Es Jonquet
Stadtteil von Palma · Gemeinde Palma · 25 m · 900 Einwohner
Der kleinste und eigentümlichste Stadtteil Palmas: ein Felssporn über dem Hafen mit fünf erhaltenen Windmühlen und einer Handvoll niedriger Fischerhäuser. Man geht ihn in zwanzig Minuten ab — und sieht dabei die beste Aussicht auf den Hafen, die man ohne Eintritt bekommt.
- Region
- Palma
- Gemeinde
- Palma
- Einwohner
- 900
- Höhe
- 25 m
- Flughafen
- 11 km , rund 20 Minuten
- Mietwagen
- eher hinderlich
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
Saisonkompass — wann Es Jonquet lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Es Jonquet ist ein Stück Palma, das die Stadt fast verloren hätte. In den 1960er- und 70er-Jahren stand der Abriss im Raum, und was heute steht, ist ein Rest. Genau deshalb gehe ich hier hoch: Auf zweihundert Metern Kopfsteinpflaster liegen fünf Getreidemühlen, ein Dutzend einstöckiger Häuser und ein Blick über den Yachthafen, für den anderswo Eintritt verlangt würde. Es dauert zwanzig Minuten, kostet nichts, und fast alle Besucher laufen unten an der Hafenpromenade daran vorbei.
Was Es Jonquet ist
Ein Fischer- und Müllerviertel Palmas auf einem Felssporn über dem Yachthafen, westlich der Altstadt und unmittelbar neben Santa Catalina. Der Name steht in den alten Straßenbezeichnungen noch heute — es war das Viertel derer, die vom Wasser lebten.
Man erkennt es von weitem an den fünf Windmühlen auf der Kante.

Fünf Mühlen auf einem Felsen
Die Reihe heißt Molinar de Ponent, die Mühlenzeile des Westens. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert wurde ein Teil des Viertels parzelliert und sieben Getreidemühlen darauf gebaut. Die Lage war die beste, die Palma zu bieten hatte: Auf dem Sporn stand der Wind zuverlässig, und das Korn kam über den Hafen direkt darunter an.
Fünf stehen noch, und sie haben Namen: Molí d’en Garleta, Molí del Nom de Déu, Molí d’en Carreres, Molí de sa Garriguera und Molí d’en Celos.
Es sind Getreidemühlen, keine Wasserschöpfmühlen. Der zweite Typ, den man überall im Pla auf den Feldern sieht, hat mit diesen hier nichts zu tun — der hob Wasser, dieser mahlte Korn.

Der Molí d’en Garleta
Der bekannteste von ihnen trägt den Spitznamen seiner letzten Müllerfamilie. Die Linie ist seit 1881 urkundlich belegt und endete bei Gaspar Flexes i Balaguer, genannt Garleta. 1993 kaufte die Stadt ihm die Mühle ab und setzte sie instand.
Heute steckt darin das kleine Museu dels Molins, das die Technik zeigt: Wie die Flügel bespannt wurden, wie die Kraft nach unten auf die Steine kam, wie fein am Ende das Mehl wurde.
Der Erhalt bleibt ein Thema — 2025 haben Stadt und Consell de Mallorca eine erneute Restaurierung des Garleta vereinbart. Das Viertel steht als Conjunt històric unter Denkmalschutz, die Mühlen eingeschlossen.

Das Viertel
Zwischen und unter den Mühlen liegt eine Handvoll einstöckiger Häuser aus dem 19. Jahrhundert: Fischer, Müller, Hafenarbeiter. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster, keine Vorgärten, direkt an den Fels gebaut.
In den 1960er- und 70er-Jahren stand der Abriss zugunsten von Hochhäusern im Raum. Dass das Viertel noch steht, ist keine Selbstverständlichkeit — es ist der letzte Rest dieser Bauweise am Hafen von Palma.
Der Blick
Von der Kante des Sporns sieht man über den gesamten Yachthafen, die Hafenmole und bei klarer Luft bis in die Ausläufer der Tramuntana. Die beste Stunde ist die letzte vor Sonnenuntergang, wenn das Licht flach über das Wasser kommt.
Praktisch
Es Jonquet grenzt unmittelbar an Santa Catalina. Die sinnvollste Kombination: erst hier hoch für den Blick, dann hinunter ins Nachbarviertel zum Essen.
Ansichten
Praktisch
- Parken
- Kaum Möglichkeiten im Viertel selbst. Am Hafen parken und die Treppen hochgehen.
- Öffentlich
- EMT-Linien am Passeig Marítim, von dort wenige Minuten zu Fuß bergauf.
- Zeitbedarf
- Zwanzig bis dreißig Minuten. Gut zu verbinden mit Santa Catalina direkt nebenan.
- Hinweis
- Die Mühlen sind von außen zu besichtigen; ein Innenbesuch ist nur bei einzelnen und unregelmäßig möglich. Am schönsten in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das Licht flach über den Hafen fällt.
- Bus
- EMT-Linien am Passeig Marítim
- Koordinaten
- 39.5698,2.6339 Google Maps Apple Karten
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Es Jonquet
Wo sind die Windmühlen von Palma?
Im Stadtteil Es Jonquet, auf einem Felssporn zwischen dem Passeig Marítim und dem Viertel Santa Catalina. Fünf Mühlen sind erhalten. Sie sind frei zugänglich von außen zu besichtigen, der Zugang erfolgt über Treppen von der Hafenpromenade.
Wozu dienten die Windmühlen von Es Jonquet?
Es waren Getreidemühlen, keine Wasserschöpfmühlen. Auf dem Felssporn standen sie im Wind über der Stadt. Sie stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert und wurden bis ins frühe 20. Jahrhundert betrieben.
Lohnt sich Es Jonquet für einen kurzen Besuch?
Ja. Der Rundgang dauert zwanzig bis dreißig Minuten, kostet nichts und lässt sich direkt mit dem Nachbarviertel Santa Catalina verbinden. Der Blick über den Yachthafen ist einer der besten der Stadt.
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