nachtleben · Museum · Touristische Infrastruktur
- Koordinaten
- 39.7017,3.1033 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santa Margalida
Was ist La Beata in Santa Margalida?
Das Fest zu Ehren der seligen Catalina Thomàs, gefeiert am ersten Sonntag im September. Der Tag beginnt damit, dass als Dimonis — Teufel — verkleidete Gestalten durch die Straßen rennen und die Einwohner wecken. Nach Einbruch der Dunkelheit zieht die Prozession: Die Beata geht voran, dahinter Einheimische in Bauerntracht, Kapellen und Wagen, die Stationen aus dem Leben der Heiligen darstellen.
Wer war Catalina Thomàs?
Eine Nonne aus Valldemossa, 1531 geboren und 1574 in Palma gestorben, im Volksmund „la Beata" genannt. 1792 wurde sie seliggesprochen; seitdem feiern mehrere mallorquinische Gemeinden ihr zu Ehren die Fiestas de la Beata — neben Santa Margalida vor allem Valldemossa und Palma.
Gehören Can Picafort und Son Serra zu Santa Margalida?
Ja, beide gehören zur Gemeinde Santa Margalida, liegen aber zehn bis fünfzehn Kilometer entfernt an der Küste. Der Ort selbst liegt auf einer Anhöhe im Landesinneren und hat mit dem Ferienbetrieb dort nichts zu tun.
Was kann man in Santa Margalida sehen?
Vor allem die Pfarrkirche am höchsten Punkt des Orts — ein Bau, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen und dessen heutige Gestalt als Beispiel barocker Sakralarchitektur gilt. Dazu die Gassen des Kerns, die Plaça und den Blick über die Ebene bis zur Bucht.
Lohnt sich Santa Margalida für einen ganzen Tag?
Nein, und die Seite behauptet das auch nicht. Für den Ort reichen ein bis zwei Stunden. Sinnvoll ist er als Zwischenstopp — vormittags hier, mittags an den Strand der eigenen Gemeinde. Die Ausnahme ist der Tag der Beata.
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