Santa Catalina
Stadtteil von Palma · Gemeinde Palma · 12 m · 8.600 Einwohner
Ehemaliges Fischer- und Handwerkerviertel westlich des Hafens, heute das Viertel mit der dichtesten Gastronomie der Insel. Zweigeschossige Häuserzeilen im Schachbrettraster, in der Mitte eine Markthalle von 1920, um die herum sich alles dreht.
- Region
- Palma
- Gemeinde
- Palma
- Einwohner
- 8.600
- Höhe
- 12 m
- Flughafen
- 10 km , rund 20 Minuten
- Mietwagen
- eher hinderlich
- Lohnt für
- einen ganzen Aufenthalt
Saisonkompass — wann Santa Catalina lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Santa Catalina ist der Ort, an dem man merkt, dass Palma eine funktionierende Stadt ist und keine Sehenswürdigkeit. Vormittags kaufen Leute in der Markthalle für zu Hause ein, abends sitzt dieselbe Straße voll mit Leuten, die hier wohnen. Das Viertel hat sich in den letzten fünfzehn Jahren stark verändert: Aus einem einfachen Wohnviertel wurde eines der gefragtesten Adressen der Stadt, mit allem, was das für die Mieten bedeutet. Für Sie heißt das vor allem eines — es ist der beste Ort der Insel, um abends essen zu gehen, ohne dass daraus eine Inszenierung für Besucher wird.
Was Santa Catalina ist
Ein Stadtviertel Palmas westlich der Altstadt, gleich hinter dem Passeig Mallorca. Auf wenigen hundert Metern — Carrer de Sant Magí, Carrer de la Fàbrica und die Straßen dazwischen — steht hier eine Dichte an Küchen, die es sonst nirgends auf Mallorca gibt: mallorquinisch, argentinisch, peruanisch, japanisch, alles auf Gehweite.
Abends ab acht ist voll, und ab Mai ohne Reservierung schwierig.

Warum das Viertel dort liegt, wo es liegt
Santa Catalina lag jahrhundertelang außerhalb der Stadtmauer, jenseits eines Sturzbachs — und dieser Sturzbach hat Palma geprägt wie kaum etwas anderes.
Der Torrent de Sa Riera floss ursprünglich mitten durch die Stadt, dort, wo heute Rambla, Carrer Unió und Passeig del Born verlaufen. Am 14. Oktober 1403 ging er über die Ufer. Die Chroniken nennen über tausend zerstörte Gebäude und rund 5.000 Tote; auf Mallorca heißt das Ereignis bis heute nur „lo Diluvi“.
Die Konsequenz zog man erst zweihundert Jahre später: 1613 leitete man den Bach um die Altstadt herum. Er läuft seither dort, wo heute der Passeig Mallorca liegt, und mündet an der Feixina ins Meer. Genau diese Linie ist bis heute die Grenze zwischen Altstadt und Santa Catalina.
Draußen, jenseits des Wassers, wohnten Fischer, Handwerker und Hafenarbeiter. Das erklärt auch den Grundriss: kein maurisches Gassengewirr wie in der Altstadt, sondern ein regelmäßiges Raster aus schmalen Straßen mit zweigeschossigen Reihenhäusern.
Bis in die 1990er-Jahre war es ein einfaches Wohnviertel. Was danach kam, ist eine der schnellsten Aufwertungen, die eine spanische Stadt erlebt hat.

Die Markthalle
Der Mercat de Santa Catalina von 1920 ist der älteste noch arbeitende Markt Palmas. Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und dazwischen Stände, an denen man direkt isst und trinkt.
Er ist kleiner als der Mercat de l’Olivar und heute stärker auf Besucher ausgerichtet — aber immer noch ein Ort, an dem Anwohner ihren Wocheneinkauf machen.
Dienstag bis Samstag vormittags ist er im Vollbetrieb, montags reduziert, sonntags geschlossen. Wer die Fischtheken in Betrieb sehen will, kommt vor elf.

Ein Viertel im Wandel
Santa Catalina gehört heute zu den gefragtesten Adressen Palmas, und das hat seinen Preis: Die Mieten sind deutlich gestiegen, und über Wohnraum und Ferienwohnungen wird in der Stadt lebhaft diskutiert.
Es lohnt sich, das zu wissen, wenn man hier sitzt — nicht weil es den Abend trübt, sondern weil man dann versteht, warum in derselben Straße eine alte Eisenwarenhandlung neben einer Weinbar steht. Beides gehört zu diesem Viertel, und beides gleichzeitig zu sehen ist das Interessante daran.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Anwohnerparken dominiert, freie Plätze sind selten. Besser das Parkhaus am Hafen oder zu Fuß aus der Altstadt (15 Minuten über die Avinguda Argentina).
- Öffentlich
- Mehrere EMT-Linien halten an der Avinguda Argentina bzw. am Passeig Mallorca.
- Zeitbedarf
- Ein Vormittag für die Markthalle, ein Abend für alles andere. Als Wohnviertel für den ganzen Aufenthalt.
- Hinweis
- Der Mercat de Santa Catalina ist sonntags geschlossen und montags sehr ruhig. Wer die Halle im Betrieb sehen will, kommt Dienstag bis Samstag vormittags.
- Bus
- EMT-Linien, Haltestellen am Passeig Mallorca
- Koordinaten
- 39.5722,2.6383 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santa Catalina
Wofür ist Santa Catalina in Palma bekannt?
Für die dichteste Restaurant- und Barszene der Insel und für die Markthalle Mercat de Santa Catalina von 1920. Ursprünglich war es ein Fischer- und Handwerkerviertel außerhalb der Stadtmauer; heute ist es das Ausgehviertel Palmas.
Wann hat der Mercat de Santa Catalina geöffnet?
Die Markthalle ist von Montag bis Samstag vormittags in Betrieb und sonntags geschlossen; montags ist der Betrieb deutlich reduziert. Die genauen Zeiten der einzelnen Stände unterscheiden sich — am lebendigsten ist die Halle Dienstag bis Samstag zwischen neun und dreizehn Uhr.
Kann man von der Altstadt zu Fuß nach Santa Catalina gehen?
Ja. Vom Passeig del Born sind es etwa 15 Minuten über den Passeig Mallorca und die Avinguda Argentina. Der Weg führt am Torrent de Sa Riera entlang, dem kanalisierten Sturzbach, der die Altstadt vom Viertel trennt.
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