Llevant
Der Llevant ist die größte Region dieses Atlas und zugleich die vielfältigste. Im Norden liegen die weiten, flachen Sandbuchten von Alcúdia und Pollença, im Osten und Südosten eine zerklüftete Kalksteinküste voller schmaler Einschnitte — der Calas, für die Mallorca berühmt ist.
49 Orte im Mallorca-Atlas
Zwei Küsten in einer Region
Der Norden um Alcúdia, Port d’Alcúdia, Platja de Muro und Can Picafort hat kilometerlange, sehr flach abfallende Sandstrände — die beste Wahl für Familien mit kleinen Kindern. Der Südosten dagegen, von Cala Ratjada über Porto Cristo und Portocolom bis Cala d’Or und Santanyí, besteht aus Dutzenden kleiner Buchten zwischen Felsrippen, oft mit Kiefern bis ans Wasser. Klein, klar, und im Hochsommer früh belegt.
Was Sie sich ansehen sollten
Alcúdia mit der vollständig erhaltenen Stadtmauer und den Ausgrabungen der römischen Stadt Pollentia daneben. Die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo — Coves del Drac und Coves dels Hams — und die Coves d’Artà bei Canyamel. Artà mit dem befestigten Wallfahrtsbezirk Sant Salvador über der Stadt und das Castell de Capdepera. Dazu das Feuchtgebiet S’Albufera, das größte der Balearen, mit über zweihundert Vogelarten.
Wo es voll wird und wo nicht
Die bekannten Calas des Südostens — Cala Mondragó, Caló des Moro, Cala s’Almunia — sind im Juli und August gegen elf Uhr erreicht; teilweise werden dann die Zufahrten gesperrt. Ruhiger bleibt es dort, wo man laufen muss: Cala Brafi bei Portocolom oder der Abschnitt Es Comú de Muro, an dem wegen des Naturparks nie gebaut wurde.
Wann Sie herkommen sollten
Mai, Juni, September und Oktober. Im September ist das Wasser am wärmsten. Bei Südwind ist die Bucht von Alcúdia die ruhigere Wahl, bei Nordwind die Südostküste. Zwischen November und März schließt ein großer Teil der reinen Badeorte — Alcúdia, Artà und Portocolom funktionieren dann weiter, weil dort auch außerhalb der Saison Menschen wohnen.
Alle Orte der Region
Llevant: Orte, Buchten und Sehenswürdigkeiten
Alcanada
Der stille Gegenpol zu Port d'Alcúdia, drei Kilometer östlich: niedrige Villen unter Kiefern, ein Kiesel- und Sandstrand ohne Liegenreihen und davor die…
Alcúdia
Die besterhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung Mallorcas, gebaut auf den Ruinen der römischen Inselhauptstadt Pollentia. Innerhalb der Mauern keine…
Artà
Kleinstadt im Nordosten unter einer befestigten Wallfahrtskirche, umgeben von der leersten Landschaft der Insel. In der Nähe liegt Ses Païsses, eine der…
Cala Agulla
Die große Sandbucht nordwestlich von Cala Ratjada: heller Sand, Kiefernwald und Dünen dahinter, an den Rändern Felsbänke im Flachwasser. Kein Ort, kein…
Cala Brafi
130 Meter Bucht ohne alles: kein Kiosk, kein Schild, keine Straße. Nur ein Trampelpfad zwischen Trockenmauern, eine Mauer zum Übersteigen, die Ruine ein…
Cala d'en Marçal
Goldgelber Sand, flacher Einstieg und eine eigene Bushaltestelle: die Badebucht von Portocolom, wenige hundert Meter vom Ort entfernt. Bequem, familient…
Cala d'Or
Ein Ferienort, der in den 1930er-Jahren am Reißbrett entworfen wurde — von einem Ibizenker, im Stil seiner Heimat. Weiße kubische Bauten, dazwischen ach…
Cala de Sant Vicenç
Vier kleine Buchten unter der 300 Meter hohen Felswand des Cavall Bernat. Kein Ferienort im üblichen Sinn, sondern eine Handvoll Häuser um vier Badestel…
Cala Figuera
Fischerort in einem schmalen, zweiarmigen Meereseinschnitt, an dessen Wänden Bootshäuser mit hölzernen Slipanlagen kleben. Der letzte Küstenort im Südos…
Cala Llombards
Weißer Strand zwischen hohen Felswänden, davor kristallklares Wasser, an den Rändern Fischerhäuser mit Bootstoren direkt im Fels. Längst kein Geheimtipp…
Cala Mesquida
Dreihundert Meter Sand zwischen zwei flachen Felsen, dahinter ein Dünensystem im Naturschutzgebiet, über das ein Holzsteg führt. Der Strand mit dem verl…
Cala Millor
Fast zwei Kilometer heller Sand, eine autofreie Promenade dahinter, Hotels in zweiter Reihe. Cala Millor ist ein Ferienort ohne Umschweife — und einer d…
Cala Moltó
Die kleine Bucht hinter der Cala Agulla: zehn Minuten zu Fuß über den Fels, ein schmaler Sandstreifen zwischen Felsrippen, ein paar ankernde Boote — und…
Cala Mondragó
Drei Strände in einem Naturpark: S'Amarador, Ses Fonts de n'Alís und der kleine Caló des Borgit. Feiner weißer Sand zwischen Kiefern und Fels — und ein…
Cala Ratjada
Nach Palma der zweitwichtigste Fischereihafen der Insel — und zugleich der deutscheste Ferienort Mallorcas. Drei Badebuchten in Gehweite, ein Leuchtturm…
Cala s'Almunia
Keine Badebucht im üblichen Sinn: 110 steile Stufen hinunter, unten Fischerhäuser, Bootsschuppen, Fels und ein winziger Sandstreifen. Der Zugang zum Cal…
Cala Santanyí
Weißer Sand in einer Felsenbucht, flach ins Wasser abfallend, Hotels direkt dahinter. Die familientauglichste der Santanyí-Buchten — und der bequemste A…
Caló des Moro
Die meistfotografierte Bucht Mallorcas — und eine der wenigen, die man wirklich klettern muss: erst 110 Stufen zur Cala s'Almunia, dann Trampelpfade, da…
Can Picafort
Aus einem Fischerdorf von 1860 wurde eine reine Touristenhochburg — und der Ort macht kein Geheimnis daraus. Dafür beginnt hier der Strand, der sich übe…
Canyamel
Eine breite Sandbucht mit Kiefernhang dahinter, ein paar Hotels, ein Golfplatz — und sonst wenig. Der ruhigste der größeren Badeorte im Nordosten, mit d…
Cap de Formentor
Die Nordostspitze Mallorcas: eine zwanzig Kilometer lange Felshalbinsel, an deren Ende seit 1863 ein Leuchtturm steht. Die Straße dorthin gilt als die s…
Capdepera
Ein Ort, den es nur gibt, weil ein König 1300 Bauern dafür bezahlt hat, hierherzuziehen. Über den Gassen steht eine der größten Festungsanlagen Mallorca…
Castell de Capdepera
Keine Burg, sondern eine ummauerte Stadt, aus der die Bewohner ausgezogen sind: Über Capdepera liegt eine der größten Festungsanlagen Mallorcas, mit beg…
Castell de Santueri
Eine Felsenburg auf 408 Metern über Felanitx, deren Mauern unmittelbar auf dem Abbruch stehen. Von den Zinnen sieht man von der Ostküste bis zur Bucht v…
Colònia de Sant Pere
1880 gegründet, seither kaum gewachsen: ein kleiner Hafen, ein kurzer Strand, eine Handvoll Lokale an einer Promenade — und im Rücken die Berge von Artà…
Coves d'Artà
Eine Tropfsteinhöhle, die sich mit einem 25 Meter hohen Portal direkt über dem Meer öffnet — der spektakulärste Höhleneingang der Insel. Innen führt ein…
Coves dels Hams
Die Angelhakenhöhlen bei Porto Cristo — benannt nach der Form ihrer Stalaktiten. Kleiner als die Drachenhöhlen nebenan, dafür in Gruppen mit Führung, mi…
Ermita de Betlem
Ein Einsiedlerkloster von 1805 im Massís d'Artà, neun Kilometer über einer schmalen Bergstraße. Bis 2010 lebten hier Mönche, heute ist es still. Wer nic…
Ermita de la Victòria
Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Victòria, sieben Kilometer nordöstlich von Alcúdia. Die Straße endet hier oben an einem Vorplatz unter Kiefern, und v…
Felanitx
Eine arbeitende Kleinstadt im Osten mit einer Kirche über einer großen Freitreppe, Kapern und Wein aus der Umgebung — und zwei Bergen darüber: Sant Salv…
Mirador Es Colomer
Der bekannteste Aussichtspunkt Mallorcas, 232 Meter über dem Meer auf der Halbinsel Formentor. Eine Betonterrasse auf einem Felssporn, ein Treppenweg zu…
Mirador Es Pontàs
Ein Felsentor, das freistehend im Meer steht — das bekannteste Motiv der Südostküste. Der Aussichtspunkt liegt zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards…
Necròpolis de Son Real
Ein Gräberfeld aus der Talayotzeit, unmittelbar am Wasser zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina: rund 110 Gräber auf achthundert Quadratmetern,…
Platja de Formentor
Der bekannteste Strand des Nordens: heller Sand unter alten Kiefern, dahinter die Berge der Halbinsel, davor Wasser in drei Blautönen. Und die Stelle, a…
Platja de Muro
Der Abschnitt der Bucht von Alcúdia, an dem keine Hotelzeile steht, sondern Dünen und Kiefern. Sechs Kilometer Sand, dahinter das Naturschutzgebiet S'Al…
Pollentia
Die Ruinen der römischen Stadt, aus der Alcúdia hervorging. Im Jahre 123 vor Christus gegründet, für Jahrhunderte die wichtigste Stadt Mallorcas, im Jah…
Port d'Alcúdia
Fünf Kilometer heller Sandstrand, flach ins Wasser abfallend, dahinter eine durchgehende Reihe aus Hotels, Bars und Läden. Der klassische Standurlaub de…
Port de Pollença
Der ruhigere, teurere Nachbar in der Bucht nebenan. Eine Kiefernpromenade am Wasser, ein Königlicher Yachtclub und eines der besten Segelreviere Europas…
Porto Cristo
Der Ort mit den zwei Uhrzeiten: Von zehn bis vier gehört er den Bussen, die zu den Coves del Drac fahren. Davor und danach ist Porto Cristo ein beschaul…
Porto Petro
Anderthalb Kilometer und eine Welt von Cala d'Or entfernt: ein Naturhafen, in dem morgens noch Fischer ihren Fang löschen, zwei kleine Sandbuchten und s…
Portocolom
Einer der größten Naturhäfen der Insel — und der Ostküstenort, den der Massentourismus nie gefunden hat. Fischerboote wie an einer Perlenschnur vor bunt…
S'Alqueria Blanca
Ein ruhiges Dorf zwischen Santanyí und den Calas, das die meisten durchfahren. Eine ungewöhnlich große Kirche, ein paar Gassen aus Sandstein — und der W…
Santanyí
Die Stadt aus dem eigenen Stein: Der goldgelbe Marès, aus dem halb Mallorca gebaut ist, kommt aus den Steinbrüchen hier. Dazu ein Stadttor von 1300, ein…
Santuari de la Consolació
Eine kleine Klosteranlage aus dem 15. Jahrhundert auf einem 205 Meter hohen Berg bei S'Alqueria Blanca — kaum besucht, mit Rundumblick über die Ostküste…
Santuari de Sant Salvador
Auf 509 Metern über Felanitx, am Südende der Serra de Llevant, steht seit 1348 eine Wallfahrtskirche — heute mit Gästezimmern, Lokal und einem Blick, de…
Santuari de Sant Salvador (Artà)
Keine Kirche mit Aussicht, sondern eine Festung mit Kirche darin: Auf dem Burgberg über Artà steht eine Wehrmauer mit neun Türmen um einen Innenhof mit…
Son Carrió
Ein Dorf im Hinterland von Sa Coma und Cala Millor, das eine Kirche besitzt, die zwei Nummern zu groß für es ist: Sant Miquel, mit Rundbogenportal, Fäch…
Son Serra de Marina
Ein Ort wie auf dem Reißbrett: Schachbrettstraßen, keine Hotels, höchstens zwei Stockwerke. Davor ein kilometerlanger, naturbelassener Strand mit geschü…
Torre de Son Jaumell
Ein Wachturm von 1566 auf dem Gipfel über Cala Agulla und Cala Mesquida, heute nur noch Ruine. Der Weg hinauf dauert eine knappe Stunde — und der Blick…
Lage
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